Suche nach einer Beauftragten für Integration und Migration – Stellenausschreibung]
Veröffentlicht | von Christine Wolf | am Mai 11, 2012 | unter Stellenangebote/Stipendien/Ausschreibungen | Bisher keine Kommentare
Stellenausschreibung
Behörde: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Bezeichnung: Beschäftigte/r mit Dienstvertrag, Entgelt in Höhe der Dienstbezüge nach BesGr. B 5
Die Übertragung der Aufgabe erfolgt gemäß § 5 Abs. 1 des Partizipations- und Integrationsgesetzes (PartIntG) befristet für 5 Jahre. Darüber hinaus stellt die Funktion eine Führungsaufgabe mit Ergebnisverantwortung gemäß § 5 Abs. 3 Verwaltungsreform-Grundsätze-Gesetz (VGG) dar.
Teilzeitbeschäftigung ist bei individueller Arbeitszeitgestaltung unter Berücksichtigung dienstlicher Belange möglich
Besetzbar: 01.07.2012
Kennzahl: 8/12
Arbeitsgebiet: Beauftragte/r des Senats von Berlin für Integration und Migration und zugleich Leiter/in der Abteilung III der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.
1. Die Aufgabenstellung ergibt sich maßgeblich aus den Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung von Partizipation und Integration in Berlin und gestaltet sich als eine verwaltungsübergreifende und gesellschaftspolitisch bedeutsame Querschnittsfunktion mit Signalwirkung über die Berliner Landesverwaltung hinaus.
Aufgabenschwerpunkte sind die Bearbeitung von Grundsatzfragen sowie die Durchführung und Koordinierung ressortübergreifender Maßnahmen der Integrations- und Migrationspolitik insbesondere zur Umsetzung des Partizipations- und Migrationsgesetzes, des Berliner Integrationskonzeptes und der interkulturellen Öffnung unter Verwendung des Berliner Integrationsmonitors.
Hierzu sind Konzepte, Strategien und Maßnahmen zu initiieren und koordinieren
- um Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaft-lichen Lebens zu geben
- zum Abbau von Integrationshemmnissen und struktureller Benachteiligung
- zur Wahrung von Respekt, Akzeptanz und für ein friedliches Miteinander aller Berliner und Berlinerinnen
- zur Prävention gegen Diskriminierung und Gewalt
- zur Förderung der interkulturellen Kompetenz und Toleranz
- gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus
- zur kulturübergreifenden Verständigung
- zur Schaffung einer Willkommenskultur
- zum Abbau von Vorbehalten und Berührungsängsten zwischen
den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und der Förderung des interreligiösen Diskurses, so z.B. durch die Begleitung des Islamforums Berlin
Angelegenheiten von Flüchtlingen, Asylbewerberinnen/Asylbewerbern und Zugewanderten
Förderung und Unterstützung von im Politikfeld tätigen freien Trägern, Institutionen, Netzwerken und Selbstorganisationen
Mitgliedschaft im Landesbeirat
Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner für Menschen mit Migrationshintergrund
Leitung der Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten
Berichterstattungen und Abstimmungsverfahren betr. Senat, Abgeordnetenhaus, Bundesrat und Deutschem Städtetag oder den Eurocities u.a.m.
Öffentlichkeitsarbeit
2.Die Aufgabenstellung umfasst maßgeblich auch Führungsverantwortung für ca. 24 dauerhaft unterstellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ggfs. weitere befristet eingesetzte Dienstkräfte und die finanzielle Verantwortung als Beauftragte/r für den Haushalt des Haushaltskapitels 0910
Gesucht wird hierfür eine überdurchschnittlich engagierte und qualifizierte Führungspersönlichkeit, die Entscheidungs- und Problemlösungstechniken beherrscht und bereit und in der Lage ist, auch in Kontroversen sachlich und objektiv ihren/seinen Standpunkt zu vertreten und durchzuhalten und folgende Anforderungen erfüllt :
Anforderungen: Formale Voraussetzungen:
Ein vorzugsweise mit Prädikat abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (bevorzugt der Fachrichtungen Sozial-, Verwaltungs- oder politischen Wissenschaften bzw. der Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften) ist zwingend.
