CFP: Identitaet im Spiegel der Interdisziplinaritaet – Berlin Zentrum Marc Bloch 27.11.15

CFP: Identität im Spiegel der Interdisziplinarität
————————————————————————

Zentrum Marc Bloch
27.11.2015, Berlin, Zentrum Marc Bloch
Deadline: 31.05.2015

CALL FOR PAPERSDEUTSCH-FRANZÖSISCHE TAGUNG FÜR
NACHWUCHSWISSENSCHAFLERINNEN
Identität im Spiegel der Interdisziplinarität: Sprach-, Literatur- und
Sozialwissenschaften im Dialog
Zentrum Marc Bloch, Berlin
Interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Frankreich-Deutschland
(GIRAF-IFFD)
Freitag, den 27. November 2015
In den aktuellen medialen und politischen Debatten taucht der  Begriff
“Identität”  immer wieder vermehrt auf, bspw. in den Diskussionen über
den Multikulturalismus oder die Herausbildung einer  gemeinsamen
europäischen Identität. Obwohl  sich  unterschiedliche wissenschaftliche
Disziplinen den Begriff  “Identität”  zu eigen machen, bleibt der
Gebrauch dieses theoretischen Begriffs in der Praxis oft hermetisch.
Diese deutsch-französische Tagung  für  NachwuchswissenschaftlerInnen
thematisiert diese Undurchlässigkeit zwischen den Sozial-, Literatur-
und Sprachwissenschaften. Ziel der Tagung ist es, den Begriff
“Identität” anhand methodischer Ansätze aus unterschiedlichen
Disziplinen sowie aus beiden (deutsch- und französischsprachigen)
wissenschaftlichen Traditionen zu hinterfragen. Dabei stehen mögliche
Schnittpunkte und  Überlappungen zwischen den Sozial-, Literatur- und
Sprachwissenschaften im Fokus.

Über den schwierigen Dialog zwischen Linguistik und Sozialwissenschaften

Obgleich der Zusammenhang zwischen linguistisch-diskursiven Praktiken,
Identitätsbildung und Machtverhältnissen ein klassischer  Gegenstand der
Sozialwissenschaften darstellt, haben interdisziplinäre Ansätze bisher
noch zu wenig zu empirischen Studien auf diesem Gebiet geführt. Die
Arbeiten von diversen  Forschern,  wie  z.B. Reinhart KOSELLECK,
Christian GEULEN (Begriffsgeschichte) oder auch Niklas LUHMANN in
diachronischer Semantik haben keinen neuen interdisziplinären,
deutsch-französischen Weg eingeschlagen, obgleich Forscher wie Jacques
GUILHAUMOU oder Dietrich BUSSE sich darum bemüht haben.       Die
Diskursanalyse  zum  Beispiel,  die  sich  als  interdisziplinäres
Forschungsfeld  (oder  -methode)  an  der  Schnittstelle  zwischen
Linguistik  und  Sozialwissenschaften  befindet,  ist  in Deutschland
und  Frankreich  in  sehr  verschiedene  Ansätze  gemündet.  So ist  die
deutsche,  von FOUCAULT beeinflusste  Diskursanalyse, die in  den
“Diskursregeln” die Offenbarung der “Gesellschaftsregeln” zu sehen
vermag (WEDL, 2007: 51), vor allem soziologisch geprägt, während die
französische Schule der Diskursanalyse auf die Linguistik fokussiert.

Identität(en): ein Forschungsgegenstand am Scheideweg der Disziplinen

Im Hinblick auf das Thema dieser Tagung ist die scheinbare
Undurchlässigkeit der verschiedenen  Disziplinen umso  erstaunlicher,
als der Begriff  “Identität”  für eine dezidiert interdisziplinäre
Vorgehensweise geeignet ist. Wie ist das Zusammenspiel zwischen sozialen
und diskursiven Identitäten zu deuten? Wie ist die “Performativität” der
Sprache (Judith BUTLER), also der Aufbau einer sozialen Realität durch
die Sprache zu denken? Jede interdisziplinäre Überlegung zu dieser Frage
setzt deren Kontextualisierung voraus: In welcher Umgebung bilden
Individuen und/oder Gruppen ihre Identität(en)? Drei
Forschungsrichtungen werden in diesem Kontext berücksichtigt:

