Bulletin-Texte #43 – online und gedruckte Exemplare verfügbar

Liebe* Leser_innen des ZtG-News-Verteilers,

das ZtG hat zu Beginn des Jahres ein neues Bulletin Texte-Heft (Nummer
43) zum Thema „Grenzziehungen von ‚öffentlich‘ und ‚privat‘ im neuen
Blick auf die Geschlechterverhältnisse“ veröffentlicht.

Sie können das Heft online abrufen unter:
https://www.gender.hu-berlin.de/de/publikationen/gender-bulletins/bulletin-texte/texte-43/bulletin-texte-grenzziehungen-von-oeffentlich-und-privat-im-neuen-blick-der-geschlechterverhaeltnisse

Es gibt auch noch zahlreiche gedruckte Exemplare – Interessent_innen
können sich gerne unter ztg-sekretariat@gender.hu-berlin.de bei unseren
Mitarbeiter_innen im Sekretariat mit Adresse und Stückzahl melden, dann
senden wir Ihnen gerne noch Exemplare zu.

Beste Grüße und einen guten Start in das neue Semester
wünscht
Ihr ZtG-Team

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Ankündigungen: Veranstaltungen Frauen*bildungsprogramm – Alice Salomon Hochschule Berlin

anbei erhalten Sie eine Auflistung unserer Veranstaltungen im Sommersemester 2017 mit der Bitte um Veröffentlichung auf der afg-Homepage.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Jana Meincke

Mitarbeiterin Büro der Frauen*beauftragten

Alice Salomon Hochschule Berlin
Alice-Salomon-Platz 5
12627 Berlin

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LSVD – Save The Date: 16. Mai, Köln: Dem Rechtspopulismus entgegentreten!

Save The Date: 16.05., Köln: Dem Rechtspopulismus entgegentreten!

Auf ein Wort am Vorabend des Tages gegen Homophobie

In jahrzehntelangen Kämpfen wurden Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung und gesellschaftlichen Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen erreicht. Diese positive Grundstimmung erweist sich derzeit jedoch als brüchig. Mit diffamierenden Kampfbegriffen und faktenfreien Kampagnen wird wieder Stimmung gemacht gegen Lesben, Schwule und Transgender. Antifeministische Strömungen und religiös fundamentalistische Bewegungen verbinden sich mit homo- und transphoben Meinungen, die teils in der „Mitte der Gesellschaft“ vertreten werden. Rechtspopulistische Politiker*innen machen Front gegen eine liberale und offene Gesellschaft.

Aber wie kann eine offene Gesellschaft verteidigt und ausgebaut werden? Welche Allianzen und Strategien braucht es gegen diese Politik der Ressentiments? Diesen Fragen gehen wir in Köln am 16.05., 19:30 – 21:00 Uhr, am Vortag des Internationalen Tages gegen Homophobie (IDAHO), nach und suchen das Gespräch. Denn um Diskriminierung gezielt zu bekämpfen, ist eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung notwendig.

Mit

Carolin Hesidenz (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)
Stefanie Schmidt (LSVD-Bundesvorstand)
Micha Schulze (queer.de)
Waqar Tariq (Liberal-Islamischer Bund)

Moderation

Carolina Brauckmann

Wann: 16.05., 19.30-21.00 Uhr
Wo: FORUM Volkshochschule im Kulturquartier am Neumarkt

Eintritt frei

Eine gemeinsame Veranstaltung der Volkshochschule Köln und des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD).