Darüber hinaus sind langjährige berufliche Erfahrungen in einschlägigen Tätigkeiten sowie Führungs- und Leitungserfahrungen erforderlich.
Fachliche Kompetenzen:
Unabdingbar sind fundierte und vertiefte Kenntnisse der Integrations- und Migrationspolitik sowie der relevanten Rechtsgrundlagen und Vorschriften auf EU-, Bundes- und Landesebene, die zu einer innovativen Politikberatung der Ressortleitung befähigen. Darüber hinaus sind Kenntnisse und Erfahrungen über geeignete Maßnahmen zur Antidiskriminierung und Gewaltprävention sowie zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus unabdingbar. Eine ausgeprägte interkulturelle Kompetenz mit einem hohen Maß an Toleranz und Einfühlungsvermögen für und in die Belange, Wünsche und Probleme der Einwohner Berlins mit Migrationshintergrund ist ebenfalls unabdingbar.
Sehr wichtig sind Managementgrundlagen der Führung: Kenntnisse im Gesundheits- und Personalmanagement (z. B. Organisations-, Change-, Qualitäts-, Projektmanagement) und entsprechende Rechtsgrundlagen wie Tarif- und Dienstrecht (TV-L, BeamtStG, LBG sowie AGG, LGG,
PersVG, SGB IX); Erfahrungen im Umgang mit politischen Institutionen, Gremien, freien Trägern und Verbänden sind ebenfalls sehr wichtig.
Wichtig sind Kenntnisse über die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften zur Berliner Verwaltungsreform, insbesondere über die Ziele und Inhalte des Verwaltungsreform-Grundsätze-Gesetzes (VGG), Kenntnisse im Flüchtlings-, Asylbewerber- und Zuwanderungswesen sowie Kenntnisse betriebs- und volkswirtschaftlicher Zusammenhänge.
Erforderlich sind IT-Kenntnisse zur Bürokommunikation und Praxiserfahrungen mit Microsoft-Produkten wie MS-Office, insbes. MS-Word u. MS-Outlook, Erfahrungen in der Erarbeitung und Steuerung eines Haushaltskapitels.
Außerfachliche Kompetenzen:
Unabdingbar sind Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit, Selbständigkeit, Konfliktfähigkeit, soziales Verständnis (Diversity-Kompetenz) sowie
Erfahrungen in der Mitarbeiterführung.
Sehr wichtig sind Organisationsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Verhandlungs- und Argumentationsgeschick, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Genderkompetenz, Dienstleistungsorientierung sowie Delegations- und Motivationsfähigkeit.
Wichtig sind darüber hinaus die Fähigkeit zu wirtschaftlichem Handeln, Kenntnisse und Erfahrungen in Präsentations- und Moderations-techniken.
Nähere Informationen können dem Anforderungsprofil entnommen werden, dass bei Frau Flügel – Z C 16 – Sandra.Fluegel@senaif.berlin.de / Tel. (030) 90282618 angefordert werden kann. Bei Bewerbern/-innen, die bereits im öffentlichen Dienst tätig sind, bin ich gehalten, im Rahmen des Auswahlverfahrens auch eine aktuelle dienstliche Beurteilung (nicht älter als ein Jahr) oder ein Zwischenzeugnis oder Zeugnis zu berücksichtigen. Sollte dies nicht vorliegen, bitte ich die Erstellung einzuleiten.
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen ist bemüht, die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen herzustellen. Ich möchte deshalb die Frauen, die die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, ermuntern, sich zu bewerben.
Ebenso strebt der Senat die Erhöhung des Migrantenanteils in der Berliner Verwaltung an. Ich bin daher an Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund besonders interessiert.
Behinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie auf eine Behinderung ggfs. bereits in der Bewerbung hin. Bewerbungen – sowie ggf. die Einverständniserklärung zur Personalakteneinsicht – sind bis zum 13.05.2012 unter Angabe der Kennzahl 8/12 an die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – AL Z -, Oranienstraße 106, 10969 Berlin zu richten.
Aus Gründen der Portoersparnis werde ich sämtliche Unterlagen über den Dienstpostenaustausch versenden. Ich bitte daher um Angabe Ihres Bearbeiterzeichens. Ansonsten können aus Kostengründen Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.
Dilek Kolat
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Tags: Integration und Frauen > Senatsverwaltung für Arbeit
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