1. Panel: Identität(en), Kategorie(n) und Machtverhältnisse
Wenn Identität entweder als ein Prozess der Zuschreibung von außen
(insbesondere durch die herrschenden Gruppen, die über die
“Benennungsmacht” verfügen), oder als das Ergebnis dieses Prozesses
betrachtet wird, kommt man zu einer Herangehensweise,  die durch eine
binäre Kategorisierung geprägt ist (die traditionelle Dichotomie
sie/wir). Welche linguistischen Werkzeuge könnten in der Geschichte und
der Soziologie übernommen werden, um die Ko-Konstruktion der
Identität/Alterität zu erforschen? Wie können wiederum die Sprach- und
Literaturwissenschaften die Gegebenheiten aus diesem Kontext nutzen, um
die Vorherrschaft mancher “Formeln” (Alice KRIEG-PLANQUE) im
kommunikativen   Raum   zu  verstehen? Eine Herangehensweise, die
Sozialwissenschaften und Linguistik zusammenbringen würde,  könnte u.a.
die Analyse der Kategorien von  “Rasse”,  “Gender”  oder  Ethnizität
erneuern, seien diese getrennt oder in ihren Überkreuzungen (ihrer
Intersektionalität) betrachtet.
2. Panel: Identität als ein Prozess der Selbst-Identifizierung?
Wie eignen sich Individuen ihre Zugehörigkeiten an, oder wie erfinden
sie diese neu, wenn sie unter Zwang stehen? Dieses Panel interessiert
sich für empirische Fallstudien, die sich mit den diskursiven Praktiken
von individuellen sowie kollektiven Akteuren befassen. Wie drücken
soziale Bewegungen ihren Protest gegen externe Identifizierungen aus?
Wie setzen Minderheitsgruppen ihre Identitätsansprüche durch? Kann sich
die linguistische Gegenüberstellung von prä-diskursivem und diskursivem
Ethos dem soziologischen Gebrauch des Begriffs Ethos (z.B. des
professionellen Ethos) nähern? Dies sind einige der möglichen Fragen,
die in diesem Panel zu empirischen Untersuchungen führen könnten.
3. Panel: Das Ende der Identitäten: Auf dem Weg zu einer post-identity?
Bereits ab den 1980er Jahren kam es, hervorgerufen durch eine Strömung
aus dem Post-Strukturalismus, zu einer Infragestellung  des
Identitätsbegriffs  als  analytische  Kategorie, die weitgehend zu oft
gebraucht sei (Rogers BRUBAKER, 2001). Die Geisteswissenschaften wurden
von den Forschungsarbeiten der  Literaturwissenschaftler  G.K. SPIVAK
und Edward  SAÏD sowie des Soziologen Paul GILROY inspiriert. Dies
führte zum Aufkommen der Hybriditätsidee in den Post-Colonial Studies
als einer Alternative zur künstlichen Steifheit des Begriffs
“Identität”. Allgemein gesehen stellt sich in diesem Zusammenhang
außerdem die Frage, ob dieser Begriff überhaupt noch relevant ist. Geht
man nicht das Risiko ein, etwas zu reifizieren, was vielleicht nur eine
diskursive
Konstruktion ist, auch wenn von vielfältigen, ja widersprüchlichen
Identitäten innerhalb der von vermeintlich homogenen sozialen Gruppen
oder der Individuen die Rede ist?

Praktische Informationen

Die Tagung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen,  insbesondere
Promovierende. Tagungssprachen sind Deutsch und Französisch. Die
Vorträge sollen nicht länger als 20 Minuten dauern. Interdisziplinäre
Forschungsansätze sowie monodisziplinäre Ansätze,  die unterschiedliche
Wissenschaftstraditionen zu vereinen versuchen, sind besonders
willkommen. Die Tagung findet am Freitag, den 27.11.2015 von 9:00 bis
17:30 im Zentrum Marc Bloch (Berlin) statt. Nach Möglichkeit werden die
Reise- und Übernachtungskosten sowie die Verpflegung vor Ort für die
TeilnehmerInnen übernommen (max. 135EUR für die Reisekosten).

