Schadet Bildung?

aep 3_2015Den interessanten Essay „Bildung schadet“ von Andrea Roedig aus dem neuen Heft der aep informationen möchte ich allen empfehlen, die sich mit einem geisteswissenschaftlcihen Studium fragen, was danach damit anzufangen sei. Der Link führt zur Langfassung des Essays, der ein Auszug aus ihrem Buch ist: Über alles, was hakt : Obsessionen des Alltags. (Klever Verlag, Wien 2013, 256 S., ISBN 978-3-902665-59-1)
Das Heft 3/2015 der aep informationen widmet sich generell der „Frauenbildung in Widersprüchen“:
„Im vorliegenden Heft liegt der Fokus auf dem „uralten“ wie „brandneuen“ Thema der Frauenbildung. „Alt“, weil der Kampf um des Recht auf Bildung für Frauen hart und lang war, „neu“, weil heute lieber von Genderbildung und Migrationspädagogik, Kompetenzerwerb und individueller Leistungsfähigkeit die Rede ist. Dabei war mit Frauenbildung immer auch die Selbst- und Kollektivbewusstseinswerdung verbunden, ein Ideal, das heute marginalisiert wird.
Das Heft ist ein Panorama unterschiedlicher Zugänge, Problembeschreibungen, Kritiken und Perspektiven. Frauenbildung, sie ist und bleibt widersprüchlich. Was wir uns wünschen ist, dass sie den Modus des Widersprechens nicht verliert bzw. wieder findet.“
Inhalt:  Gayatri Chakravorty Spivak bewertet die globale Situation von Frauenbildung (mit Link zur Langfassung in Englisch), Wiltrud Gieseke fragt, ob wir in der Bildung noch von Geschlechterhierarchie sprechen können und Emily Ngubia Kuria stellt ihr neues Buch „eingeschrieben“ über den Rassismus an deutschen Hochschulen vor. Außerdem geht es um geschlechtersensible Pädagogik, Didaktik, um junge Musliminnen in der Schule, um Diversity, Frauenbildungsräume und neoliberale Unis.