Dokumente zur Frauengeschichte im Kölner Stadtarchiv
Veröffentlicht von Karin am März 5, 2009 unter Allgemein
Der tragische Einsturz des Kölner Stadtarchivs bedeutet auch den Verlust wertvoller Dokumente zur Frauengeschichte der Stadt Köln. Irene Franken vom Kölner FrauenGeschichtsverein schreibt aktuell dazu an die Mitglieder im i.d.a.-Dachverband der deutschsprachigen Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken:
“… unser Schmerz ist unermesslich, da wir wissen, welche Schätze dies Archiv beherbergt hat. Das fängt bei den einzigen Zeugnissen für Frauenzünfte an und geht über weitere Zunfturkunden auch über Frauenarbeit (das Lehrtöchterbuch etc.), über eine riesige Siegelsammlung gerade auch von Frauen, Tausende von Testamenten – viele von Frauen, die Armutszeugnisse -natürlich die Mehrheit von Frauen, Dokumente von Unternehmerinnen, die Jahrhunderte Zeugnisse der Beginen, der Frauenstifte und Klöster, die bürgerliche Frauenbewegung inkl. dem ersten preußischen Mädchengymnasium, die erste promovierte und habilitierte Kölnerin (die Historikerin Ermentrude), die ganzen Zwangssterilisierten, und auch die ganze Alternativbewegung mit HausbesetzerInnen, Öko, den ganzen linken Zeitungen (da war Köln auch eine Zeit lang federführend). Meine Interviews mit Oppositionellen aus den 50er Jahren, dann natürlich die ganzen Nachlässe …”
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Eine Antwort zu “Dokumente zur Frauengeschichte im Kölner Stadtarchiv”
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ich hoffe sehr, dass dieser verlust in der lokalen politik jeder stadt endlich zu einem umdenken führt und marode und unsanierte archiv- und bibliotheksgebäude bald zur geschichtsschreibung gehören.
ich hoffe!!!