Kalender
Bitte senden Sie Ihren  Beitragsvorschlag (max. 500 Worte)  mit
Kurzbiografie bis  spätestens 31.05.2015 an folgende Adressen:
naomi.truan@ens-lyon.fr; dchemeta@gmail.com; lea.renard@iepg.fr. Zusagen
über angenommene Beiträge werden bis zum 25.06.2015 verschickt.  Für
weitere Informationen über GIRAF-IFFD siehe auch die Webseite:
http://www.giraf-iffd.eu

Organisationsteam
Naomi Truan, Université Paris IV-Sorbonne / Freie Universität, Berlin /
Centre Marc Bloch
David Chemeta, Université de Strasbourg
Léa Renard, Université de Grenoble / Université de Potsdam / Centre Marc
Bloch

Veröffentlicht unter Call for paper | Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltungsreihe ” feministische Perspektiven auf anti-muslimischen Rassismus”; Frauen*referat im AstA der Freien Universität Berlin

Liebe Studentinnen und Studenten,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Frauen*referat im AstA der Freien Universität Berlin lädt zu einer
Veranstaltungsreihe zum Thema “feministische Kritik an antimuslimischem
Rassismus und Islamophobie – Perspektiven feministischer Praxis” ein.

I.
28.5. 18 Uhr, Hörsaal 2, Rost- und Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45
Dr. Zülfukar Çetin
“Anti-muslimisch rassistischer Homophobiediskurs”

“Dort bin ich schwul, hier bin ich Ausländer …” Zülfukar  Çetin zeigt
anti-muslimisch rassistische Tendenzen im aktuellen Homophobiediskurs
auf und wie dieser durch Homonationalismus negativ beeinflusst wird. Er
macht deutlich, dass Homophobie aus den Prämissen der Heteronormativität
und den daraus folgenden Normalisierungsprozessen resultiert.

Zülfukar Çetin lehrt an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin im
Bereich Soziale Arbeit. Seine Doktorarbeit zu Homophobie und
Islamophobie wurde 2014 im Rahmen des Deutsch-Türkischen
Wissenschaftsjahrs mit dem Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Seit
Oktober 2014 arbeitet er an seinem Post-Doc-Projekt “Die Dynamik der
Queer-Bewegung in der Türkei als Beispiel für den Widerstand der
Zivilgesellschaft” als  Mercator-IPC-Fellow bei der Stiftung
Wissenschaft und Politik. Er ist Vorstandsmitglied des Türkischen Bundes
in Berlin-Brandenburg. Seine letzte Publikation /Gespräche über
Rassismus. Perspektiven & Widerstände/ ist im März 2015 im /Verlag
Yılmaz-Günay/ erschienen

II.
4.6. 18 Uhr, Hörsaal 2, Rost- und Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45
Fanny Müller-Uri
“Sexismus der Anderen – feministische Argumentationsmuster als
Deckmantel rassistischer Stereotype”

Kriege im Namen von Frauen*rechten, CDUler_innen, die vor der Homophobie
muslimischer Zuwander_innen warnen und die ewige Debatte um
das unterdrückerische Potential auf  dem Kopf getragener Tücher:
Feministische Rhetorik wird auszugsweise zunehmend auch von
konservativen und rechten politischen Lagern bemüht. Umfassende
emanzipatorische Grundsätze bleiben dabei zwangsläufig auf der Strecke,
vergegenwärtigt mensch sich, wer hier eigentlich wen, wie, vor was
retten will. Doch  wozu dann all die mal mehr, mal weniger schönen Worte
– welche  Funktionen erfüllen Versatzstücke feministischer Kämpfe in
reaktionären Diskursen? Und wie steht es wiederum um Reflektionen
rassistischer Muster in der feministischen Bewegung selber – welchen
Ansprüchen muss eine radikale Kritik genügen, um nicht in Paternalismus
zu verfallen?

Fanny Müller-Uri arbeitet als Politikwissenschaftlerin, Autorin und
freie Trainerin in Wien. Ihre Themenschwerpunkte sind neben kritischer
Rassismusforschung soziale Bewegungen und feministische Theorie und Praxis.

