[Reminder] POLITIKEN DER ZUGEHÖRIGKEIT II, Vortrag von Hanna Meißner am 10. Januar 2018, 18 Uhr ZIFG, TU Berlin

Im Rahmen des zweiten Teils der Ringvorlesung „Politiken der Zugehörigkeit“ hält Hanna Meißner am 10.01.2018 am ZIFG einen Vortrag unter dem Titel: Subjektkritik revisited – Ein anderes Subjekt ist möglich?

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts werden im Kontext poststrukturalistischen Debatten radikale Verunsicherungen hinsichtlich der modernen Figur des Subjekts diskutiert. Dies hat viel Unruhe ausgelöst: Gibt es keine Subjekte (mehr)? Bedeutet Subjektkritik den Abschied vom Subjekt? Was bedeutet Subjektkritik im Hinblick auf Sinngebung und Handlungsfähigkeit? In diesem Vortrag wird der Frage nachgegangen, was (wenn überhaupt) in der Kritik des Subjekts eigentlich genau verloren geht, wovon es sich zu verabschieden gilt und wer – aus welcher Position – einen solchen Abschied vollziehen könnte. Im Anschluss an feministische Theorien soll dabei argumentiert werden, dass Subjektkritik nicht als Verlustgeschichte zu erzählen ist, sondern als zu begrüßender Anlass zur Umarbeitung von Subjektivität, um dadurch neue Möglichkeiten, neue Imaginationsräume auch im Hinblick auf Zugehörigkeit, Assoziation und Solidarität zu eröffnen.

Ort: TU Berlin, Marchstraße 23, 10587 Berlin

Raum MAR 0.011

Beginn: 18-20 Uhr, im Anschluss Brezeln und Wein

Am 24.01.2018 setzt Yv Nay das Programm fort mit einem einen Vortrag unter dem Titel: Familiengefühle – Die affektiv strukturierte Normalisierung von ›Regenbogenfamilien‹

Wie verändert sich die herrschende Auffassung von Familie, wenn neuerdings auch Lesben, Schwule und Trans* Kinder erziehen? Wie wird gesellschaftspolitisch debattiert, wer als Familie zählt? Diese Fragen diskutiert der Vortrag auf der Grundlage einer ethnographischen Studie zum Thema. Er zeichnet nach, wie die Figur der ›Regenbogenfamilie‹ als Kristallisationspunkt für die Aufweichung von Normalitätsvorstellungen von Familie dient und gleichzeitig konstitutiv mit einer Verfestigung rassistischer, kulturalisierender und nationalistischer Normen zusammenhängt. Die Ausführungen münden in eine affekt-theoretische Reformulierung des analytischen Begriffs ›Heteronormativität‹ als Sehnsucht nach Normalität und in eine Skizze für eine Konzeption queerfeministischer Politiken affektiver Paradoxien.

Das gesamte Programm der Ringvorlesung finden Sie hier:

http://www.zifg.tu-berlin.de/fileadmin/i44/Flyer/rvl_ws17_flyer.pdf

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