CfP: „Zur Aktualität der Soziologie Max und Marianne Webers für Gesellschaftsanalysen in feministischen und geschlechtertheoretischen Perspektiven“ – Bochum – 17./18.10.2019

hiermit möchten wir Sie auf den Call for Papers für den Workshop „Zur Aktualität der Soziologie Max und Marianne Webers für Gesellschaftsanalysen in feministischen und geschlechtertheoretischen Perspektiven“ aufmerksam machen, der am 17. und 18. Oktober 2019 an der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet werden wird.

Abstracts senden Sie bitte an Prof. Dr. Heike Kahlert (conference-sozsug@rub.de). Einsendeschluss ist der 05. April 2019 (Einreichung verlängert!).

Sie finden den CfP auch auf unserer Webseite: http://www.sowi.rub.de/sozsug/index.html.de.

Wir freuen uns auf Ihre Abstracts!

Freundliche Grüße
Prof. Dr. Heike Kahlert

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SHK-Stellenausschreibung am ZtG: Zwei studentische Tutor*innen gesucht

Am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin wird jeweils für den Bachelor und Master Gender Studies ein*e studentische*r Tutor*in gesucht. Das Aufgabengebiet umfasst u.a. die Vorbereitung und Mitwirkung an Lehrveranstaltungen, Literaturrecherche und das Erstellen von Lehrmaterialien.

Verlängerter Bewerbungsschluss unter Angabe der Kennziffer ist der 21.03.2019. Die Bewerbungsgespräche sind für den 25.03.2019 geplant.

Weitere Informationen:

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Schwules Museum: Wissenschaftliche_r Volontär_in gesucht

Guten Tag liebes ZtG-Team,

würdet ihr unsere Ausschreibung über den ZtG-Blog / Newsletter verteilen?

https://www.schwulesmuseum.de/wp-content/uploads/2019/03/Ausschreibung-Wissenschaftliche_r-Volunt%C3%A4r_in-03-2019.pdf

Im SMU wird eine Volontariatsstelle frei und wir würden uns sehr über eine Weiterverbreitung freuen.

Danke und liebe Grüße,
Anina

Anina Falasca
Wissenschaftliche Volontärin
Schwules Museum
Lützowstraße 73
10785 Berlin
www.schwulesmuseum.de
Web Facebook Twitter Youtube

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Gemeinsame Kampagne: Frauen für Europa – Frauenrechte gegen Rechts

Sehr geehrte Damen,

liebe Berliner*innen,
liebe Europäer*innen,

anlässlich des Internationalen Frauentages und in Vorbereitung auf die Wahl des Europäischen Parlaments am 26. Mai 2019 rufen wir Sie gemeinsam mit der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e.V.,
dem Berliner Frauennetzwerk, den Berliner Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten und EU WOMEN auf, der Gleichstellungs- und Frauenpolitik Europas Ihre Aufmerksamkeit zu widmen

Unsere Sorge, dass die Fortschritte einer modernen Politik der Gleichstellung der Geschlechter durch ein Erstarken rechter Kräfte im Europaparlament gefährdet sind, ist berechtigt.
Zunehmend werden in zahlreichen Ländern, darunter auch in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Frauenrechte abgeschafft, alte Rollenzuschreibungen idealisiert,
feministische Forschungen verboten, der Klimawandel geleugnet und nationale Egoismen verherrlicht.

Bitte unterstützen Sie unser Bündnis für Frauenrechte und verbreiten Sie die beiliegende Kampagnenkarte!

Gedruckte Exemplare können gerne in der Geschäftsstelle des Landesfrauenrates abgeholt werden.
Auch die Druckvorlage können Sie auf Anfrage erhalten. 
Melden Sie sich dazu einfach bei info@lfr-berlin.de

Wir rufen Sie auf, schauen Sie auf die Programme der Parteien!
Wählen Sie diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten, die eintreten für gleiche Bezahlung, gleiche Chancen für Frauen und Männer, gegen Sexismus und gegen Gewalt, für Parität in Politik und Wirtschaft.

