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Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin

Podium_Interventionen: Strategien zur Dekolonisierung der Universität und Wissenschaften_10.02.2010_18.30 Uhr

Podium
Interventionen: Strategien zur Dekolonisierung der Universität und Wissenschaften

mit Fadua Fayad, Mai Zeidani, Joshua Kwesi Aikins und Juliane Strohschein

am 10.02.2010 um 18.30 Uhr

(ACHTUNG:neuer Raum)

in der Dorotheenstraße 24 (DOR24 am Hegelplatz), Haus 2 (Gebäudeteil des Haupteingangs), 2.OG, Fritz-Reuter-Saal (Wegbeschreibung am Ende dieser Mail)

Die Universität als rassistischer Raum und Wissenschaft als auf vielfältige Weise kolonial geprägte gesellschaftliche Sphäre – dieser Tatbestand wurde in den vergangenen sieben Vorträgen aus verschiedenen Richtungen beleuchtet. Was nun?

Ziel des Podiums soll es sein, rassistische Strukturen und institutionelle Ausschlüsse zu benennen und Interventionsmöglichkeiten zu diskutieren. Wie tragen institutionelle und inhaltliche Faktoren zusammen zur Aufrechterhaltung einer rassistischen Uni, Lehre und Hochschulpolitik bei? An welche vergangenen Interventionen lässt sich anknüpfen, wie kann die Reproduktion rassistischer Strukturen gestört werden? Was können Aufgaben unterschiedlich positionierter Akteur_innen sein?

Auf der Suche nach potentiellen Antworten werden Fadua Fayad, Mai Zeidani, Joshua Kwesi Aikins und Juliane Strohschein von ihren Erfahrungen berichten, ihre Vorschläge, aber auch Bedenken diskutieren. Außerdem wird es die Möglichkeit zur offenen Diskussion und den Raum für Vernetzungen geben. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Maureen Maisha Eggers: Dekolonisierung als methodisches und methodologisches Projekt der Wissenschaftskritik _27.01._18.30

Maureen Maisha Eggers: Dekolonisierung als methodisches und methodologisches Projekt der Wissenschaftskritik

am 27.01. um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038 (Wegbeschreibung am Ende dieser Mail)

Dekolonisierung als analytischer Zugriff auf Rassistische Wissensordnungen gewinnt zunehmend an Relevanz und Bekanntheit. In diesem Beitrag geht es mir zunächst darum zu skizzieren was der jeweilige Bezug auf Dekolonisierung ins Blickfeld der Kritik rücken will.

In >>Decolonizing The Mind<>Decolonizing Methodologies<>Decolonize Gender Studies<< positioniert Edward Namasiko Waswa Kisiang’ani Dekolonisierung als programmatische Wissensvermittlungskritik.

Weiter wird von Dekolonisierung in folgenden Zusammenhängen gesprochen: Decolonizing Political Theory, Decolonizing Solidarity, Decolonizing the Academy, Decolonizing Universality, Decolonizing Identity in CyberSpace und Decolonizing Nature etc. etc.

Dekolonisierung bezieht sich daher gleichzeitig auf mehrere Ebenen der „Wissensindustrie“. Dekolonisierung adressiert zugleich die (disziplinäre) Organisation von Wissen, die Regulierung wissenschaftlicher Anerkennung sowie die Erzeugung von nicht-wahrnehmbarem Wissen bzw. Erkenntnisse.

Mithilfe Bourdieu’s Modell der komplexen Wechselwirkung zwischen Sozialen Strukturen, Symbolischer Ordnung und der Sozialen Praxis (unterschiedlich positionierter AkteurInnen), möchte ich die Möglichkeiten von Dekolonisierung als kritische Methodologie und als „Methodisches Ding“ ausloten. Dabei interessiert mich vor allem die Ebene der Sozialen Praxis (Kritische Wissenspraxis). Die anekdotische Kommentierung der „unbehaglichen Präsenz“ Schwarzer Frauen und Women of Color Philosophinnen in der amerikanischen Akademie – Charles Wade Mills spricht davon, dass es einer absurden Reinszenierung von „Integrating The (Academic) Bus“ gleichkommt – habe ich zum Ausgangspunkt meines Vortrages gewählt. Davon ausgehend möchte ich diskutieren wie die Präsenz und die Praxis von Decolonial Scholars (WissenschaftlerInnen of Color) imperiale, epistemische Verkrustungen verschieben können. Ganz konkret möchte ich in Anlehnung an Charmaine Pereira (Feminist Africa) danach fragen, wie Kritische Re-Interpretationen hegemonialer Wissensinhalten als dekolonialisierende methodische Praxis aufgebaut werden können.

Reminder: RV “Geschlecht in Wissenskulturen” – Mi, 27.01.

Im Rahmen der Ringvorlesung “Geschlecht in Wissenskulturen – Postkoloniale und queer-theoretische Perspektiven” des Graduiertenkollegs “Geschlecht als Wissenskategorie” spricht am Mittwoch:
27.01.2010
Manuela Bojadzijev (Berlin):
Postkoloniale Bedingungen: Zum Verhältnis von Migration und Rassismus und warum uns der Begriff Intersektionalität in die Irre führt
Mittwoch, 27.01.2010
18-20 Uhr
Unter den Linden 6
Hörsaal 3094/96

Berlin: Tagung “Kommunale Gleichstellungspolitik – Vielfalt und Entwicklungen des Gender Mainstreamings” 12.-14.04.10

Tagung “Kommunale Gleichstellungspolitik – Vielfalt und Entwicklungen des Gender Mainstreamings”
12. April 2010 bis zum 14. April 2010
ver.di Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg Koblanckstraße 10, 14109 Berlin-Wannsee
Flyer: Kommunale Gleichstellungspolitik – Vielfalt und Entwicklungen des Gender Mainstreamings

„Mädchen die pfeifen, und Hühnern, die krähen, denen soll man beizeiten die Hälse umdrehen“ – die Botschaft dieser volkstümlichen Bosheit macht [...]