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Veranstaltungsankündigung: Konf: Verfolgung Diskriminierung Emanzipation: Homosexualitaet in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg – Tutzing Mai 2017

Akademie für Politische Bildung, Tutzing; Westfälische
Wilhelms-Universität Münster
26.05.2017-28.05.2017, Tutzing, Akademie für Politische Bildung,
Buchensee 1, 82327 Tutzing
Deadline: 19.05.2017

Die Geschichte der Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen in
Europa ist für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch
unzureichend erforscht. Der Grund hierfür liegt wohl auch darin, dass
häufig vorschnell angenommen wird, dass es in modernen Demokratien nur
begrenzte Diskriminierungen geben könne. Dabei demonstriert allein schon
die ungebrochene Kontinuität des NS-Homosexuellenstrafrechts und seiner
Praktizierung in den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesrepublik, dass
auch demokratisch legitimierte Verfolgungen möglich waren.
Schwerpunkt der Tagung ist die Geschichte der Homosexualität(en) in der
Bundesrepublik in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, jedoch werden
exemplarisch auch die DDR, Großbritannien, Österreich und Polen in die
Analyse einbezogen. Insgesamt soll damit eine integrierte Geschichte der
Homosexualität(en) entstehen, die neueste
Erkenntnisse über Verfolgung, Diskriminierung und Selbstbehauptung
homosexueller Männer und Frauen im Hinblick auf Politik, Gesellschaft
und Kultur vereint und diskutiert.

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Freitag, 26. Mai 2017

14.00 Uhr Anreise, Kaffee im Foyer

15.15 Uhr Eröffnung – Begrüßung
Dr. Michael Mayer, Akademie für Politische Bildung, Tutzing
Prof. Dr. Michael Schwartz, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

15.30 Uhr Sektion I: Der lange Schatten des Nationalsozialismus

Homosexualität und Vergangenheitsaufarbeitung in der Bundesrepublik und
der DDR

Die Diskussion um „typisches NS-Unrecht“ im Kontext der
Nicht-Anerkennung homosexueller Männer als NS-Opfer in der
Bundesrepublik und der DDR 1945-1968
Dr. Esther Abel
Gedenkstätte Hadamar

Zwischen staatlicher Geschichtspolitik und grenzübergreifendem
Gedächtnis: Erinnerungen an die homosexuellen Opfer des
Nationalsozialismus in der DDR 1983-1990
Teresa Tammer, M.A.
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

17.00 Uhr Pause

17.30 Uhr Homosexualität und Vergangenheitsaufarbeitung in Österreich

Die Strafverfolgungen wegen „gleichgeschlechtlicher Unzucht“ in der
Zweiten Republik – Kontinuitäten und Brüche in der österreichischen
Strafrechtspflege nach 1945
Johann Karl Kirchknopf, M.A.
Universität Wien

„Rosa Wirbel“ – Erinnerungspolitische Debatten um homosexuelle NS-Opfer
in Österreich
Elisa Heinrich, M.A.
Universität Wien

18.30 Uhr Abendessen

Samstag, 27. Mai 2017

8.15 Uhr Frühstück

9.00 Uhr Sektion II: Homosexualität in der frühen Bundesrepublik

Biographische Zugänge

Theodor Auers Passion, oder: Wovon man nicht sprechen kann, darüber
reden andere
Dr. Rudolf Muhs
University of London

Fritz Bauer und die Homosexualität
Werner Renz, M.A.
Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main

10.00 Uhr Regionalgeschichtliche Zugänge

Lebenswelten und Verfolgung homosexueller Männer im Südwesten der jungen
Bundesrepublik
Dr. Julia Noah Munier
Universität Stuttgart

Von staatlicher Repression und anderer Diskriminierung. Lesbisch im
jungen Bundesland Rheinland-Pfalz
Dr. Kirsten Plötz
Forschungsprojekt LSBTTIQ in Baden-Württemberg

11.00 Uhr Pause

11.15 Uhr Sektion III: Homosexualität und Armee

Sicherheitsrisiko: Die Bekämpfung der Homosexualität in der britischen
Armee seit 1950
Dr. Michael Mayer, Akademie für Politische Bildung, Tutzing

Der Umgang der Bundeswehr mit homosexuellen Soldaten 1955 bis 2000
Oberstleutnant Dr. Klaus Storkmann
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr,
Potsdam

Die Rückkehr der „Rosa Angst“. Der Wörner-Kießling-Skandal 1983/84
Dr. Norman Domeier
Universität Wien