Europa muss friedlich bleiben und wir müssen Sorge für kommende Generationen tragen.

Und ganz wichtig: Lassen Sie sich registrieren, wenn Sie als Europäer*in in Berlin wählen möchten (https://www.bundeswahlleiter.de/europawahlen/2019/informationen-waehler/unionsbuerger.html)!

Kampagne_Frauen für Europa – Frauenrechte gegen Rechts!_Offener Brief.pdf
Karte_Frauen für Europa – Frauenrechte gegen Rechts!.pdf

Herzliche Grüße‘
Carola von Braun
Vorstand Überparteiliche Frauen- initiative Berlin – Stadt der Frauen

Dr. Christine Kurmeyer
Vorstand Landesfrauenrat Berlin

Landesfrauenrat Berlin e.V.
Sigmaringer Straße 1
10713 Berlin
Facebook: facebook.com/LFRberlin
Email: info@lfr-berlin.de
Web: www.lfr-berlin.de

Vorsitzende: Dr. Christine Kurmeyer
Geschäftsführerin: Julia Thierfelder

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Zum Internationalen Frauen*tag: DaMigra Offener Brief

Sehr geehrte Damen* und Herren*,

hiermit senden wir einen offenen Brief über die Arbeitsbedingungen bei DaMigra aus der Sicht von rund zehn Mitarbeiterinnen*, die gemeinsam den Mut gefasst haben, zu sagen, was ist. Sie finden den Brief anbei sowie online unter: https://damigraoffenerbrief.video.blog/

DaMigra Offener Brief.pdf

Zum eigenen Schutz sehen wir uns gezwungen, diesen Brief anonym aufzusetzen. Spätestens aber im persönlichen Gespräch werden wir uns zu erkennen geben – denn darum geht es uns, wir möchten Probleme offen ansprechen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Mit feministischen Grüßen,
Team DaMigra

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Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Geschlecht und Recht“; HU Berlin, 11.3.2019

Vor 100 Jahren erlangten Frauen in Deutschland das Recht, die Gesetzgebung im Parlament mitzugestalten. Seitdem hat sich in der Gleichberechtigung von Frauen und Männern viel getan, so manches ist allerdings auch beim Alten geblieben oder hat sich zeitweise sogar verschlechtert. Anlässlich des Internationalen Frauentags möchte ich Sie im Namen der Zentralen Frauenbeauftragten der Humboldt-Universität zu Berlin, Dr.in Ursula Fuhrich-Grubert, herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Geschlecht und Recht“ einladen, die den oft steinigen Weg zur rechtlichen Gleichstellung vom Deutschen Kaiserreich bis heute in den Blick nimmt.

Die Ausstellung wird im Rahmen der jährlichen Frauenvollversammlung am Montag, den 11. März 2019, um 14 Uhr im Foyer der Humboldt-Universität zu Berlin (Hauptgebäude, Unter den Linden 6, 10117 Berlin) eröffnet.

Die Dekanin der Philosophischen Fakultät Prof.in Dr.in Gabriele Metzler und der Dekan der Juristischen Fakultät Prof. Dr. Martin Heger werden mit einem kurzen Überblick über die Geschichte von Geschlecht und Recht in die Ausstellung einführen. Für alle, die mehr erfahren möchten, werde ich eine kleine Führung halten. Der Gang durch die neun Kapitel der Ausstellung verfolgt die Rechtsentwicklung in einzelnen Themenfeldern wie etwa Arbeit, Bildung oder Abtreibung. Dabei werden nicht zuletzt die Kämpfe und Widersprüche deutlich, die sich immer wieder zwischen den Paragrafen der Gesetzesbücher und der Lebenswirklichkeit der Menschen auftaten und immer noch auftun – denn eine tatsächliche Gleichstellung ist noch längst nicht erreicht.