III.
11.6. 18 Uhr Seminarzentrum (gegenüber der Mensa)
Mag.a Amani Abuzahra, M.A.
“Muslimische Jugendliche (2./3.Generation) zwischen Selbst- und
Fremdbild – Anerkennung und Verkennung – Welche Rolle spielen
Diskriminierung und Islamophobie bei der Wahrnehmung des Selbst?”

Sowohl für Politik als auch für  Betroffene hatte es (teilweise
negative) Auswirkungen, sich bei den  Themen Anerkennung und ”
Minderheiten“ in Migrationsgesellschaften auf  ethnische, kulturelle
oder religiöse Identitäten zu fokussieren. Die  Vortragende wird zum
Thema Anerkennungsdiskurs sprechen und diesen  kritisch beleuchten –
unter anderem geht es um Ressourcenverteilung,  Machtpositionen und
inwiefern Möglichkeiten vertan werden, dass sich das  Potential
entwickeln kann, wenn mensch immer wieder auf das Thema  Integration und
Anerkennungskampf zurückgeworfen wird.

Mag.a Amani Abuzahra, M.A. ist Dozentin der Philosophie sowie der
Interkulturellen Pädagogik für das Lehramt für Islamische Religion in
Wien sowie an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/ Krems. Sie
ist Mitglied des Kompetenzzentrums für interkulturelles, interreligiöses
und interkonfessionelles Lernen an der Kirchlichen Pädagogischen
Hochschule Wien/Krems. Des Weiteren ist sie in der Erwachsenenbildung
tätig, berät Institutionen, Vereine und referiert zu Themen wie
Interkulturalität/ Interkulturelle Öffnung, Partizipation von
Muslim_innen, Identitätskonstruktionen muslimischer Jugendlicher,
Frauen* und Communities. Seit 2011 ist sie Mitglied des Obersten Rates
der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. 2012 erschien Amani
Abuzahras Buch “Kulturelle Identität in einer multikulturellen
Gesellschaft”.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen-Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Konf: “Honour Thy Father and Thy Mother”: Violence Against Parents in Past and Present; Oxford, June 6-7 2015

Konferenz: “Honour Thy Father and Thy Mother”: Violence Against
Parents in Past and Present – Oxford 07/15
————————————————————————

Dr. Raisa Maria Toivo (University of Tampere, Finland); Prof. Marianna
Muravyeva (Oxford Brookes University, UK)
06.07.2015-07.07.2015, Oxford, St. Anne’s College, University of Oxford

Incidents and patterns of violence against parents, understood as any
act by children that intimidates or harms the parents, have gained an
increasingly high profile in recent years. But while it is commonly
portrayed as a modern phenomenon rooted in a perceived crisis of family
policies, parenting styles or communication problems, recent research
into the history of domestic violence has documented the nature, extent,
and contexts within which parent abuse and parricide occurred in the
early modern period in Northern Europe and beyond. This workshop studies
the forms and methods of intra-family violence from the origins of
modern states’ formation unto the present day. It aims to map out the
state of the art of the research on family violence and especially on
violence by children against their parents, to bring together the
current specialists, to compare early modern and current ideas and to
suggest further points of research. The main research themes include
attitudes to family power relations and hierarchies, permissibility of
the usage of violence in the family, forms and types of violence against
parents, gender-based analysis of violence against parents, patricides
and matricides.

This is the second, concluding workshop organised by the Joint Committee
for Nordic Research Councils for the Humanities and the Social Sciences
as part of a wider Marie Curie funded project on parricide held by Prof.
Marianna Muravyeva. The first workshop, on the “Nordic Family, Violence
and Modernity” met in Tampere 22-24 Mary 2014 and focused on the
concepts and challenges of family and family violence in early modern
and modern Northern Europe (project webpage).

If you would like to attend the workshop in part or whole, please follow
the below link but keep in mind that the 25 available spaces will be
awarded on a first-come basis and that we cannot fund travel or
accommodation: Registration Form

For further information, please contact Tudor Georgescu
(Tgeorgescu@brookes.ac.uk)

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Veranstaltungen-Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Diskussion: “Die Freiheit nehm ich mir – Social Freezing, Praena-Test, Eizellspende – Familienplanung heute”; Berlin, 10.06.

