Queerfeminismus & Ökonomiekritik — 3 Veranstaltungen im Mai
Veröffentlicht | von MaLu | am April 30, 2012 | unter Veranstaltungen-Wissenschaft | Bisher keine Kommentare
Queerfeminismus& Ökonomiekritik — 3 Veranstaltungen im Mai
1.)
Gabriele Winker: Care Work – Geschlechterverhältnisse im
Wandel neoliberaler Regulierung
Donnerstag 10.Mai 2012, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kinderbauernhof im Görlizerpark, Wiener Str.59 b,
Eingang durch den Park
19:30-20:45 Uhr
Am Beispiel von Care Work (Pflege- und Fürsorgearbeit) legt Gabriele Winker den Wandel von Geschlechterverhältnissen dar. Die Rolle der Frauen ist in Bewegung. Die Frau von heute arbeitet, plant ihre Karriere und ist selbstbewusst und doch wird der Großteil der familiären Care Arbeit: der Kindererziehung, Pflege von Kranken und Alten von Frauen erledigt. Männer sind trotz der Entwicklung des “neuen Mannes” immer noch unterproportional beteiligt. Dies setzt Frauen mit der sogenannten Doppelbelastung weiter unter Druck. Neben der Frage, wie diese Arbeiten verteilt sind und wer sie macht? Taucht noch die Frage der Wertigkeit auf, Care Arbeiten werden zum überwiegenden Teil unbezahlt im Rahmen der Familie verrichtet und auch als Dienstleistung sind sie schlechter bezahlt als andere Branchen. Woher kommt diese materielle aber auch gesellschaftliche Abwertung? Sind Care-Dienstleistungen weniger profitabel, als andere Branchen? Und was für ökonomische Tendenzen üben Druck auf die Organisation der Care Arbeit aus? Wir hoffen, dass Gabriele Winker uns bei der Beantwortung dieser Fragen weiterhilft und freuen uns auf einen spannenden Austausch.
Direkt im Anschluss:
20:45-22 Uhr Diskussionsrunde: Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse
Es diskutieren: Gabriele Winker, Silke Chorus, Lisa Gabriel Einige Feministinnen nehmen zur Zeit die Betrachtung der Care Arbeiten zum Anknüpfungspunkt, um an Hand von Care Work aufzuzeigen, dass Geschlechterverhältnisse Produktionsverhältnisse sind. Dies zeigt sich u.a. dadurch, dass eine Verschiebung innerhalb der Geschlechterverhältnisse und z.B. ihrer Rollenmodelle und Arbeitsteilungen unmittelbar Auswirkungen auf die Organisation der Reproduktion und Produktion haben. Geschlechterverhältnisse und Ökonomie hängen eng zusammen. Bei der Diskussion wollen wir Momente dieser Wechselwirkung genauer betrachten.
2.)
Das Kapital von Marx für Feministinnen& friends
Sonntag 13. Mai 2012, 10-12 Uhr – Workshop
Veranstaltungsort: faq, Jonasstr.40, Neukölln
Wir wollen uns mit einigen Begriffe der Kritik der politischen Ökonomie von Marx aus dem ersten Band des Kapitals beschäftigen, wie z.B. “Wert der Ware Arbeitskraft” oder “Gebrauchswert und Tauschwert”. Die Begriffe werden so vorgestellt, dass sie auch verständlich sind, wenn mensch sich noch nicht mit Marx beschäftigt hat. Dann wollen wir aus feministischer Perspektive betrachten, was uns diese Begriffe bringen, um den Kapitalismus zu analysieren und was mit ihnen nicht benannt wird, wo eine feministische Analyse ergänzt werden muss.
3.)
Queerfeminitische Ökonomiekritik – eine Einführung
Sonntag 13. Mai 2012, 12:30-14 Uhr – Workshop
Veranstaltungsort: faq, Jonasstr.40, Neukölln
Feministische und Queerfeministische Kritik an der politischen Ökonomie gibt es schon lange. Die Einführung bietet einen kurzen Überblick über formulierte Kritiken von Feministinnen und Queefeministinnen und möchte darüber gemeinsam ins Gespräch kommen. Dabei wird den Fragen nachgegangen, wie Kinderbetreuung, Essen kochen, Fürsorge- und Pflegearbeiten mit der Ökonomie zusammenhängen? Warum manche Arbeiten so unsichtbar und gesellschaftlich abgewertet sind? Wie Geschlechterrollen und Arbeitsteilungen sich mit der Organisation von Lohnarbeit bedingen?
Und welche Forderungen und Perspektiven (Queer)Feministinnen dazu entwickelt haben.
Also Geschlecht und Ökonomie das hat miteinander zu tun, doch was bedeutet das für unser Politikverständnis.
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