Zum Ausklang der Veranstaltung findet ein kleiner Empfang statt, zu dem Sie recht herzlich eingeladen sind.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Einladung an die Mitarbeiter*innen und Student*innen des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien weitergeben könnten.

Mit besten Grüßen

Ihre stellvertretende Zentrale Frauenbeauftragte

PD.in Dr.in Anna Helene Feulner


Humboldt-Universität zu Berlin
Büro der zentralen Frauenbeauftragten
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
http://frauenbeauftragte.hu-berlin.de
http://www.facebook.com/humboldtchancengleich

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Feminismus heute – Eine Reise ins politische und zivilgesellschaftliche Berlin, 03. – 07. Juni 2019

Lust auf einen politischen Bildungsurlaub in Berlin?

Lust auf Feminismus und den vielen aktuellen Fragen dazu?

Was ist Feminismus heute? Wenigen fällt auf diese Frage nur eine eindeutige Antwort ein. Wir gehen spannenden Perspektiven nach, die diesen Diskurs prägen.

Dann seid ihr/sind Sie herzlich zur Seminarwoche eingeladen

„Feminismus heute – Eine Reise ins politische und zivilgesellschaftliche Berlin“

  1. – 07. Juni 2019

Eine Woche lang widmen wir uns einem vielfältigen Austausch, der nicht nur theoretisch oder im Austausch mit der jeweils eigenen „Blase“ stattfindet, sondern mit einer Vielzahl verschiedener Personen und Gruppen mit ebenso vielfältigen Ansätzen.
Beim näheren Nachdenken über die Frage nach dem was Feminismus oder Feminismen derzeit ausmachen, finden wir verschiedene Spannungsfelder besonders spannend:
Erstens: Wer ist das eigentlich – ein Feminist oder eine Feminist*in?
Zweitens: Gibt es so etwas wie „traditionellen“ oder „progressiven“ Feminismus? Hat das was mit den Generationen zu tun, zu denen wir gehören?
Drittens: Wie können und wollen sich Feminist*innen in einer Welt bewegen, die immer schneller und komplexer wird? Wie gelingen Entschleunigung und Miteinander auf der einen und das Kämpfen für eine gleichberechtigte Welt mit vollem Einsatz auf der anderen Seite? Viertens: Wie weit und divers kann/muss der Begriff Feminismus/Gleichberechtigung werden bei gleichzeitiger Wirksamkeit?

Das Seminar ist auch in Berlin als Bildungsurlaub anerkannt.

Es findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen statt. Die Teilnahmegebühr ist ab 470 € (inkl. Übernachtung)

Weitere Informationen, Anmeldung und vorläufiges Programm findet sich hier: https://veranstaltungen.boell-nrw.de/index.php?kathaupt=11&knr=19-2303

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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AK Frauenpolitische Bildung
im Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Sebastianstraße 21
10179 Berlin
www.bildungswerk-boell.de

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Magnus-Hirschfeld-Preis 2019, Vorschläge werden gesucht – bis 2. April!

Magnus-Hirschfeld-Preis 2019
Die Jury steht!
Vorschläge für Preisträger*innen werden gesucht!
Meldung bis 2. April 2019, 12.00 Uhr möglich!

SPD Berlin und SPDqueer Berlin verleihen 2019 zum 7. Mal den Magnus-Hirschfeld-Preis. Durch den Magnus-Hirschfeld-Preis wird die herausragende Arbeit von Einzelpersonen bzw. deren Lebensleistung und von Institutionen/Projekten im queeren Bereich in Berlin geehrt. Wir freuen uns außer ordentlich, dass wir die Spitzenkandidatin zur Europawahl der SPD Berlin Gabriele Bischoff für die Schirmfrauschaft des Magnus-Hirschfeld-Preises 2019 gewinnen konnten.