Einladung zu „StreitWert – Politik im Dialog“

Die Freiheit nehm ich mir

Social Freezing, Praena-Test, Eizellspende – Familienplanung heute

Mittwoch, 10. Juni 2015, 19 – 21 Uhr

Heinrich Böll Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Weitere Informationen und Livestream

Mit:

Prof. Dr. Kathrin Braun, Institut für Politikwissenschaften, Wien

Prof. Dr. Klaus Zerres, Deutsche Gesellschaft für Humangenetik, Institut für Humangenetik, Aachen

Sarah Diehl, Publizistin und Dokumentarfilmerin, Berlin

Dr. Sven Bergmann, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Berlin

Corinna Rüffer, MdB, Sprecherin für Behindertenpolitik Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Ulrike Baureithel, Wochenzeitung Der Freitag

Die Gendiagnostik steht vor einer Umwälzung. Großbritannien erlaubt drei Eltern für ein gesundes Kind. In Deutschland steht ein neuer Bluttest für Schwangere, der Praena-Test, vor der Kassenzulassung. Anders als bisherige invasive und teure Tests, identifiziert er sicher und günstig z.B. Trisomie 21. Die einen sehen einen riesigen medizinischen Fortschritt. Andere befürchten eine Gesellschaft, in der es Kinder mit angeborenen Behinderungen nicht mehr geben wird.

2014 war der Begriff „Social Freezing“, die Aufforderung an junge Frauen, dem Job zuliebe Eizellen jetzt für später einfrieren zu lassen, das medial meist diskutierte Geschlechterthema hierzulande.

Von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik bis zu assistierter Reproduktion ist vieles inzwischen technisch möglich. Rechtliche Regelungen halten kaum Schritt. Was in Deutschland rechtlich nicht erlaubt ist, wird im Zuge von „Ausweichrouten der Reproduktion“ womöglich woanders eingekauft. So setzen sich auf subtile Weise Normen durch, wie der Nachwuchs beschaffen sein soll. Und alle machen mit? Soll die Freiheit der Fortpflanzung Grenzen haben und wenn ja, wer soll sie definieren?

Fachkontakt: Susanne Diehr, Email diehr@boell.de

Besuchen Sie uns auch unter www.facebook.com/Gunda-Werner-Institut

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

In Medienpartnerschaft mit der Wochenzeitung Der Freitag.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen-Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Faculty Lecturer Position Institute for Gender, Sexuality and Feminist Studies McGill University, Montreal

The Institute for Gender, Sexuality and Feminist Studies is hiring for a full-time, non-tenure track contract Faculty Lecturer.  Application deadline is June 8, 2015.  More information is included below in the job ad.

The Women’s Studies Program at McGill University’s Institute for Gender, Sexuality, and Feminist Studies (IGSF) invites applications for a Faculty Lecturer position to begin in August 1, 2015. This is a renewable, non-tenure stream, 12-month contract (academic staff position).
The successful candidate will have completed a PhD in a field pertinent to Women’s and/Gender Studies and a proven record of excellence in teaching. Candidates should be able to engage actively with scholars and students across a wide range of research interests and be willing to play a role in the further development of McGill University’s Women’s Studies programs, which are currently being integrated with our teaching program in Sexual Diversity Studies. Candidates will also be expected to actively participate in the intellectual life of the Institute for Gender, Sexuality, and Feminist Studies. Office space will be provided at IGSF.
The teaching load is normally eight, 3-credit (undergraduate and graduate) courses per year, spread over fall, winter and summer teaching terms. Courses to be taught include “Introduction to Women’s Studies,” “Feminist Theory and Research,” and other core and special topics courses in the curriculum. We are particularly interested in candidates with additional teaching expertise in at least one of the following areas: critical race feminism, indigenous feminisms, transnational feminisms, queer theory and sexuality studies, and social justice studies. In addition to teaching, other responsibilities include participation on the Women’s Studies Advisory Committee and relevant sub-committees, participation in events at IGSF and some student advising.
Salary will be commensurate with qualifications and experience and in keeping with the salary scale for Faculty Lecturers at McGill University. Applications must include: a cover letter, CV, a teaching dossier including outlines of courses taught and relevant student evaluations, a sample of written work, and three confidential letters of reference sent under separate cover by the applicant’s referees.
Deadline for receipt of all complete applications, including letters: June 8, 2015.
All qualified applicants are encouraged to apply; however, in accordance with Canadian immigration requirements, Canadians and permanent residents will be given priority.
McGill University is committed to diversity and equity in employment. It welcomes applications from: women, Aboriginal persons, persons with disabilities, ethnic minorities, persons of minority sexual orientation or gender identity, visible minorities, and others who may contribute to diversification.
Inquiries should be addressed to Iain Blair at iain.blair@mcgill.ca. More information about the Women’s Studies programs and IGSF can be found online at www.mcgill.ca/igsf/programs/ and www.mcgill.ca/igsf/.
Veröffentlicht unter Stellenangebote/Stipendien/Ausschreibungen | Hinterlasse einen Kommentar

