11. Dezember: Frauennachlässe

Veröffentlicht von Karin am Dezember 11, 2008 unter Adventskalender 2008

CC Schatztruhe via Flickr von Freierfall1st

CC "Schatztruhe" via Flickr von Freierfall1st

„Nachlässe und Autographen sind Kunstwerke. Sie gewinnen ihren Wert aus ihrem unikalen Charakter, sie zeugen für das Individuum, als dessen Hinterlassenschaft sie erhalten blieben“. (Jutta Weber, stellv. Leiterin der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin) Mit diesem Zitat beginnt ein informativer Artikel von Prof.in Dagmar Jank (FH Potsdam) zu Frauennachlässen. Sie zeigt dort, dass die ‚konventionellen‘ Archive und Bibliotheken längst nicht mehr die einzigen Einrichtungen sind, die Nachlässe erwerben und bewahren. Die Versäumnisse einer männlich geprägten Archiv- und Bibliothekswelt sind auch hier deutlich zu spüren, weil Frauennachlässe als uninteressant für die historische Forschung und damit als nicht tradierungswürdig galten.

Die Fraueninformationseinrichtungen der neuen Frauenbewegung, die gezielt Nachlässe von Frauen erwerben, erhalten und publik machen, leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Regional- und Kulturgeschichte. Dagmar Janks Artikel enthält eine Liste von mit Findbüchern erschlossenen Frauennachlässen.

Heute sollen drei Archive (von vielen im Artikel von D. Jank genannten) vorgestellt werden:

1. Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel

  • 15 Nachlässe von Einzelpersonen und 4 von Vereinen

2. Sammlung Frauennachlässe am Institut
für Geschichte der Universität Wien

3. FFBIZ – Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum e.V. Berlin

  • 7 Nachlässe, z.B.: Elisabeth Rothschuh 1893-1987, Hildegard Radusch 1895-1994, Gudula Lorez 1966-1986

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