Podiumsdiskussion und Publikumsgespräch: Solidarität im Konflikt

solidarität im konflikt

Podiumsdiskussion und Publikumsgespräch
mit Urmila Goel, Najwa Ouguerram und Sabine Mohamed

Freitag, 11. Mai 2018, 19:00 Uhr
aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, Berlin-Kreuzberg, U-Kottbusser Tor

dt. / engl. , mit Verdolmetschung in DGS

Was bedeutet Solidarität angesichts widersprüchlicher Interessen? Was heißt es, Solidarität nicht strategisch zu denken, sondern ausgehend von unseren – machtdurchdrungenen – Beziehungen? Kann Solidarität verhindern, dass Konflikte in Gewalt münden? Kann Konflikt zu einem wichtigen Aspekt unseres Miteinanders werden?

Strukturelle und historische Gewalt positionieren uns in Welt und Umwelt in einer Art und Weise, die wir uns nicht ausgesucht haben und auch nur begrenzt beeinflussen können. Aus der Beharrlichkeit struktureller Gewalt und der generationenübergreifenden Weitergabe von Gewalterfahrungen erwachsen besondere Herausforderungen oder sogar Notwendigkeiten für solidarische Praxen. Wie können wir leidvollen Erfahrungen sorgsam begegnen? Wann stößt Solidarität an ihre Grenzen? Im gemeinsamen Gespräch zwischen Gäst*innen Urmila Goel, Najwa Ouguerram, Sabine Mohamed und dem Publikum wollen wir ausloten worin diese bestehen.

Urmila Goel ist Gastprofessorin am Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsinteressen sind Migration und Rassismus, Geschlecht und Sexualität sowie Intersektionalität. Mehr Informationen auf www.urmila.de

Najwa Ouguerram arbeitet für das Center for Intersectional Justice in Berlin. Dies geschieht zumeist von Paris aus, wo sie ihre M.A. Arbeit zu den Herausforderungen schreibt, denen Queers of Color in postkolonialen Gesellschaften begegnen. Najwa ist in Paris in verschiedenen Gruppen engagiert, die sich mit Rassismus und Queerphobie aus intersektionaler Perspektive befassen.

Sabine Mohamed ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. Sie promoviert in der Ethnologie in Heidelberg zum Thema Einschreibungen von ethnischer Differenz und Pluralismus im alltäglichen Leben in Addis Abeba in Äthiopien. Sie interessiert sich für Fragen der Repräsentation, Gewalt, Differenz und Mimesis. Ihr queer-feministischer think tank ist das Gemeinschaftsblog die Mädchenmannschaft.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe Wann wird es Gewalt?
Konzept: Antke Engel und Ferdiansyah Thajib

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