“Lange Nacht zum Thema Abtreibung” (Merseburg, 5. Juni)

Liebe Kolleg_innen, liebe Freund_innen,

reproduktive Selbstbestimmung ist in den Debatten in den Hintergrund getreten. Um so mehr möchte ich Sie sehr herzlich zur “Langen Nacht zum Thema Abtreibung” nach Merseburg einladen. Sie findet am 5. Juni ab 19:00 Uhr im Domstadtkino statt. Wir konnten dafür hochkarätige Diskutant_innen gewinnen – gerahmt ist die Diskussion von einem Filmprogramm. Weitere Informationen finden Sie unten und im Anhang.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Über freundliche Verbreitung der Einladung freuen wir uns. Wer von extern kommt und gern in Merseburg übernachten möchte: Wir empfehlen gern günstige (und gern auch weitere) Pensionen.

Herzliche Grüße
Heinz / Heinz-Jürgen Voß

——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Betreff:     WG: Lange Nacht zum Thema Abtreibung am 5. Juni

Lange Nacht zum Thema Abtreibung

– Zeit: 5. Juni 2015, ab 19:00 Uhr
– Ort: Domstadtkino (König-Heinrich-Strasse 7, 06217 Merseburg)

Zur „Langen Nacht zum Thema Abtreibung“ laden das Ifas-Institut Merseburg, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und das Domstadtkino ein. Ab 19:00 Uhr wird im Merseburger Domstadtkino die arte-Dokumention „Abtreibung: Ein Menschenrecht“ gezeigt. Anschließend moderiert Prof. Heinz-Jürgen Voß von der Hochschule Merseburg eine Diskussion mit Gynäkologin Dr. Jutta Pliefke und den Autor/-innen Katja Krolzik-Matthei, Eike Sanders und Ulli Jentsch, die sich mit dem Thema Abtreibung in ihren Büchern beschäftigt haben. Dieser Teil der Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung.

Ab 22:00 Uhr zeigt das Domstadtkino zu den regulären Eintrittspreisen den Film „Vera Drake“ aus dem Jahr 2004. Der Film spielt in London im Jahr 1950, in einer Zeit, in der Abtreibungen verboten sind. Nur für Frauen, die es sich leisten können, gibt es eine Möglichkeit, die nicht geahndet wird…

Eine ungewollte Schwangerschaft gehört zur gelebten Sexualität von Mann und Frau. Etwa jede vierte Frau wird in ihrem Leben einmal mit der Frage nach Abtreibung real konfrontiert. Der §218 stellt die Abtreibung in Deutschland unter Strafe, dennoch ist diese unter bestimmten Voraussetzungen möglich und wird vorgenommen. Eine wachsende Anzahl von Stimmen stellt das Recht auf Abtreibung wieder grundsätzlich in Frage, wohingegen Stimmen, die sich für die Streichung des §218 und die Legalisierung der Abtreibung einsetzen, derzeit kaum zu hören sind.

Viele Grüße

INES WAHL
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Merseburg

Flyer

Veröffentlicht unter Geschlechterpolitik, Veranstaltungen Kultur, Veranstaltungen-Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

PraktikatIn für Zeitpolitik-Kongress bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ab 1. Juli 2015

Der Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sucht ab 1. Juli 2015 eineN PraktikantIn.

