Schon gehört von „Unerhörten Ostfrauen“?

Die Genderbibliothek des ZtG der HU lädt am 25. April 2019 (Do) herzlich ein zu einer besonderen Buchlesung. Besonders, weil eine der Autorinnen einst an der Humboldt-Universität promovierte und für ihre Arbeit an dem Buch auch Ressourcen aus der Genderbibliothek nutzte.
Wir laden wieder ein in die Buchhandlung „Handbestand – Altbuchhandel und Kaffeehaus“ in der Brunnenstraße 42, 10115 Berlin.
Beginn: 19 Uhr.
Dort besteht für alle die Möglichkeit, sich mit Getränken und Snacks (belegte Brote oder Kuchen) zu versorgen.

Worum geht es?
Trotz zurzeit vieler Titel zum Thema Ostfrauen ist dieses Buch wieder besonders:

Den mehrdeutigen Titel „Unerhörte Ostfrauen“ trägt dieser Sammelband voll Interviews mit Frauen, die sowohl in der DDR als auch danach in der BRD ab 1990 beruflich tätig waren.
In dem Buch geht es laut Verlagsangaben um Folgendes:
„Unerhört – und doch prägend: Das sind sie, die Ostfrauen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Schon in den 1960er, 70er und 80er Jahren haben sie Beruf und Familie erfolgreich vereinbart, haben das Kind geschaukelt und im Beruf ihre Frau gestanden. Anders als ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen profitierten sie dabei von frauenpolitischen Maßnahmen wie flächendeckender Kinderbetreuung, Ausbildungsförderung oder Haushaltstag – und mit der Wende erschien es einigen, als seien sie in Sachen Gleichberechtigung ins Mittelalter zurückgefallen. Authentisch, emotional und auch trotzig verteidigen die interviewten Frauen ihre Erfahrungen in Ost und West. Entwaffnend offen ziehen sie persönliche Bilanz, berichten über fehlende Anerkennung und Vorurteile, die ihnen im Westen begegnet sind, über ihren Neuanfang nach der Wende und über ihren Erfahrungsvorsprung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den sie in den Westen eingebracht haben. Die Autorinnen versprechen den Leserinnen und Lesern eine interessante, spannende und unterhaltsame Lektüre mit einer Prise Humor.“

Das Buch enthält außerdem einen Abschnitt „Zum Schluss: Stark, selbstbewusst und verletzlich. Frauenleben in zwei Welten“ , einen Diskurs zum Thema „Ostfrauen in beiden deutschen Staaten“ sowie ein Glossar.
Die Autorinnen des Buches, Dr. Ellen Händler und Dr. Uta Mitsching-Viertel, werden aus dem Sammelband lesen und vor allem gern mit allen Anwesenden diskutieren.
Das Buch aus dem ibidem-Verlag kann auch vor Ort erworben werden (14,90 EUR).