11.12. – Regina Frey : Weiterhin die richtigen Gegner_innen haben

Mein erster Adventswunsch:
Mich trieb dieses Jahr zunächst einmal das Gender Mainstreaming –Bashing der Neuen Rechten um – dazu die Rezension des Buchs der FPö-Politikerin Barbara Rosenkranz: http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/viewArticle/714/722.
Der Inhalt des Buches ist natürlich scheußlich und streckenweise schwer lesbarer Quatsch. Aber ich fand es wirklich beruhigend zu erkennen, dass ich in den letzten Jahren zu einem Thema gearbeitet habe, das den rechten Rand  offensichtlich ziemlich piekst. Unter anderem findet Frau Rosenkranz das Gender-Manifest ganz schlimm. Und natürlich findet sie es schrecklich, dass solche Leute wie ich schon einmal Aufträge von österreichischen Institutionen bekommen haben. Was mich zu einer ziemlich adventsunpässlichen Schadenfreude treibt ist: Die neurechte Autorin bezieht sich derart deutlich und häufig auf SPIEGEL und F.A.Z., das denen das peinlich sein müsste. Der Vorteil: Es müsste nun klar sein, wo diese Medienorgane geschlechterpolitisch zu verorten sind.

Insofern mein erster Wunsch: Weiterhin die richtigen Gegner_innen haben.

In diesem Sinne: Friedliche Grüße für die Zeit zwischen den Jahren für die Genderbibliothek und alle Lesenden!

Regina Frey ist Politikwissenschaftlerin und leitet das Genderbüro in Berlin. Sie ist Mitinitiatorin des Gender Manifest und setzt ihre Arbeitsschwerpunkte zur Zeit bei der Beratung für die Umsetzung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting sowie in der theoretischen und wissenschaftlichen Fundierung von Gender-Praxis. In der Genderbibliothek haben wir 14 Nachweise der Wissenschaftlerin in unserer Datenbank.

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