Das Praktikum ist im Büro der frauenpolitischen Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstandes, Gesine Agena, angesiedelt. Schwerpunkt der Tätigkeit sind die inhaltliche und organisatorische Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung eines Kongresses zum Thema Zeitpolitik, der Ende September stattfinden wird.

Wir bieten Einblicke in die Arbeit einer Parteizentrale auf Bundesebene, in die politische Arbeit des Bundesvorstands und die der frauenpolitischen Sprecherin. Engagement und/ oder Kenntnisse im Bereich der Politik von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, insbesondere der Arbeits- und Zeitpolitik und der Frauen- und Genderpolitik sind von Vorteil (aber keine Voraussetzung).

Unsere PraktikantInnen sammeln Erfahrungen in der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, allgemeiner Bürotätigkeit, erhalten Einblicke in die tägliche, politische Arbeit der frauenpolitischen Sprecherin und haben die Möglichkeit, an Sitzungen und politischen Veranstaltungen teilzunehmen.

Wir freuen uns über eigenständiges Arbeiten, Spaß an der Arbeit in einem kleinen Team, organisatorisches Geschick und Interesse an der Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Menschen.

Beginn des Praktikums: 1. Juli 2015

Ende des Praktikums: 30. September 2015

Ort: Berlin, Bundesgeschäftsstelle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Bruttomonatsvergütung: 400 Euro

Bewerbungen von Frauen sowie von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.Ein praktikum in der Bundesgeschäftsstelle soll Teil einer Ausbildung sein, deshalb bitten wir nur um Bewerbungen von StudentInnen, die noch keinen Hochschulabschluss haben. Ausgenommen hiervon sind Studierende im Masterstudium, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen.

Bewerbungen (Motivationsschreiben und Lebenslauf) bitte bis zum 31. Mai 2015 an Anne-Lena Heiland: buero.agena@gruene.de. Rückfragen beantworten wir gern per E-Mail oder Telefon 030-28442-155.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich am 9. Juni stattfinden. Sollte ein Bewerbungsgespräch an diesem Termin nicht möglich sein, wäre ein kurzer Hinweis in der Bewerbung hilfreich.

www.gesine-agena.de

www.grün-ist-lila.de

Praktikumsausschreibung Büro Agena

Veröffentlicht unter Stellenangebote/Stipendien/Ausschreibungen | Hinterlasse einen Kommentar

CFP: Venice and Gender: City (proper), Stato da mar, and Terraferma – Boston, Massachusetts 03/16

CFP: Venice and Gender: City (proper), Stato da mar, and Terraferma – Boston, Massachusetts 03/16
————————————————————————

62nd Annual Meeting of the Renaissance Society of America
31.03.2016-02.04.2016, Boston, Massachusetts,
http://rsa.site-ym.com/?page=2016Boston
Deadline: 05.06.2015

Renaissance Venice is so much more than ‘just another’ research topic:
Thoroughly demystified and much ‘reconsidered’ (Martin and Romano 2000),
the Republic of St Mark and its multi-cultural, pluri-lingual, and
poly-confessional society has been one of the main foci of academic
attention for generations of scholars. Most studies continue to focus on
Venice proper and its diverse social groups, however, there are far
fewer studies on gender, in particular if the entirety of the Venetians’
possessions is considered.

In our panels we aim to investigate Venice and Gender in a broad and
comparative perspective that includes the lagoon metropolis, the
Terraferma, and the Stato da mar. We are particularly interested in how
various social, economic, and functional groups such as artists,
clerics, and humanists as well as nobles and non-nobles alike dealt with
gender issues. Is it possible to identify certain strategies and, if so,
by which means and sources may they be discussed? How big were regional
differences and what role(s) did local traditions play? Is it possible
to even detect traces of one or more common Venetian Gender(s)
throughout the Serenissima’s diverse possessions that, at the height of
Venice’s ‘Imperial Age’ (Chambers 1970), extended from the gates of
Milan to the large island of Cyprus in the eastern Mediterranean?

We would like to invite paper proposals that focus on gender throughout
the Renaissance in order to comparatively assess the entire Republic of
St Mark. We are seeking proposals dealing with a wide range of topics,
media, and sources that allow our panels to transcend the narrow canals
of the lagoon metropolis and to more inclusively assess the role(s) of
Gender in Renaissance Venice.

