Discussion Paper “Gender Mainstreaming in Employment Policies in Germany”
Veröffentlicht | von Marius Zierold | am Januar 11, 2010 | unter Publikationen | 1 Kommentar
- Discussion Paper 08, 12/2009: Elisabeth Botsch, Friederike Maier: Gender Mainstreaming in Employment Policies in Germany
- Download: http://www.harriet-taylor-mill.de/pdfs/discuss/DiscPap8.pdf
Gender Mainstreaming, d.h. die Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten bei der Konzeption und Durchführung sowie der Evaluierung von Politiken ist eine der Grundprinzipien der europäischen Politik. Alle europäischen Regierungen haben sich auf diese Grundsätze geeinigt, aber nur wenige Länder entwickeln tatsächlich Gender Mainstreaming-Ansätze. Das Discussion Paper zeichnet die Entwicklung der Beschäftigungspolitik in
Deutschland seit Mitte 2000 nach und analysiert geschlechtsspezifische Auswirkungen. Es zeigt sich, dass viele Elemente der weitreichenden Reformen des Arbeitsmarktes, die seit 2005 in Kraft getreten sind, sich negativ auf
die Beschäftigungssituation der Frauen ausgewirkt haben, vor allem in Bezug auf die Löhne und Arbeitsbedingungen. Die Bundesregierung verfolgte diese Politik weiterhin, obwohl sie dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz
verpflichtet ist und obwohl die negativen Auswirkungen absehbar sind. Die Analyse des Papers bezieht sich auf die Zeit bis 2008, die aktuellen Entwicklungen seit Beginn der ökonomischen Krise sind noch nicht enthalten.

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Tags: Beschäftigungspolitik > Discussion Paper > Gender Mainstreaming > Gleichheitsgrundsatz
Kommentare
One Response to “Discussion Paper “Gender Mainstreaming in Employment Policies in Germany””
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Januar 13th, 2010 @ 12:32 pm
Tatsächlich ist doch Gender Mainstreaming nichts anderes als die zuvor gehabte Frauenpolitik. Daran hat sich nichts geändert. Die gewünschte Win-Win-Situation für Mann und Frau ist weder angepeilt worden, noch hat sie die erforderlichen Aspekte um das Ziel zu erreichen. Gender Mainstreaming – auch wenn in Peking gut gemeint – hat das Gegenteil von dem Erreicht was es zu erreichen gilt. Gleichheit – nicht Unterscheide – welche bekannterweise immer zu Hierarchisierung führt!