16. Dezember: Von Skandinavien lernen

Bei all den Kombinationen mit Gender Studies studieren auch mehrere bei uns Skandinavistik. Aber nicht nur deshalb wollen wir heute Schätze aus Dänemark, Schweden und Norwegen vorstellen. In Skandinavien gibt es hervorragende Ressourcen für die Frauen- und Geschlechterforschung. Sie lohnen sich vor allem für die Literaturrecherche, weil in den Katalogen weit über 50% englischsprachige Literatur erfasst wird, denn in den Landessprachen wird nicht so viel Literatur publiziert. Welche Quellen sind das?

Die kvinfo-Bibliothek im Schwarzen Diamanten
Die kvinfo-Bibliothek im "Schwarzen Diamanten"

1. KVINFO in Kopenhagen, Dänemark: Die Suche nach „gender“ im Bibliothekskatalog ergibt z.B. 70 Titel in Dänisch, 1.817 in Englisch, 3 finnische und weitere in anderen Sprachen. Auch hier sind Zeitschriftenartikel und Graue Literatur erfasst. Die Bibliotheksseite hält für Dänischsprechende noch weitere Ressourcen bereit, wie ein Frauenfotoarchiv, Literaturlisten, alte Zeitschriften etc.

2. KVINNSAM ist die umfangreichste Datenbank zur Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung in Schweden (Universität Göteborg) mit ca. 100.000 Einträgen seit 1970; es werden Artikel aus Sammelbänden und Zeitschriften erfasst; über 60% der Titel sind in Englisch, hauptsächlich aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Außerdem gibt es mit GENA eine Datenbank mit PhD-Arbeiten (seit 1960) und mit GREDA eine Datenbank, um Expert-innen zu finden.

3. Eine übergreifende Institution ist NIKK, das Nordic Gender Institute, an dem z.Zt. 7 Fachleute aus vier skandinavischen Ländern in Oslo arbeiten. Diese Seite informiert über Konferenzen und Diskussionen, die aktuell geführt werden, z.B. gerade über Prostitution, über Gleichheit in der Gesellschaft, über Männlichkeit und Ethnizität und Religion (in Englisch). Außerdem gehört zu Norwegen das Information Center for Gender Research KILDEN, das z.B. die gleichnamige Frauenforschungszeitschrift herausgibt und mehrere Artikel im Volltext anbietet, z.B.: How interdisciplinary is interdisciplinary Gender Research? An investigation of the Research Programme Gender in Transition, by Camilla Jordheim Larsen and Karin Widerberg, in: Tidsskrift for kjønnsforskning 2/2007.

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