Aretha S. Schwarzbach-Apithy: Weiße kolonial-rassistische Lebensart – Innere Kolonisierung _ 13.01._18.30

Aretha S. Schwarzbach-Apithy: Weiße kolonial-rassistische Lebensart – Innere Kolonisierung

am 13.01. um 18.30 Uhr

im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038

Der Vortrag konzentriert sich auf die Verbindung zwischen Innerer Kolonisierung in Europa und den außereuropäischen Kolonialprojekten der EuropäerInnen. Herausgestellt wird die Vergleichbarkeit zwischen dem Umgang Weißer Menschen unter- wie gegeneinander und jener Habitus Weißer Menschen gegenüber Schwarzen Menschen – der gemeinhin als Rassismus bezeichnet wird.

„Erziehung“ ist die Begründung demokratischer wie auch totalitärer Systeme, Menschen in ein bestimmtes Sozialgefüge eingewöhnen zu müssen. Diese Ansicht ist kulturell derart tief eingeschrieben und verhaftet starr in allen sozialen Schichten, dass Bildung – als tatsächlich kognitive und emotionale freie Leistung, der Pädagogisierung aller Bereiche untergeordnet und z.B. Erziehung mit Bildung verwechselt bzw. gleichgesetzt wird. Was ist so bedeutsam an Weißer Erziehung / Weißer Bildung und was hat sie mit Infantilisierung, Unfreiheit, Kolonialismus und Diskriminierung zu tun?

Aretha S. Schwarzbach-Apithy ist MA Erziehungswissenschaftlerin und Kolonial-Rassismusforscherin. Sie hält bundesweit Vorträge an Universitäten und für alternative Bildungsvereine. Ein inhaltlicher Schwerpunkt – auch dieses Vortrags – ist die AufklärungsPädagogik. Außerdem bereitet sie ihre Promotion zu „Legitimierung von Herrschaftsstrukturen durch Erziehung“ vor.

Öffnungszeiten des antisexistischen Infoladens F.A.Q.

…mmmhh mit leckerem Gebäck und heissem Getränk in der Hand lässt es sich doch am besten über Feminismus, Antisexismus und Queeres philosophieren….
…verschieb all deine Termine und komm Donnerstags ab 15:00 in den F.A.Q.-Infoladen, um mit uns gemütlich abzuhängen, zu diskutieren, zu lesen oder Kakao zu schlürfen…
…open for all genders…..03.12…..10.12……17.12….
…ihr findet uns in der Jonasstraße 40 [...]

Dr. Susan Arndt: Rassismus in der deutschen Sprache_02.12._18.30

Dr. Susan Arndt: Rassismus in der deutschen Sprache
am 02.12. um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038
In der kritischen Aufarbeitung von Rassismus ist es unerlässlich, verschiedene rassistische Machtstrukturen vergleichend zu betrachten und Schnittmengen und Divergenzen sowie Transformationsprozesse und Dynamiken zu benennen. Aus den vielen Bereichen der Gesellschaft, aus denen heraus Rassismus verdeutlicht werden kann, erscheint die Sprache besonders hervorgehoben. Sie ist immer ein „Wissensarchiv“, das es bewusst zu dekodieren gilt. Sprache transportiert Botschaften. In ihrem Vortrag wird Susan Arndt anhand des engen Zusammenhangs von Kolonialismus, Rassismus und Weißsein nicht nur solche Botschaften entschlüsseln, sondern zugleich analysieren, wie stark Sprache nicht nur im rassistischen Diskurs verstrickt ist, sondern zugleich auch selbst einen zentralen Reproduktionsfaktor von Rassismus darstellt. (Susan Arndt)

Berlin: Vortrag “Körperinszenierungen auf Opernbühnen” 30.11.09

Vortrag “Körperinszenierungen auf Opernbühnen”
Montag den 30 November 2009, 18.00 – 20.00 Uhr
Dorotheenstraße 24 / Raum 3.018
Kontakt: galiby-daude@web.de

hiermit möchte ich euch auf die Opernregisseurin Beate Baron aufmerksam machen. Im Rahmen des Seminars “Körperinszenierungen auf Opernbühnen” hält die Künstlerin ein Vortrag am Montag den 30 November 2009 von 18.00 – 20.00 Uhr in der Dorotheenstraße 24 / [...]

Berlin: Praxistag “Gender und Diversity Management” 27.11.09, 10-17 Uhr

Praxistag: Gender und Diversity Management
Datum: Freitag, 27. November 2009
Zeit: 10 – 17 Uhr
Ort: FU Berlin, Hörsaal 101, Garystr. 21, 14195 Berlin
Flyer: Praxistag Gender Diversity

Dr. Grada Kilomba: Who can speak? University and the decolonization of knowledge _18.11._18.30

Dr. Grada Kilomba: Who can speak? University and the decolonization of knowledge

am 18.11. um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038

Every semester, on the very first day of my seminar, I play a game with my students. I quiz them. I ask very simple questions, such as:

What was the Berlin Conference of 1884-5? Which African countries were colonized by Germany? This exercise shows us how the concepts of knowledge and the idea of what scholarship or science is, are intrinsically linked with power and racial authority.

Who knows what? And who doesn’t? And why? What knowledge is being acknowledged as such? And what knowledge is not? Whose knowledge make part of the academic agendas? And whose knowledge does not? Who can teach knowledge? And who cannot? In other words, who can speak? And which language?

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