12.30 Uhr Mittagessen

15.00 Uhr Sektion IV: Homosexualität und Kirchen

Religion im Parlament: Homosexualität als Thema parlamentarischer
Debatten in der Bundesrepublik 1945-1989
Katharina Ebner, M.A.
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Homosexuelle Identitäten in der DDR im Umfeld der evangelischen Kirche
in den 1980er Jahren
Christian Neuhierl, M.A.
Ludwig-Maximilians-Universität München

16.30 Uhr Kaffeepause

17.00 Uhr Sektion V: Homosexualität im Sozialismus

Liebe und (Staats-)Verrat: Homosexuelle und Ost-Berliner Behörden vor
dem Mauerbau
Andrea Rottmann, M.A.
University of Michigan, Ann Arbor

Schwul-lesbisches Leben in der DDR in den 1950er und 1960er Jahren
Dr. des. Maria Borowski
Technische Universität Berlin

Warme Brüder. Homosexuelle Männer in der DDR und der Volksrepublik
Polen
Markus Pieper, M.A.
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin

18.30 Uhr Abendessen

Sonntag, 28. Mai 2017

8.15 Uhr Frühstück

9.00 Uhr Sektion VI: Zeitenwende? Homosexualität in den 1970er und
1980er Jahren

Alltag in der Bundesrepublik und der DDR

Zur Schwulen- und Lesbenbewegung der 1970er und 1980er Jahre
Andreas Pretzel, Dipl. rer. cult.
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V., Berlin

Lesbisches Engagement in Ost-Berlin 1978-1989
Stefanie Krautz, M.A.
Sorbisches Institut, Bautzen

10.45 Uhr Pause

11.15 Uhr  Die AIDS-Epidemie

Die Homosexuellenbewegung und die Immunschwächekrankheit AIDS in der
Bundesrepublik
Prof. Dr. Michael Schwartz, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

„… eine solche Krankheit macht doch nicht an der Grenze halt“.
Diskursive Verflechtungen von HIV/AIDS und Homosexualität in der DDR
Adrian Lehne, M.A.
Berlin

12.00 Uhr Mittagessen, Ende der Tagung

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Heike Schenck
Buchensee 1, 82327 Tutzing
h.schenck@apb-tutzing.de

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Veranstaltungshinweis: Queer Exhibitions / Queer Curating: Symposium 19. und 20. Mai 2017 Museum Folkwang, Essen

Queer Exhibitions / Queer Curating: Ein interkulturelles Symposium 19. und 20. Mai 2017 Museum Folkwang, Essen

Museale Ausstellungen, die das Thema Sexualität bzw. Gender behandeln, sind nach wie vor als „junge“ Erscheinung zu bewerten, die ihren Ursprung in den frühen 1980er Jahren hat.

Bis heute sind queere Ausstellungen – mit kaum 50 Realisierungen weltweit – ein eher seltener Gast an Institutionen und auch in vielen westlichen Ländern weiterhin umstritten.

Ziel des geplanten Zusammentreffens von Kurator_innen und Wissenschaftler_innen ist es, die Geschichte, die Bedingungen für und die Rezeption von queeren Ausstellungen zu diskutieren.

Weitere Infos unter:

http://www.sowi.rub.de/mam/content/jahoda/symposium_queer_exhibitions_queer_curating.pdf

Flyer: QueerExhibitions-QueerCurating_2017

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CfP: Gender(ed) Histories of Health, Healing and the Body, 1250-1550 – Koeln 01/18

CFP: Gender(ed) Histories of Health, Healing and the Body, 1250-1550 – Köln 01/18
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Eva Cersovsky (Universität zu Köln); Ursula Gießmann (Universität zu
Köln); a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne
25.01.2018-26.01.2018, Köln, Köln
Deadline: 31.05.2017