Ausgezeichnet wurden 2017 in der Kategorie Einzelperson Annet Audehm und in der Kategorie Institutionen/Projekte das Neuköllner Projekt Rad und Tat (RuT)

Der Landesvorsitzender der SPDqueer Berlin Markus Pauzenberger, „mit dem alle zwei Jahre zu vergebenen Preis wollen wir Danke sagen. Jedes vorgeschlagen Projekt und jede Einzelperson müsste den Preis gewinnen. Wer ihn zu gesprochen bekommt entscheidet wie immer eine unabhängige Jury. Wir müssen uns alle bis zum 13. Mai 2019 gedulden, da erst dann die Preisträger*innen auf unsere Preisverleihungsgala bekannt gegeben werden.“

Die Auslobungszeit ist von heute bis zum Montag, 2. April 2019, um 12.00 Uhr. Die Unterlagen können auch unter www.spdqueer-berlin.de runtergeladen werden. Rücksendung per Post an SPDqueer Berlin, c/o SPD Berlin, Müllerstr. 163, 13353 Berlin oder per Mail an: Magnus_Hirschfeld_Preis_2019@spd.de

Eine unabhängige Jury wird die Preise festlegen. In der Jury 2019 sind: Annet Audehm · Menschenrechts- und LGBT-Aktivistin, Berlin, Kevin Kühnert · Juso-Bundesvorsitzender, Dr. Astrid Osterland · Rad und Tat (RuT), Jennifer Michelle Rath · Activist for Human Rights, Wieland Speck · Filmemacher und Founder TEDDY Award

Bitte merken Sie sich bereits jetzt Montag, 13. Mai 2017, vor. Um 19.00 Uhr wird die Preisverleihung im Rathaus Charlottenburg stattfinden. Genauere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Wir würden uns über eine Veröffentlichung in Ihrer Publikation sehr freuen. Über eine Versendung der Auslobungsunterlagen über Ihren Verteiler würden wir uns auch sehr freuen.

MHP2019_Auslobung_Mail.pdf
MHP2019_Vorschlagsformular_Mail.pdf
PM Auslobung Magnus Hirschfeld Preis.pdf
SPD_LV_Berlin__Einwilligung_Datenschutz.pdf

SPDqueer Berlin Landesvorsitzender
Markus Pauzenberger
Kurt-Schumacher-Haus | Müllerstr. 163 | 13353 Berlin
Mail info@markus-pauzenberger.de
Web: www.spdqueer-berlin.de

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CfP – ‚Queere Zukünfte. Öffnungen und Schließungen von Möglichkeits(t)räumen‘ – 2. Regionalkonferenz der DGS – 09/2019; Jena, Deadline: 17.3.

CfP – ‚Queere Zukünfte. Öffnungen und Schließungen von Möglichkeits(t)räumen‘ – 2. Regionalkonferenz der DGS – 23.-27.9.2019 – Jena

Diagnosen posttraditionaler Gesellschaftsordnungen konvergieren vielfach um Thesen der Freisetzung. Chancen der Realisierung singulärer Subjektivität und einer selbstbestimmten Lebensführung, die Ausbildung vielfältiger Werthaltungen, die Entstehung eines „Raums für sich selbst“‘ und die Ausübung nonkonformer Praxen erscheinen an den Übergängen von Normierung zu Normalisierung, in der Aufweichung multipler Klassenstrukturen und während der Entgrenzung von Leben und Arbeit. Faktische oder vorgebliche Freiheitsgewinne sind dabei zugleich in Beziehung zu setzen zu individualisierten Anforderungen der Selbstgestaltung, Selbstoptimierung und Selbstregierung. Damit einher gehen Formen der Lebensführung, die auf mehr oder weniger subtile Weise Demarkationslinien des richtigen, des falschen und des unwürdigen Lebens installieren und Produktion wie Reproduktion mit kapitalistischen, zweigeschlechtlichen, heteronormativen, rassifizierenden und/oder klassenförmigen Funktionslogiken verbinden.

