Bibcamp 2008 – eine kurze Nachbetrachtung

Marius und ich haben uns spontan entschlossen im Rahmen des Bibcamp 2008 Web 2.0-Ergebnisse unserer Arbeit in der Genderbibliothek vorzustellen. Wir konzentrierten uns dabei auf die Vorstellung unseres Weblogs und Nutzung von Library Thing durch die Genderbibliothek und auf unser moodle gestützten Kursangebot zur „Informationskompetenz in den Gender Studies“.

Danilo und Marius auf dem Bibcamp

Wir berichteten vor allem über die Kurse, in denen wir Studierenden und Lehrenden die wesentlichen  Grundlagen zur (Be)Nutzung von Web 2.0 Angeboten vermitteln. Im Anschluss an die Präsentation breitete sich bei uns ein wohliges Gefühl aus, da wir für die zurückliegende Arbeit viel Anerkennung und Lob aus der bibliothekarischen Fachwelt erhielten.

Doch was für Ergebnisse konnten wir aus der Konferenz mitnehmen? Auf dem Bibcamp herrschte große Einigkeit über die Notwendigkeit offene Schnittstellen für die OPAC’s (Onlinekataloge der Bibliotheken) einzurichten, um die Daten dieser Kataloge nutzbar für alle anzubieten. Außerdem stellt sich für uns die Frage, wie Angaben zur Literatur in bestehende Systeme (Moodle, die eigene Homepage, …) eingebunden werden können und ob wir uns noch mehr für die Mitgestaltung der Nutzer_innen der Genderbibliothek öffnen können. Und nicht zu unterschätzen ist der Netzwerkeffekt, den eine solche hierarchiearme Konferenz nach sich zieht. Des weiteren können wir folgende Ergebnisse für unsere Teilnahme an der Unkonferenz festhalten, wir:

  • lernten persönlich Blogger_innen kennen, deren Blogs wir seit langem lesen (Text & Blog, …)
  • entdeckten neue Weblogs (literatenmelu, …)
  • staunten über Projekte (beluga, …)
  • nutzen andere Tools für die Web2.0-Kommunikation (Twitter, Facebook, …)
  • folgten der Einladung neue Angebote mitzugestalten (Lernen 2.0, …)
  • staunten über neue Softwareideen (jopac, …)
  • freuten uns, dass viele Bibliothekar_innen („die jungen Wilden“) die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich gemeinsam fit für die Herausforderungen machen, die eine Informations- und Kommunikationsgesellschaft an Bibliotheken stellt und stellen wird.

Ich denke, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen sehen werden, inwieweit wir in der Genderbibliothek die Kernideen der Bibliothek 2.0 „Offenheit und Partizipation“ noch besser umsetzen können. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber_innen des Bibcamp 2008. Material und Berichte zur Konferenz finden sich im Wiki des Bibcamp 2008.

4 thoughts on “Bibcamp 2008 – eine kurze Nachbetrachtung

  1. Das ist ja unter anderem das Schöne und Wichtige an solchen Veranstaltungen, dass man über den fachlichen Gewinn hinaus auch die Personen kennen lernt, deren Blogs und Projekte man schon „virtuell“ kannte, und dass man – und das trifft in meinem Fall auf das Weblog der Genderbibliothek zu – Netzprojekte und die dahinterstehenden Menschen entdeckt.

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