Neue Ausgabe “ROSA” Nr. 43 eingetroffen
Veröffentlicht von Karin am September 28, 2011 unter Zeitschriften
Gestern kam die neue Nummer der „ROSA“, der Zeitschrift für Geschlechterforschung der Universität Zürich. Die ROSA wird von Studierenden geplant, redigiert, gelayoutet und vertrieben und es ist der Redaktion ein großes Anliegen, Schreibende aus verschiedenen Kontexten – inner- wie außeruniversitär – zu gewinnen und insbesondere Studierenden eine Möglichkeit zu bieten, Arbeiten zu veröffentlichen.
- Sex in the Brain? : wie die Hirnforschung weibliche und männliche Gehirne erfindet (Aufsatz)
- Fröhliche männliche Wissenschaft : schamhafte Frauen als Methode (Aufsatz)
- Entgrenzte Politik und das gute Kollektiv (Aufsatz)
- Die Lücke im Gesetz (Aufsatz)
- Frühe Förderung von Forscherinnen (Aufsatz)
- Die tabulose Wissenschaft (Aufsatz)
- Erfolgreich – auch nach dem Studium (Aufsatz)
- Feminisiert und prestigeschädigend? (Aufsatz)
- Von Müttern, Kindern und Lohnarbeit (Aufsatz)
Die neue Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema „Wissenschaft“ und hat sich damit – wie im Editorial dargestellt – „an eine Thematik herangewagt, die bei einer Zeitschrift für Geschlechterforschung stets eine implizite Selbstverständlichkeit darstellt, aber kaum je kritisch reflektiert wird. Die Wissenschaft präsentiert sich gerne als objektive Instanz, die die Realität beobachtet und erklärt; dass sie dabei oftmals selbst zum Erschaffen von «Realitäten» beiträgt, erläutert Svenja Matusall, die in ihrem Artikel sexistische Narrative der Hirnforschung aufzeigt. Sexismus, wenn nicht sogar Frauenfeindlichkeit, wird auch Nietzsche oftmals vorgeworfen; Jasmine Keller will es aber genauer wissen und begibt sich auf die Suche nach den Weiblichkeitskonzepten in seiner fröhlichen Wissenschaft. Fabian Saner beschäftigt sich in seinem Artikel mit den beiden zeitgenössischen WissenschaftstheoretikerInnen Latour und Haraway, indem er ihren Machtkonzeptionen nachgeht und auf Ähnlichkeiten und Unterschiede hin untersucht. Eine juristische Perspektive bringt Ingrid Jent-Sørensen ein, sie setzt sich in ihrem Text mit Lücken im Gesetz auseinander und erläutert am Beispiel von Transsexualität, wie im Zweifelsfall die bipolare Geschlechterordnung als (unbewusstes) Kriterium dient. Nicht unwissenschaftlich geht’s auch im Beitragsteil weiter, wo sich Christa Kappler mit der Feminisierung des Primarlehrerberufs auseinandersetzt; und Sarah Guidi gibt Einblick in die Geschichte der Zürcher Kinderhorte.“
Die Nr. 43 (und viele andere vorher) ist in der Genderbibliothek zu lesen!
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