In verwirrender Gleichzeitigkeit bestehen damit derzeit Diagnosen der Öffnung und Schließung neben faktischen Potentialen und beobachtbaren, fühl- und spürbaren Verschärfungen gesellschaftlicher Ordnungsstrukturen. Umso divergenter fallen so die daran anschließenden Entwürfe möglicher und erstrebenswerter Zukünfte aus. Diskutierten schon Anfang der 2000er Michael Meuser und Sylka Scholz die Zukunft der männlichen Erwerbsarbeit hinsichtlich ihrer geschlechtertheoretischen Implikationen sind es derzeit insbesondere Sabine Hark, Paula Irene Villa und Christine Wimbauer et al., die aktuelle (Anti-)Genderismen unter anderem mit dem Fehlen von Zukunftsaussichten und dem prekär werden (zweigeschlechtlicher und sexueller) Selbstverständlichkeiten in Verbindung bringen. Gleichzeitig zur Verwendung als Analysedimension stellen Zukunftsentwürfe in Aktivismen und Politiken eine hoffnungsvolle Weigerung entgegen der Verzweiflung dar (Ahmed), wie sie als Ort der Konvergenz und Epizentrum zur Ausgestaltung und Popularisierung von Praxen der Veränderung und Transformation beitragen (precarias a la deriva). Möglichen und verschlossenen Zukünften kommt in ihrer Verschränkung somit eine strukturierende Position zu sowohl innerhalb theoretischer Ausarbeitungen als auch im praktischen Handeln von Akteur*innen.

Nur teilweise ausgeleuchtet in der Debatte um die Zukunftsbeziehungen und -vernetzungen innerhalb gesellschaftlicher Transformationen scheint dabei die Frage der queerness. So konkurrieren derzeit Ansätze, die jede Form des Zukunftsbezugs als Wiederholung gesellschaftlicher Strukturen aus queerer Perspektive ablehnen (Edelman), sowohl mit Visionen, die jenseits identitärer Politiken auf geteilte Verletzbarkeit, Solidarität und Sorge zurückgreifen (Butler, Hark, Laufenberg), als auch mit Praktiken der sich immer weiter verschärfenden Abgrenzung von Zugehörigkeiten, um Institutionalisierung und radikal individuelle Emanzipation zu ermöglichen. Wie vor diesem Hintergrund Möglichkeiten queerer Gesellschaften imaginiert und/oder realisiert werden (können), wie sich mit den dargestellte gesellschaftlichen Veränderungen sowohl politische Ziele, als auch Formen der Zukunftserreichung verändern (müssen), und welche Zukunftsaussichten aus queerer Perspektive denkbar und lebbar, versperrt und in ihrer affektiven Besetzung zurückweisend erscheinen, soll in der vorliegenden Session zur Debatte stehen. Die durch die Überzeugung, dass es nicht so bleiben kann, wie es derzeit ist, erzeugten queeren Zukünfte, Visionen und Praktiken sind so selbst auf den Prüfstand zu stellen und einer kritischen Re-Analyse zu unterziehen.

Mit der Soziologie als Ort der Reflexion und Rekonstruktion queerer Utopien und Dystopien möchten wir so vor allem folgende Fragen bearbeiten:

  1. Wie sind queere Perspektiven innerhalb aktueller sozialer und politischer Zeitdiagnosen präsent oder inwiefern lassen sich Anschlüsse an diese herstellen? Welche Visionen queerer Zukünfte können daraus abgeleitet werden?

  2. Welche Möglichkeitsräume eröffnen und schließen sich für queere Praxen und Politiken in den aktuellen gesellschaftlichen Umstrukturierungen? Welche Zukünfte werden vor diesen Hintergründen denkbar, lebbar, begehrbar und erfahrbar?

  3. Welche Zukunftsvisionen entstehen derzeit in queeren Zusammenhängen? Welche Vorstellungen zirkulieren und in welchen Praxen bestehen Versuche und Erfolge ihrer Umsetzung?

