Wie will ich Gender Studies lehren und studieren? : neues Buch nur in der Genderbibliothek

Dieses Buch sollten alle Lehrenden und Studierenden in Gender Studies lesen, die sich aktiv dafür interessieren, wie ein Gender Studies-Studiengang weiter zu verbessern ist. Hier werden Fragen diskutiert und Lösungen angeboten zu Themen, die auch an unserem Zentrum ständig auf der Tagesordnung stehen. Dass das Buch von 2002 bisher noch nicht die große Aufmerksamkeit bekommen hat, könnte daran liegen, dass es im Titel „Women’s Studies“ heißt:

Women’s studies on its own : a next wave reader in institutional change / edited by Robyn Wiegman. – Durham, N.C. ; London : Duke University Press, 2002. -502 p. (Next wave : New Directions in Women’s Studies) ISBN: 0-8223-2950-6; 0-8223-2986-7

In den vier Kapiteln des Buches wird meist der Terminus „Women’s Studies“ verwendet, aber die einzelnen Themen betreffen aktuelle Diskussionen.

Es geht z.B. um den Prozess der Institutionalisierung an Hochschulen und Professionalisierung, um die Verbindungen zu den Fachbereichen und den administrativen Bereich der Universität, um die altbekannte Autonomie-Institution-Diskussion, um die spezielle Position von Wissenschaftler_innen, die ein Gender-Thema in ihrer Fachdisziplin bearbeiten, um die eigene Arbeitskultur und den Neoliberalismus, es geht um Inter- und Transdisziplinarität, um Team-Teaching, um das Verhältnis von Frauen- und Geschlechterforschung und die Kategorie „Frau“, um Praktika für Studierende und zukünftige Arbeitsmöglichkeiten von Absolvent_innen, um Feminismus in den Zeiten, um den Zusammenhang von Theorie und politischer Bewegung, um die Diskussion mit Angehörigen von ethnischen Gruppen, um Anforderungen an den Wissensstand beim Studienabschluss, über Inter- und Transnationalisierung der Women’s Studies, über den Generationenwechsel in Studium, Forschung und Lehre, und …

Allein die 44 Seiten lange Einführung von Robyn Wiegman gibt einen ausführlichen Ãœberblick über alle 24 Artikel und stellt sie teilweise auch in den aktuellen US-Diskussionsstand. So können alle das für sich wichtigste Thema auswählen und sich dann ausführlich im speziellen Artikel vertiefen.

Unter dem Titel „Locating Feminism“ gibt es zum Schluss noch eine 25seitige Bibliographie.

Das Buch wurde leider von den meisten Bibliotheken übersehen. Es ist nur in den Unibibliotheken von Bremen, Hamburg, Hannover und Chemnitz zu bekommen. In Berlin gibt es das Buch nur in unserer Genderbibliothek.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.