Tagung: Zwischen Annäherung und Abgrenzung. Religion und LSBTIQ* in gesellschaftlicher Debatte und persönlichem Erleben, 30.11. – 2.12.2018

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Zwischen Annäherung und Abgrenzung. 
Religion und LSBTIQ* in gesellschaftlicher Debatte und persönlichem Erleben. 
Tagung vom 30.11. – 2.12.2018

Die Frage, in welchem Verhältnis die großen monotheistischen Religionen zu LSBTIQ* stehen, kann vermutlich nur kontextspezifisch beantwortet werden. Hier greifen gesellschaftliche Vorstellungen, Community-Interessen sowie persönliche Sozialisation und Erfahrungen auf unterschiedliche Weisen ineinander.

Die Tagung betrachtet das Verhältnis von Religion und LSBTIQ* multiperspektivisch. Es geht zum einen um die Frage, welche persönlichen Erfahrungen LSBTIQ*s mit den Glaubensgemeinschaften gemacht haben, denen sie sich zugehörig fühlen und wie sie diese unterschiedlichen Zugehörigkeiten (LSBTIQ* sein und religiös sein) miteinander in Einklang bringen.

Wie kann individuelle Emanzipation im Kontext von Religionsgemeinschaften funktionieren – oder stehen sich hier konträre Ziele entgegen?

Zum anderen soll betrachtet werden, wie Religion und LSBTIQ* gesellschaftlich verhandelt werden, und welche Vorstellungen und Bilder im gesellschaftlichen Diskurs sichtbar werden. Sind schwule Muslime, christliche Lesben, jüdische Trans*-Menschen oder buddhistische Queers in der öffentlichen Wahrnehmung vorstellbar? Und falls nein, warum nicht? Wenn es um Religiosität, Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, sexuelle und geschlechtliche Identität geht, stellt sich immer wieder die Frage: Was gilt als privat, was als öffentlich oder politisch? Nehmen hier Theologie, Judaistik oder Islamwissenschaft eine Brückenfunktion ein? Oder gerade nicht?

Schließlich werden wir der Frage nachgehen, was das Verhältnis zwischen Emanzipationsbeweger*innen und Religionsvertreter*innen schwierig machte, auf welchen Ebenen aber auch eine Kooperation möglich war.

Referent*innen und Themen:

 Márcia Elisa Moser, M.A.

Alles nur heteronormativ, rigide und körperfeindlich? Religionswissenschaftliche Perspektiven auf das Verhältnis von Religion und Sexualität.

Sabine Exner, M.A.

Homosexualität als mehrdimensionales Spannungsmoment – eine diskursanalytische Betrachtung amerikanischer Judentümer

Danijel Cubelic, M.A.

Erlaubter und verbotener Sex im Islam: Religiöse Normen und Rechtspraxis

Martin Friedrich Kagel, M.A.

Der Buddhismus Nichiren Daishonins – die Wertschätzung der Einzigartigkeit in der Vielfalt

Dr. Michael Brinkschröder

Liberal oder Pastoral? Theologische Ansätze zur Akzeptanz von LSBT-Personen in der evangelischen und katholischen Kirche

Dr. Gerhard Schreiber:

Geschlechtliche Vielfalt aus theologischer und kirchlicher Sicht. Eine Bestandsaufnahme

Joachim Bartholomae

Feuertaufe oder Visionssuche – Die Suche nach Erleuchtung in James Baldwins „Von dieser Welt“ (1953) und Richard Amorys „Lied des Sterntauchers“ (1966).

Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn:

Gleichgeschlechtliches Begehren: Über die Notwendigkeit christlicher Scham

Podiumsdiskussion

Annäherung oder Abgrenzung? Zum Verhältnis zwischen Emanzipationsbeweger*innen, Religionen und deren Vertreter*innen

Leitung und Moderation: Dr. Rainer Marbach, Dr. Carolin Küppers, Dr. Martin Schneider, Dr. Volker Weiß

In Kooperation mit dem VNB-Göttingen und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=8098

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