Projekt: Who is missing? And why?
Veröffentlicht von Karin am Juli 19, 2012 unter Allgemein
Warum werden Alice Salomon u.a. Personen mit dem Begriff “jüdische Herkunft” charakterisiert? Vertrat Gertrud Bäumer eine antisemitische Position? Wo bleibt eine kritische Auseinandersetzung mit Alexander von Humboldt unter dem Aspekt von Kolonialismus? Warum wird Lise Meitner nicht beim Porträt von Otto Hahn erwähnt, obwohl sie doch maßgeblich an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligt war?
Diese und viele andere Fragen stellt eine Projektgruppe aus dem Studiengang Geschlechterstudien/Gender Studies der HU. Sie haben die Portraitsammlungen im Hauptgebäude der Universität und die Skulpturen und Denkmale im Außenbereich untersucht und wollen zeigen:
“dass die … thematisierten Skulpturen und Portraits und die Art, wie sie präsentiert und (nicht) kontextualisiert werden, als Instrumente der universitären Selbstdarstellung zu verstehen sind, die nicht nur vieles, was fragwürdig ist, hinsichtlich ihrer Kontexte verschweigen, sondern auch bestimmte Normen voraussetzten und immer wieder neu herstellen.” (Projektbroschüre, S. 2)
Wer diese Kommentare zu den Portraitierten liest, kommt ins Grübeln, vergleicht, sucht vielleicht selbst nach neuen Fakten, möchte diskutieren…
Dazu lohnt es sich, die Sammlungen neu zu betrachten, die Broschüre zu lesen (auch in der Genderbibliothek) oder mit der Projektgruppe in Kontakt zu treten:
projectwhoismissing@gmail.com
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