Gender(ed) Histories of Health, Healing and the Body, 1250-1550

International Workshop, University of Cologne, 25th-26th January 2018

Organisers: Dr Ursula Gießmann (University of Cologne), Eva-Maria
Cersovsky (University of Cologne), a.r.t.e.s. Graduate School for the
Humanities Cologne, in cooperation with the Centre for Medieval Studies
Cologne (ZEMAK)

Deadline: 31st May 2017. Proposals should be sent to
ursula.giessmann@uni-koeln.de and cersovse@uni-koeln.de

Gender played a constitutive role in interpreting and ordering the
medieval world, organising social and power relations as well as shaping
how medieval people thought about and experienced their surroundings.
Medievalists interested in disease, health and medicine have
incorporated gender into their historical analyses for some decades.
Research on women’s healthcare has been especially innovative, not only
reassessing the extent of male involvement in women’s health, but at the
same time reappraising women’s health literacy, healing and caring
practices, thereby redefining what constituted medieval medical work on
the whole. With interpretative frameworks proposing a more body-centred
view of medieval health and healing, scholars have also challenged
Lacqueur’s notion of a „one-sex body“ and focused more closely on the
gendering of bodies in medical and gynaecological texts or the dead
female body in anatomical dissection.

Approaches of cultural studies and increased efforts to combine a wider
range of sources such as medical treatise and archival documents of
practice, hagiography, charms or recipes, have opened up new
perspectives and helped to examine well-known cases in new ways. Studies
on infertility, explorations of gender-specific experiences of pain or
the focus on palliative care and healing performed by (holy) religious
women, represent some of the burgeoning areas of current research. Yet
there still are numerous areas of the field which would benefit from
additional and more comprehensive attention, for example: How were
distinct forms of healing and caring considered to be masculine or
feminine in different texts and contexts and by different groups of
people? What effects did gendered perceptions of healing have on male
medical practitioners and how did they construct maleness themselves?
How can theoretical approaches defining gender as an intersectional or
relational category be fruitfully incorporated into the history of
health and healing?
Additionally, there has been little comprehensive research thus far on
continuities and differences across distinct cultures and religions.
However, some regions of Europe, such as medieval Germany, are still
comparatively under-researched in many respects, too.

Animated by these recent lines of inquiry and potentials for further
research, we invite paper proposals that explore the manifold relations
between gender, health and healing in the late Middle Ages. The workshop
seeks to bring together historians at all career stages currently
working on any aspect of the field, providing a forum for international
discussion. It aims at reflecting upon methodological and theoretical
frameworks and at situating gender, health and healing at the nexus of
medical, social, cultural, religious, economic as well as legal
concerns.

We particularly welcome papers that view gender within a matrix of other
factors, examining the flexible and complex interrelations of different
labels, identities and experiences. Papers attentive to unfamiliar
readings of familiar sources, presenting new case-studies and to late
medieval Germany are also especially welcome. We encourage speakers to
introduce work in progress and focus on still-unresolved problems.

Possible topics include, but are by no means limited to:

–   Gender, agents and practices of health and healing
–   Gender and knowledge of health, healing and the body
–   Gendered forms and representations of medicine, healing and
caregiving
–   Gender and experiencing the e.g. sick, disabled, disfigured,
infertile or pregnant body
–   Gender and healthy living, e.g. urban public health, diet and food
–   Gender and material culture of health and healing, e.g. objects,
art, architecture
–   Gender, health, healing and religion
–   Gender and changing medical ideas and landscapes, e.g. at times of
epidemics, famines or religious change

Please submit English-language proposals of approximately 500 words for
a 25-minute paper to Dr Ursula Gießmann (ursula.giessmann@uni-koeln.de)
and Eva-Maria Cersovsky (cersovse@uni-koeln.de) by 31st May 2017. The
abstract should include the paper title as well as your name, contact
information and academic affiliation.
We hope to be able to provide funding for all travel and accommodation
expenses.

