Neue Spezialdatenbank zu geschlechtsspezifischer Gewalt

Gestern hatte ich es schon angekündigt, heute kam der offizielle Zugang zur Datenbank aus Vilnius. Das Resource and Documentation Centr (RDC) des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE) in Vilnius präsentierte zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft  von Zypern in Nicosia eine neue Datenbank mit internationalen Ressourcen zu Genderthemen. Das Pilotprojekt startete zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt. Diese Datenbank ist auf der Internetseite des  RDC für alle Interessierten zu nutzen.
Entstanden ist die Datenbank in Zusammenarbeit von fünf europäischen Dokumentationszentren und Bibliotheken, die sich mit Genderfragen beschäftigen und dem RDC in Vilnius:

  • Aletta – E-Quality: the institute for gender equality and women’s history in Amsterdam
  • Amazone – Resource Centre for Equality between Women and Men in Brussels,
  • Cid-Femmes – Centre d’Information et de Documentation des Femmes in Luxembourg,
  • Gender Library at Humboldt-Universität zu Berlin und
  • KVINNSAM– National Resource Library for Gender Studies at Gothenburg University.

Die Datenbank stellt erstmals in Europa über 26.000 Datensätze zum Thema “geschlechtsspezifische Gewalt” in mehreren Sprachen bereit. Das Thema selbst wird inhaltlich sehr breit widergespiegelt – von physischer Gewalt gegenüber Frauen und Kindern, über sexuelle Gewalt, Zwangsheirat, Prostitution und Menschenhandel bis zu Stalking, Mobbing und sprachlicher Gewalt.
Die gemeinsame Arbeit an dieser Datenbank soll in der Zukunft fortgesetzt werden, mit weiteren Themen und weiteren Institutionen. Deshalb ist es wichtig, die Datenbank des bisherigen Pilotprojekts zu testen; mögliche Wünsche und Anmerkungen können an die Genderbibliothek  gemeldet werden.
Weitere Informationen liefert eine kleine Publikation zum Pilotprojekt auf Deutsch.

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