Diskussion um geschlechtergerechte Bezeichnung des Bibliothekartages eröffnet

Veröffentlicht von am März 9, 2012 unter Allgemein, Bibliothekspolitik

Gestern, am Abend des Internationalen Frauentages am 8. März 2012, wurde im Blog des Vereins der Deutschen Bibliothekare endlich die Diskussion zur Umbenennung des Bibliothekartages gestartet. Mit einem Antrag im Vorfeld des 100. Bibliothekartages an 6 bibliothekarische Vereinigungen in Deutschland und österreich haben Jana Haase vom BIB und ich vom VDB in Zusammenarbeit mit Kolleginnen aus österreichischen Bibliotheken vorgeschlagen, den bisherigen Namen “Bibliothekartag” (der in österreich auch noch so heißt) in BIBLIOTHEKSTAG zu ändern .
In unserer Begründung zum Antrag verweisen wir darauf, dass die alte Bezeichnung nicht nur aus Gründen der geschlechtersensiblen Sprachverwendung und des 80-prozentigen Anteils von arbeitenden Frauen in Bibliotheken nicht mehr zeitgemäß ist.  Sie umfasst auch längst nicht mehr die Vielzahl von Berufen und Tätigkeiten, die im Einklang mit der technischen Entwicklung heute in Bibliotheken arbeiten.
Aus all den aufgeführten Gründen ist die Umbennung wichtig und richtig. Sprache soll die Realität abbilden und sie auch positiv beeinflussen! Aus diesem Grunde ist sehr zu begrüßen, dass der Vorstand des VDB vorschlägt, im Rahmen der Satzungsänderung, für die es beim letzten Bibliothekartag in Berlin eine Mehrheit mit nur drei Gegenstimmen für meinen Vorschlag einer geschlechtergerechten Umformulierung gab, auch die alte Bezeichnung in “Verein der Deutschen Bibliothekarinnen und Bibliothekare” umzubenennen (was in österreich bereits der Fall ist).
Dem Vorstand ist die geschlechtergerechte Benennung laut Stellungnahme ein wichtiges Anliegen, weshalb “der eingeführte Name ‘Deutscher Bibliothekartag’ um einen Zusatz ergänzt werden (sollte), der diesem Aspekt Rechnung trägt.”
Was könnte das sein? Wer einen Vorschlag hat und sich auch sonst an der Diskussion im Weblog des VDB beteiligen möchte, sollte das tun. Unseren eingereichten Antrag hatten bereits damals 45 Kolleginnen und Kollegen unterschrieben; auch während der Langen Nacht der Bibliotheken in Berlin erhielt der Antrag regen Zuspruch und weitere 25 Unterschriften. Was meinen Sie? Was meint Ihr?
Bitte unterstützen Sie unseren Antrag! Dr. Karin Aleksander


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