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Eva Cersovsky

Historisches Institut Universität zu Köln
Albtertus-Magnus-Platz 50923 Köln

cersovse@uni-koeln.de

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Stellenausschreibung: UniversitätsassistentIn Prae Doc im Bereich Osteuropastudien / Institut für Politikwissenschaft / Universität Wien

Liebe Kolleg*Innen,

anbei übermittle ich den Ausschreibungstext für die Stelle eines Universitätsassistenten/ einer Universitätsassistentin (prae doc) im Forschungsbereich Osteuropastudien am Institut für Politikwissenschaft mit der Bitte um Verbreitung in Ihrem Wirkungskreis.

Stellenausschreibung UniversitätsassistentIn Prae Doc
Open Position_University Assistant Prae Doc

Die Bewerbungsfrist endet am 09.05.2017.

Den Link zu der veröffentlichten Ausschreibung an der Universität Wien finden Sie hier.

Vielen Dank im Voraus und mit besten Grüßen

Michaela Kathan

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Konf: Weibliche Herrschaft im 18. Jahrhundert – Maria Theresia und Katharina die Grosse – Mainz 05/17

Subject: Konf: Weibliche Herrschaft im 18. Jahrhundert – Maria
         Theresia und Katharina die Große – Mainz 05/17
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Prof. Dr. Bettina Braun/Prof. Dr. Matthias Schnettger (Arbeitsbereich
Neuere Geschichte des Historischen Seminars der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz); Prof. Dr. Jan Kusber (Arbeitsbereich
Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz)
11.05.2017-13.05.2017, Mainz, Fakultätssaal im Philosophicum der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz
Deadline: 04.05.2017

Seit einigen Jahrzehnten beschäftigt sich die Frühneuzeitforschung
intensiv mit der Herrschaft von Frauen. Zahlreiche Studien haben
herausgearbeitet, dass weibliche Herrschaft in der Vormoderne weder
ausgesprochen selten noch, wie das die ältere Forschung häufig behauptet
hatte, eo ipso eher defizitär und strukturell mit Krisen und einem
Machtvakuum verbunden war. Nicht zuletzt sind dank einer kulturalistisch
motivierten Erweiterung des Politikbegriffs manche Aktivitäten von
Fürstinnen im Bereich der Patronage und Repräsentation neubewertet
worden oder überhaupt erst in den Blick der Forschung gekommen.
Einen bemerkenswerten blinden Fleck in der mittlerweile üppig blühenden
Forschung zu frühneuzeitlichen Herrscherinnen markierte bis zu den
jüngst anlässlich ihres dreihundertsten Geburtstags erschienenen
Publikationen Maria Theresia, Herrscherin über das habsburgische
Länderkonglomerat und, als Gemahlin Franz‘ I., römisch-deutsche Kaiserin
(1717/40-1780). Katharina II., die Große, von Russland (1729/62-1796),
die jüngere Zeitgenossin Maria Theresias, hat das Interesse der
Forschung dagegen schon länger in erheblichem Umfang auf sich gezogen.
Allerdings beschränkt sich dieses Interesse im Wesentlichen auf die
Spezialistinnen und Spezialisten für Osteuropäische, vor allem für
Russische Geschichte. Die allgemeine Frühneuzeitforschung dagegen
tendiert ebenso wie die Gendergeschichte immer noch dazu, Russland
auszublenden oder nur am Rande zu beachten. Dies steht in einem
merkwürdigen Missverhältnis zu dem Interesse, das die Zeitgenossen der
Person Katharinas und ihrem Hof entgegenbrachten.
Eine gemeinsame Betrachtung der beiden in der Mitte bzw. der zweiten
Hälfe des 18. Jahrhunderts regierenden Kaiserinnen ist bislang
unterblieben. Dabei verspricht der gemeinsame Blick auf diese in ihrem
Profil sehr unterschiedlichen, zugleich aber in bestimmten Parametern
durchaus vergleichbaren Herrscherinnen reichen Erkenntnisgewinn. Die
Tagung wird einige für weibliche Herrschaft wichtige und besonders zur
vergleichenden Betrachtung Maria Theresias und Katharinas einladende
Themenfelder beleuchten:

