02.12.: Frauenarchiv
Veröffentlicht von Karin am Dezember 2, 2009 unter Allgemein

T. Vriend von "Aletta"
Tilly Vriends Slogan “Without history no future” trifft auch auf das gezeigte Buch zu. Unter dem Titel “Travelling Heritages : New Perspectives on Collecting, Preserving and Sharing Women’s History”, herausgegeben von Saskia E. Wieringa (Amsterdam : aksant, 2008. – 307 pp., 978-90-5260-299-8; 25 $) diskutieren Spezialistinnen aus Hochschulen, Bibliotheken und Archiven, wie sich auch unter dem Einfluss der neuen Medien und der Globalisierung die Kriterien und die Verantwortung dafür verändern, was für wen gesammelt, wie aufbereitet und weitergegeben wird. Denn so wie das Wissen über die Vergangenheit nicht wertfrei ist, so sind es auch die Sammlungen nicht. Tilly Vriend schrieb für dieses Buch einen Artikel über ihre Erfahrungen mit dem Digitalisieren von Dokumenten (S. 107-118). Das Buch schenkte sie der Genderbibliothek beim Besuch der 44. Arbeitstagung der deutschsprachigen Frauen-/Lesbenarchive im Oktober in Berlin. Vielen Dank! Das Buch kann ausgeliehen werden.
Tilly Vriend koordiniert alle Datenbanken bei Aletta, dem Institute for Women’s History (dem früheren IIAV, International Information Centre and Archives for the Women’s Movement) in Amsterdam. Nach ihrem Studium (Library and Information Studies) an der Frederik Müller Academy in Amsterdam begann sie 1982 als Information Specialist am IDC, Information and Documentation Centre of the Dutch Women’s Council. 1988 wechselte sie zum IIAV, wo sie zunächst in der Abteilung für Verschlagwortung arbeitete. Von all ihren nationalen and internationalen Projekten, an denen sie mitwirkte, sei besonders der Holländische und der Europäische Women’s Thesaurus genannt. Tilly ist aktives Mitglied von LOVI (The Dutch Network for Women’s information centers), Athena (Advanced Thematic Network in European Women’s Studies) und im Vorstand von WINE, Women’s Information Network in Europe. Als International Coordinator of the Program Committee war sie für die Know How Conferences in Amsterdam (1998), in Kampala (2002) and in Mexico (2006) verantwortlich. Außerdem war sie Trainerin im Projekt “Building women’s information centers in Eastern Europe”. Aktuell ist Tilly Projektmanagerin des EU-Projekts “FRAGEN”, das die wichtigsten feministischen Texte der Frauenbewegung aus EU-Ländern digitalisiert.
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