Montag, 27.05.19, von 11-16 Uhr geöffnet

Am kommenden Montag, 27. Mai 2019, ändert die Genderbibliothek ihre Öffnungszeiten (nur 11 bis 16 Uhr).

An diesem Montag werde ich aus meiner Arbeit am ZtG verabschiedet werden.
Seit dem 1.4.1990 habe ich diese Information/Dokumentation/Bibliothek der Frauen- und Geschlechterforschung erst am ZiF, dann am ZtG aufgebaut und geleitet.
In über einem Vierteljahrhundert hat sie sich zu einer im deutschsprachigen Raum einmaligen Anlaufstelle für alle an Genderfragen und Frauen-/Geschlechtergeschichte und -bewegung Interessierten entwickelt.
Darüber hinaus bewahrt und mehrt sie Literatur zum Thema Frauen und Geschlechterverhältnisse in der DDR und in den neuen Bundesländern.
Zusammen mit aktivistischen und außeruniversitären Einrichtungen und Netzwerken ist sie eingebunden, mit dem META-Katalog und dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv des i.d.a.-Dachverbandes, gefördert vom BMFSFJ, und dem weltweit ersten Repositorium der Gender Studies GenderOpen, gefördert von der DFG, die Forschungsinfrastruktur für Studium und Wissenschaft der Gender Studies aufzubauen.

Ich schicke diese Information, weil ich mich gern von von so vielen Menschen wie möglich persönlich verabschieden möchte – wohl wissend, dass nicht alle zu meiner Verabschiedung kommen können.
Ich möchte mich bedanken für die Unterstützung der Genderbibliothek durch Übergabe persönlicher Büchersammlungen, durch inspirierende Gespräche, für die Werbung für die Genderbibliothek und die Vermittlung neuer Kontakte und Nutzer_innen.
Leider wird die Genderbibliothek mit meinem Weggang nur noch mit halber Kraft weiter bestehen. Erstmals in der Geschichte des ZtG müssen wir Sparauflagen der Humboldt-Universität verkraften. Diese „personalwirtschaftlichen“ Maßnahmen sollen für die Stelle einsetzen, deren Person als Erste in Rente geht. Deshalb trifft es leider die Genderbibliothek.
Das erfüllt mich mit Trauer …
Ich hoffe dennoch, dass es in Zukunft möglich sein wird, die Genderbibliothek zu erhalten und wieder eine Vollzeitstelle einzurichten.
Denn: Die Genderbibliothek wird gebraucht, um die Geschlechterforschung auch in Zukunft zu stärken.

Vielen Dank!
Mit herzlichen Grüßen, Karin Aleksander