1.    Herrschaftsnachfolge und Dynastie
2.    Der Hof – die Herrscherinnen und ihr männliches Umfeld
3.    Regierungshandeln und höfische Praktiken
4.    Repräsentationen und Wahrnehmungen

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Donnerstag, 11. Mai

14:00 Uhr
Bettina Braun / Jan Kusber (Mainz): Begrüßung und Einführung

I. Herrschaftsnachfolge und Dynastie
Moderation: Heinz Duchhardt (Mainz)

14:15 Uhr
Matthias Schnettger (Mainz): „Codesta nuova corte“. Außensichten auf den
Wiener Hof im Spätjahr 1740

15:30 Uhr
Lorenz Erren (Mainz): Die patrimoniale Staatsauffassung der europäischen
Königsfamilie als Voraussetzung weiblicher Herrschaft

16:15 Uhr
Klaas Van Gelder (Gent/Wien): Neue Herrscherin – neue Berater? Maria
Theresia und ihre Ratgeber in den Anfangsjahren ihrer Regierung

18:00 Uhr – Öffentlicher Vortrag
Martin Wrede (Grenoble): Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern,
(k)eine Königin in Preußen?

Freitag, 12. Mai

II. Der Hof – die Herrscherinnen und ihr männliches Umfeld
Moderation: Birgit Emich (Frankfurt a.M.)

9:00 Uhr
Barbara Stollberg-Rilinger (Münster): Weibliche Herrschaft als Ausnahme?
Maria Theresia im Rahmen der Geschlechterordnung des 18. und 19.
Jahrhunderts

9:45 Uhr
Zsolt Kökényesi (Budapest): Wege der Integration. Karrieremöglichkeiten
und Repräsentation von ungarischen Aristokraten am Hof von Maria
Theresia

11:00 Uhr
Jan Kusber (Mainz): Katharina II. und ihre Favoriten

11:45 Uhr
Viktoria Ivleva (Durham): Shaping the Body Politic. Catherine II’s
Uniform Policies

III. Regierungshandeln und höfische Praktiken
Moderation: Francine-Dominique Liechtenhan (Paris)

14:00 Uhr
Marina Beck (Passau): „… dem russischen Botschafter zum besonderen
Wohlgefallen“. Das Herrschaftszeremoniell am Wiener Hof zur Zeit Maria
Theresias

14:45 Uhr
Alexander Kamenski (Moskau): Catherine’s the Great foreign policies
revisited

16:15 Uhr
Bettina Braun (Mainz): Maria Theresia: Friedensfürstin oder
Oberbefehlshaberin?

17:00 Uhr
Ingrid Schierle (Tübingen): „Mutter des Vaterlandes“ und „mütterliche
Fürsorge“:Rhetoriken weiblicher Herrschaft

17:45 Uhr
Claus Scharf (Mainz): Die Staatsziele Katharinas II.

Samstag, 13. Mai

IV. Repräsentationen und Wahrnehmungen
Moderation: Christine Roll (Aachen)

9:00 Uhr
Michael Schippan (Wolfenbüttel): Lesegewohnheiten Maria Theresias und
Katharinas der Großen

9:45 Uhr
Sandra Hertel (Wien): „Kein Bildnis kommt ihr gleich, man muss sie
selber sehen“. Maria Theresias Porträt in den Druckschriften

10:30 Uhr
Stefanie Linsboth (Wien): „Unter deinen Schutz und Schirm“. Religiöse
Herrschaftslegitimation Maria Theresias in Bildmedien

11:45 Uhr
Alexander Bauer (Mainz): Oranienbaum: Katharinas II. Ästhetisierung
weiblicher Herrschaft

12:30 Uhr
Werner Telesko (Wien): Die „doppelte“ Memoria Maria Theresias. Zu den
Strategien der Repräsentation und zum frühen Nachleben der
habsburgischen Herrscherin

