Veranstaltungshinweis, Do. 23. März, 19 Uhr: Lesung zum Thema Rechtsexreme Frauen

Lesen und lesen lassen: Couchsurfing mit Dr. Heike Radvan und Prof. Dr. Esther Lehnert

„Rechtsextreme Frauen. Analysen und Handreichungen für die soziale Arbeit und Pädagogik“

Donnerstag, 23.03.2017, 19:00 Uhr

Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin

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Rechtsextreme Frauen werden mit ihren Einstellungen und ihrem Handeln oft übersehen und unterschätzt – auch in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Dies hat Folgen für das demokratische Miteinander, insbesondere aber für Menschen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Dies zeigt sich beispielhaft daran, wie Beate Zschäpe über viele Jahre mit ihren rechtsextremen Einstellungen und ihrem gewalttätigen Handeln übersehen wurde, – neben dem Verfassungsschutz, der Polizei, Nachbar_innen eben auch von Lehrer_innen und Sozialarbeiter_innen, die bereits in den frühen 1990er Jahren im Rahmen der „akzeptierenden Jugendarbeit“ mit ihr in Kontakt kamen und längerfristig mit ihr gearbeitet haben. Obwohl Frau Zschäpe bereits zu dieser Zeit mit rechtsextremen Aussagen auffiel und gegenüber Personen gewalttätig war, galt sie als „nettes Mädel von nebenan“.

Das Buch enthält mit den Recherchen des Rechtsextremismusexperten Ulrich Overdieck neue Forschung zu Frauen, die als Rechtsterroristinnen in der Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre aktiv waren – und von Justiz, Polizei, Medien unterschätzt und übersehen wurden. Doch wie kommt es zu diesem Wahrnehmungs- und Interventionsdefizit? Welche Ursachen lassen sich in Geschichte und Gegenwart in der Sozialen Arbeit und Pädagogik erkennen? Wie verlaufen Situationen in verschiedenen Handlungsfeldern und welche Alternativen lassen sich herausarbeiten?

Diese und weitere Fragen werden im neuen Buch von Dr. Heike Radvan, Leiterin der Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ der Amadeu Antonio Stiftung, und Prof. Dr. Esther Lehnert von der Alice Salamon Hochschule in Berlin beantwortet.

Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Pressemitteilung Lesung

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