  4. Welche queeren Kritiken, Erweiterungen und Überarbeitungen von Möglichkeiten, Kämpfen und Zukünften zirkulieren gegenwärtig in aktivistischer Praxis und/oder in reflexiver Akademie? Auf welchen gesellschaftstheoretischen Diagnosen, analytischen Mechanismen, Ein- und Ausblendungen basieren diese?

  5. Wie ist politische Praxis unter den Bedingungen von Versicherheitlichung, Atomisierung und Vereinnahmung sowie Freisetzung, De-Institutionalisierung und Entgrenzung zu denken? Welche queeren Perspektiven scheinen damit möglich und unmöglich?

Geplant ist die Session als Panel mit 4 Beiträgen á 20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion. Erbeten werden Vorschläge für Beiträge in deutscher oder englischer Sprache. Senden Sie Ihre Abstracts bitte per Email an queerezukuenfte@gmx.de. Sie sollten höchstens 2500 Zeichen umfassen. Einsendeschluss ist der 17.3.2019. Eine Benachrichtigung über die Annahme Ihres Beitrags erhalten Sie Mitte April.

CfP_Queere Zukünfte.pdf

Für die Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS 

Folke Brodersen, Joris A. Gregor, Michaela Müller, Andrea Nachtigall

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CfA: Gender-based Violence in Higher Education. Deadline 12 March 2019

Call for Abstracts

Gender-based Violence in Higher Education
International Workshop to Connect Ongoing Research

May 8-9, 2019 at GESIS-Leibniz Institute for the Social Sciences, Cologne, Germany

The workshop provides a platform for scientific exchange on various aspects relating to the study of gender-based violence (GBV) in universities and research institutions in Europe, including sexualized violence such as sexual harassment and gendered cyber bullying. The workshop is an opportunity to connect your research to other researchers’ ongoing work. We will have presentations and open space sessions to deepen the discussions and network. Our working language will be English.

We invite submissions which address the following aspects:

– Forms of gender-based violence and harassment, case studies focusing on specific academic disciplines, institutions, countries, or status groups.

– Measuring and analyzing GBV on campus, including the prevalence, gender stereotyping in questionnaires, measurement instruments, measurement bias, coverage bias, multivariate analysis of GBV, the role of intersecting characteristics e.g. gender identity, ability, age, social status, and research ethics.

– The relationship between GBV and perceptions of harassment with gender regimes, stereotyping, sexism, prejudices, social competences, political inclinations, and extremism.

– Research findings on interventions against GBV in higher education, including training, policies and legal frameworks, as well as bystander interventions, etc.

How to submit

We encourage proposals from researchers from a variety of backgrounds. Please submit a) your cover letter (max. 300 words), and b) an abstract of the research you would like to present (max. 700 words) by email to gbv-in-he@gesis.org by 12 March 2019. Please provide the title of the abstract, author names, and affiliations with your abstract. You will be notified about acceptance by 25 March 2019. Please indicate in your cover letter whether you wish to facilitate an open space discussion (and the topic) in addition to your presentation, state your motivation to attend the event.

Event Organizer

CEWS Center of Excellence Women and Science is the national hub for the realization of gender equality in science and research in Germany. CEWS serves as a think tank for this political field, offering impetus for new ideas, initiating processes of change in support of science as well as actively creating and engaging the necessary transfer processes between science and politics. CEWS is part of GESIS – Leibniz-Institute for the Social Sciences, an internationally active research institute, funded by federal and state governments and member of the Leibniz Association. As the largest European infrastructure institute for the social sciences GESIS offers advice, expertise and services at all stages of scientists‘ research projects.

https://www.gesis.org/fileadmin/cews/www/pdf/Call_for_Abstracts_Gender-based_Violence_in_Higher_Education.pdf

Dr. Anke Lipinsky
Senior Researcher
GESIS – Leibniz Institute for the Social Sciences
Department Monitoring Society and Social Change
Center of Excellence Women and Science (CEWS)
Unter Sachsenhausen 6-8
50667 Cologne, Germany
anke.lipinsky@gesis.org
http://www.gesis.org/cews

 

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