13:15 Uhr
Katrin Keller (Wien): Resümee

Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Um Anmeldung bis 4. Mai wird
gebeten an:
Prof. Dr. Bettina Braun (braunbe@uni-mainz.de)
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Bettina Braun

Historisches Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz
braunbe@uni-mainz.de

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Stellenangebot: PhD positions „ERC BodyCapital“ (Univ. de Strasbourg)

Université de Strasbourg, Strasbourg, 01.09.2017-30.08.2020
Bewerbungsschluss: 20.05.2017

The ERC Advanced Grant programme „The healthy self as body capital:
individuals, market-based societies and body politics in visual
twentieth century Europe (BodyCapital)“ led by Christian Bonah
(Université de Strasbourg) and Anja Laukötter (MPIHD, Berlin) on the
understanding of body capital and its history, through the twentieth
century history of visual mass media (film, TV, Internet) and inédits
(amateur, family and private visuals) is now accepting applications for
up to 3 three-year PhD positions.

The application deadline is 20 May 2017.
Interviews will be scheduled on the Monday 26 June 2017 in Strasbourg
(in-person interviews will be preferential, with some travel funding
provided upon request).
The contracts will begin 1 September 2017.

Project Description
Do you know how much rapid eye movement (REM) sleep you need to work
efficiently, do you look at food labels to ensure that you are getting
all the required vitamins and minerals or know someone who uses a step
counter to know if they are getting enough physical activity? These are
just a few examples of our perceptions of health and the resulting
individual practices in twentieth century Europe. In fact, this century
may be characterized by the development of products and techniques for
the body and its health. Bodily health has evolved as a new form of
capital (Bourdieu 1979): a form of symbolic capital that can be
transformed into economic capital. These are not only witnessed by, but
contributed to and were affected by, a flood of visual media that
circulated transnationally in the advent of a media society.  Thus at
the center of the research group investigations are moving images that
are oriented towards the idea of informing, improving or educating on
life and health.

The timeframe of the project (1895-2005) starts with the invention of
public health, the rapid emergence and diffusion of mechanically
produced images and moving pictures and the conception of liberal
economic theory and practices at the beginning of the twentieth century
and extends to the reinvention of new public health, the Internet
revolution and the economic crisis nurturing economic neo-liberalism in
the 1990s. It stops before the emergence of YouTube (2005) transforming
visual Internet practices and the financial crisis in 2007/08. At the
center of the period lie the industry-based therapeutic revolution and
the invention of television coupled with the epidemiological transition
(increasing life expectancy and chronic disease emergence) and the
golden age of the welfare state.

The research group aims to provide a socio-historical understanding of
how an autonomous, self-optimizing, health-managing individual has
emerged as a dominating self-identity in light of sanitary knowledge and
practices in European societies at the end of the twentieth century. To
achieve this, we compare developments in three European countries that
are central to the economy and to visual production, but which differ in
their visual culture and their embrace of neo-liberal market policies
during the twentieth century: France, Germany and Great Britain.

The research group has identified four central subject entries that the
thesis project proposals should address in one way or another (at least
one):

– history of food/ nutrition;
– history of movement/exercise/sports;
– history of sexuality/reproduction/infant;
– history of dependency/addiction/overconsumption

These themes are simultaneously physiological bodily functions and
traditional public health objectives. They are fundamental human needs
and correspond to particular economic sectors. As such, all four
subjects combine concepts and practices spanning across the health and
life sciences, individual and public health, body history and economic
history and are therefore ideally suited to study historical
transformations leading to market-based societies and body politics in
visual twentieth century Europe.

At the core of the BodyCapital programme three analytical issues are
being addressed: a) How can the internalization of body capital and
health demand be better understood from a visual perspective? b) How can
we historically understand the production of body capital as a general
trend, which at the same time acts as a marker of social difference and
class-boundedness in an age of global and freely circulating
information, mobility and education? Are the social determinations of
relationships with the body and health stable or do they undergo
historical changes? c) How do technical transformations and the
diversification of visuals in television and digital media participate
in body capital internalization?  These questions are to be considered
through case studies conducted with a double comparative/entangled
history approach in order to establish similarities, differences and
transfers between the three countries (France, Germany, Great Britain)
and three major time periods (film, TV, Internet).