Papers from all disciplines will be considered. We are looking forward
to your application: as per RSA guidelines your email should include the
paper proposal (no more than 150 words), your contact information,
affiliation, and a short CV (no longer than 300 words) in one file,
preferably MS Word.

————————————————————————
To be announced later in autumn 2015.

————————————————————————
Please send your submission by June 5, 2015, to session co sponsors
Holly Hurlburt (hurlburt@siu.edu) and Stephan Sander-Faes
(stephan.sander@hist.uzh.ch).

Eintrag auf der Homepage der Renaissance Society of America
<http://rsa.site-ym.com/blogpost/1262809/216310/Venice-and-Gender-City-proper–Stato-da-mar-and-Terraferma>

URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=27909>

Veröffentlicht unter Call for paper | Hinterlasse einen Kommentar

Vortrag: Raewyn Connell – Masculinities in the World: Perspectives from the Global South – Cornelia Goethe Colloquien Frankfurt/M. ; 26. Mai 2015

please scroll down for the English version


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg_innen und Student_innen,

wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung der Vortragsreihe Cornelia Goethe Colloquien ein. Die Cornelia Goethe Colloquien werden sich im Sommersemester 2015 dem Thema Masculinities zuwenden und damit ein Thema aufgreifen, das in den letzten Jahren eine zunehmende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und im wissenschaftlichen Geschlechterforschungsdiskurs erlangt hat. Für Dienstag dem 26. Mai 2015, konnte das Cornelia Goethe Centrum Professor Emerita Raewyn Connell von der University of Sydney für einen Vortrag gewinnen.

Masculinities in the World: Perspectives from the Global South

Familiar approaches to understanding masculinities and men’s gender practices are mainly built on concepts and research developed in the global North. To understand masculinities on a world scale, we cannot simply extrapolate such ideas to a global scale. World society is marked by massive inequalities, different historical trajectories, and a deep history of colonialism over the last 500 years. Not only perspectives from the global South but also the intellectual resources of postcolonial societies must now be considered, in understanding masculinities. This lecture will introduce some of the thinkers, historical experiences and contemporary issues needed in building new understandings

Raewyn Connell is Professor Emerita at the University of Sydney, and one of Australia’s leading social scientists. Her most recent books in English are Southern Theory (2007), about social thought beyond the global metropole; Confronting Equality (2011), about social science and politics; and Gender: In World Perspective (3rd edn, with Rebecca Pearse, 2015). Her other books include Masculinities, Schools & Social Justice, Ruling Class Ruling Culture, Gender & Power, and Making the Difference. Her work has been translated into eighteen languages. She has taught in departments of sociology, political science, and education, and is a long-term participant in the labour movement and peace movement.

Zeit und Ort

Dienstag, 26.05.2015, 18-20 Uhr c.t.

Goethe-Universität, Campus Westend,
Theodor-W.-Adorno-Platz, 60629 Frankfurt am Main
Hörsaalzentrum, HZ 5

Der Eintritt ist frei. Der Vortrag und die anschließende Diskussion finden in englischer Sprache statt.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Veranstaltungen-Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Treffen: Netzwerk ‘Gender und Migration'; Osnabrück 29.5.2015

Einladung zum ersten Treffen des sich damit konstituierenden Netzwerks “Gender und Migration” in Niedersachsen

Es sind Forscher_innen aller Disziplinen willkommen, auch der ‘Nachwuchs’. Für nicht institutionell abgesicherte Forscher_innen und für den Mittelbau gibt es Reisekosten(zuschüsse).

Das Treffen wird am 29.5. von 11 bis 14.30 in Osnabrück am IMIS stattfinden. Anmeldungen zur Teilnahme oder auch nur bei Interesse bei Svenja Jotter svenja.jotter@stud.uni-goettingen.de

________________________

Anja Heine M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
für die Koordination der Lehre
der Gender Studies an der TU Braunschweig

 

Einladung Netzwerk Gender+Migration Niedersachsen

Veröffentlicht unter Veranstaltungen-Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar