CFP: Uebergaenge. 25. Tagung des AK Geschlechtergeschichte der Fruehen Neuzeit (AKGG-FNZ) – Stuttgart-Hohenheim 24.10.2019-26.10.2019

Prof. Dr. Antje Flüchter, Bielefeld; Prof. Dr. Andrea Griesebner, Wien;
Prof. Dr. Michaela Hohkamp, Hannover; Dr. Monika Mommertz, Freiburg
i.Br.; Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal, Basel; Petra Kurz, M.A.,
Stuttgart
24.10.2019-26.10.2019, Stuttgart-Hohenheim, Akademie der Diözese
Rottenburg-Stuttgart – Tagungszentrum Hohenheim
Deadline: 30.06.2019

2019 begeht der Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit
(AKGG) sein 25. Jubiläum – aus unserer Sicht eine gute Gelegenheit zu
Rückblick und Ausblick, zur Reflexion des Erreichten und der künftigen
Herausforderungen für die Geschlechtergeschichte – und nicht zuletzt ein
guter Grund zum Feiern!

Thematisch haben wir uns für das relativ offene Motto der „Übergänge“
entschieden: Zu denken wäre etwa an Übergänge in räumlicher Hinsicht –
zwischen Stadt und Land, Haus, Gemeinden und Umland bis hin zu den
Verbindungswegen zwischen Regionen und Weltgegenden und den sich
bildenden Kontaktzonen.
Geschlecht als Kategorie, die in solchen Übergängen vermittelt oder aber
selbst verschoben und verändert wird, lässt sich besonders auch im
Rahmen kultureller Praktiken des Übergangs, des Transfers oder der
Verflechtung beobachten: Beispiele wären die Übergabe oder Weitergabe
von Dingen oder die Traditionsbildung in Schrift, Bild und anderen
Formen der Kommunikation. Ein weiterer Fragenkomplex gilt den Übergängen
in sozialer Hinsicht bzw. der sozialen Mobilität – beispielsweise durch
Bildung, Heirat oder die Erlangung wichtiger gesellschaftlicher
Positionen („Nobilitierung“) einerseits; durch Krisen, Krieg,
Kriminalisierung und Vertreibung andererseits. Angesprochen sind daneben
religiöse Transitionen bzw. Konversionen, etwa Grenzüberschreitungen
zwischen Religionen ebenso wie Häresien und Heterodoxien, Formen der
„geistigen“ Reise oder der Überschneidungen bzw. Verschiebungen zwischen
Diesseits und Jenseits. Schließlich interessiert uns das Thema
übergreifend auch in zeitlicher Hinsicht im Sinne von Wandel,
Veränderung, Transformationen: Sei es im Hinblick auf die
Transitionsphasen zwischen Kindheit und Erwachsensein – etwa durch
„rites de passages“ wie Schulbesuch, Gesellenjahre oder Studium „in der
Ferne“ und die damit verbundenen biographischen Erfahrungen – bis hin
zum Tod; sei es im Hinblick auf allmähliche Umbildungen kultureller
Subsysteme, Organisationen und Institutionen (wie z.B. Ehe, Politik,
Öffentlichkeit, Privatheit, usw); sei es mit Blick auf Übergänge
zwischen Wissensgebieten und Disziplinen, zwischen Diskursen oder
Genres.

Nicht zuletzt wollen wir uns auch in wissenschaftspolitischer bzw.
wissenshistorischer Perspektive mit Übergängen und Transmissionen von
einer Generation zur nächsten befassen. Organisiert als „round table“
werden wir Gründerinnen des AKs und langjährige TeilnehmerInnen zu Stand
und Perspektiven der Geschlechtergeschichte der FNZ und Ideen,
Vorschlägen und Überlegungen für die Zukunft befragen.
Die Tagungen des Arbeitskreises sollen methodologisch-theoretische
Debatten initiieren oder jedenfalls intensivieren, wir legen Wert auf
interdisziplinären und intergenerationellen Austausch. Dies kann nur
gelingen, wenn die einzelnen Beiträge maßgeblich den Fokus auf die
verwendeten Methoden bzw. den theoretischen Hintergrund ihres jeweiligen
Forschungsansatzes legen. Genauere Informationen zum Arbeitskreis finden
Sie auf unserer Homepage:
http://www.univie.ac.at/ak-geschlechtergeschichte-fnz/
Wir weisen darauf hin, dass für ReferentInnen i.d. Regel keine Reise-
und Tagungsgebühren übernommen werden können. Die Tagungsteilnahme
inklusive Übernachtung und Verpflegung beträgt voraussichtlich
150Euro/ermäßigt 126 Euro. Stipendien zur Teilnahme an der Tagung können
beantragt werden.

Vortragsvorschläge (eine inhaltliche Skizze zum Vortrag sowie einen CV)
richten Sie bitte per E-Mail bis zum 30. Juni 2019 an:

Monika Mommertz: monika.mommertz@unibas.ch
Claudia Optiz-Belakhal: claudia.opitz@unibas.ch

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Monika Mommertz: monika.mommertz@unibas.ch

Claudia Optiz-Belakhal: claudia.opitz@unibas.ch

Homepage <http://www.univie.ac.at/ak-geschlechtergeschichte-fnz/>

URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=39750>

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