The 3 PhD thesis projects are to be case studies focusing on topics
related to one or more of the project’s four subject entries (history of
food/nutrition; movement/exercise/sports; sexuality/reproduction/infant;
dependency/addiction/overconsumption) in the frame of the project’s
three national contexts (France, Germany, Great Britain) and three major
media ages (film, TV, internet). At least one grant will be attributed
to a project focusing on Great Britain. And one project will focus on
recent media and the Internet. Projects may take a comparative approach
with respect to and beyond the above topics.

Context and working conditions
The PhD funding is in the form of a salary and not a scholarship. The
PhD student will be employed for the duration of 36 months (1 September
2017- 31 August 2020).

The thesis will be directed (or co-directed) by Christian Bonah
(Professor of medical history) or Anja Laukötter (PhD in history).
Students will be enrolled in the Social and Human Sciences doctoral
school at the University of Strasbourg and will be associated members of
the UMR research group SAGE (Societies, actors and government in
Europe).
The project may be conducted as a co-direction with another European
university, please indicate in the motivation letter if a co-direction
with another university would be relevant or advantageous for your
project and why.

Requirements and research skills
The candidate must be a holder of a master’s degree from a highly
recognized university in the history of medicine, history, media
history, sociology/history of science, media or communication studies,
economic history, or related discipline.
The candidate must demonstrate a mastery of research techniques in
social sciences: archival work and sound analysis of textual and
audiovisual sources and good knowledge of the literature related to
their field of study.
The candidate must be able to work and write in English (writing skills
in French or German are also highly welcome). The thesis must be written
in English, French or German.

Application
Candidates are asked to send
– a motivation letter,
– a detailed CV
– a 3-4 page thesis project outline
– a chapter of their Masters thesis or a major article publication
– a letter of recommendation and two complementary reference names

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Tricia Close-Koenig

Université de Strasbourg, SAGE UMR7363
4 rue Kirschleger, 67085 Strasbourg, France

tkoenig@unistra.fr

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CfP: Hochschule und Gender – Bildungsprozesse und Wissenschaftskarrieren im Blick – Zeitschrift GENDER

Call for Papers

Hochschule und Gender – Bildungsprozesse und Wissenschaftskarrieren im Blick

Nationale wie internationale Transformationsprozesse in Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft haben in den vergangenen 20 Jahren dazu geführt, dass sich das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem sehr grundlegend verändert hat. In diesem Themenheft der Zeitschrift GENDER sollen diese durch Reform- und Ökonomisierungsprozesse aus­gelösten Veränderungen im Hochschul- und Wissenschaftssystem und der Zusam­menhang mit der Kategorie Geschlecht für die Themenfelder „Bildungsprozesse“ und „Wissenschaftskarriere“ aufgegriffen, analysiert und interpretiert werden.

Abstracts können bis zum 06.06.2017 eingereicht werden.
Weitere Infos finden Sie unter www.gender-zeitschrift.de
Mit den besten Grüßen vom Herausgeberinnen-Team
Marion Kamphans, Meike S. Baader, Carola Bauschke-Urban und Beate Kortendiek
Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW
Koordinations- und Forschungsstelle
Dr. Beate Kortendiek
Universität Duisburg-Essen
Berliner Platz 6-8
45127 Essen

beate.kortendiek@netzwerk-fgf.nrw.de
www.netzwerk-fgf.nrw.de

Projekte der Koordinations- und Forschungsstelle
www.genderreport-hochschulen.nrw.de
www.gleichstellung-hochschulen.nrw.de
www.kinderbetreuung-hochschulen.nrw.de
www.gender-curricula.com
www.gender-zeitschrift.de

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