Der Genderbegriff der feministischen Psychologin Sandra Bem

Das neueste Heft der Zeitschrift Sex Roles : A Journal of Research (76(2017)9) ist eine Spezialausgabe zum Thema „The Past, Present, and Future of Masculinity, Femininity and Gender : Honoring Feminist Scholar Sandra L. Bem (1944–2014), Part 1″. Die Herausgeberinnen Emily Keener & Clare Mehta gruppierten Artikel rund um  „feminist icon and scholar“ Sandra Bem und ihre Forschungen zum Thema, was Gender eigentlich ist/meint. In ihrem Editorial zum ersten Teil (p. 525-528) berichten sie:
Als sich Sandra Bem in den 1970er Jahren der Androgynität zuwendete begründete sie das mit: „because that concept seemed to challange the traditional categories of masculine and feminine as nothing before had ever done“ –  und musste dann später feststellen: „because androgyny focused on masculinity and femininity, and not the culture that created the concepts, it reproduced ‚the gender polarization that [sought] to undercut‘ (Bem 1993: The Lenses of Gender, p.viii).“ Die neun Artikel des Heftes beschäftigen sich damit, wie die Begriffe Männlichkeit, Weiblichkeit und Androgynität zu fassen sind, diskutieren über eine gender-neutrale (oder gender-freie) und egalitäre Kultur sowie über neue Wege zu zeigen, dass Gender ist „multidimensional, context-dependet, and independet of assigned biological sex“ (p. 528).
Die Zeitschrift ist von der HU lizensiert und über das Universitätsnetz zugänglich.