Drei Frauengenerationen aus Ostdeutschland

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Für Dich

Titel der Frauenzeitschrift “Für Dich”, Heft 1/1978

Am 07.11.2014 wird um 19:15 Uhr  im Deutschlandfunk ein Dossier gesendet, das drei Frauengenerationen aus dem Osten Deutschlands vorstellt. Großmutter, Mutter und Tochter lebten in Deutschland, in der DDR bzw. in den Neuen Bundesländern, drei Generationen einer Familie in drei verschiedenen Staaten. Das Dossier erarbeiteten Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz auf der Basis von Interviews. Die zwei älteren Frauen hatten sie bereits in den 1990er Jahren für das Projekt “Frauengedächtnis” von OWEN interviewt, alle drei sprachen für dieses Dossier erneut über ihre Erinnerungen und Lebenserfahrungen.

Die Emanzipierten
Drei Frauengenerationen aus Ostdeutschland
Von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz
Produktion: DLF 2014

Für Ilsemarie, geboren 1932, war es keine Frage: die ersten beiden Kinder während des Studiums, das dritte unmittelbar danach. Sie arbeitete als Familienrichterin in Ostberlin, promovierte nebenbei – und war bei all dem ziemlich auf sich allein gestellt. Auch wenn sie in vielem ihrer Tochter, geboren 1957, ein Vorbild ist – dass Ilsemarie so lange an einer unglücklichen Ehe festhielt, kann Sonja bis heute nicht verstehen. Von ihrem eigenen Mann, der nicht mitzog, ließ Sonja sich ganz selbstverständlich scheiden; auch die unsichere Situation unmittelbar nach dem Mauerfall brachte sie nicht davon ab. Ein Leben ohne Mann war für sie vorstellbar – eines ohne Erwerbsarbeit nicht. Für Sonjas Tochter Juliane, geboren 1982, sind die Jahre nach der Wende, in denen ihre Mutter umschulte, sich wieder und wieder bewarb, gut im Gedächtnis geblieben. Und auch wenn die junge Frau vor allem im vereinten Deutschland aufwuchs und während ihrer Studienaufenthalte im Ausland weit über den ostdeutschen Horizont hinauskam – es sind die Stärken von Großmutter und Mutter, die ihr den Weg gewiesen haben.

49. Treffen der Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen in Wien

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ida_banner_130x80Unter dem Leitthema “Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung” wird die 49. Jahrestagung dieses spezifischen Netzwerkes in Wien stattfinden. Vom 17.-19. Oktober werden Spezialistinnen aus über 30 Lesben-, Frauen- und Genderbibliotheken, -archiven und -dokumentationseinrichtungen in verschiedenen Arbeitsgruppen und im Plenum diskutieren. Die Teilnehmerinnen kommen aus fünf deutschsprachigen Ländern Europas: aus Österreich, Luxemburg Norditalien, der Schweiz und der BRD. Organisiert wird die Fachtagung in diesem Jahr von STICHWORT : Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung : Bibliothek – Dokumentation – Multimedia sowie von der FRAUENSOLIDARITAET/C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik sowie unterstützt von  Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien.
Den Eröffnungsvortrag hält Dr.in Sigrid Schieber vom Hessischen Hauptstaatsarchiv zum Thema “Immer und überall verfügbar? : Gedanken zum Warum und Wie der Digitalisierung”.

Semesterstart am Montag, 13.10.2014

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P1090277Wir begrüßen alle Studierenden der Geschlechterstudien zum neuen Wintersemester 2014/15, besonders die neuen Erstsemester im BA und MA!
Gleich am ersten Tag ist der Dies academicus; deshalb sind die regulären Öffnungszeiten der Genderbibliothek an diesem Tag verändert:

Wegen der Einführungsvorlesung für die Erstsemester, wo sich auch die Genderbibliothek mit ihrem Service vorstellen wird, öffnet die Genderbibliothek erst ab 11 Uhr.
Wegen der Semesterauftaktveranstaltung mit allen Lehrenden, Beginn 18 Uhr, hat die Genderbibliothek an diesem Tag nur bis 18 Uhr geöffnet.

 

Neu bei uns: Argument 308 “Frauenbewegung erinnern”

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Argument308Es ist immer Zeit für historische Betrachtungen. Die neue Ausgabe von “Das Argument” ist der Frauenbewegung gewidmet. Die zwei Worte “Frauenbewegung erinnern” stehen ohne Satzzeichen. Sie können deshalb als Aussage, als Aufforderung oder als Frage gelesen werden. Die Antwort werden die Lesenden finden, die sich entsprechend ihrer spezifischen Fragesituation den einzelnen Artikeln zuwenden:

  • Sabine Plonz: Frauenbewegungsgeschichte schreiben. Editorial … 317
  • Rossana Rossanda: Versuch einer posthumen Wiedergutmachung an den Frauen von 1789 … 319
  • Frigga Haug: Arbeiten an einer Kultur in der Zerrissenheit. Eine internationale Umfrage … 325
  • Susanne Maurer: Zerstreute Geschichte(n)? Überlegungen zu einer feministischen Geschichtsschreibung … 331
  • Frigga Haug: Vom Schicksal zur Geschichte. Wie Bewegungsgeschichte schreiben? … 341
  • Verónica Schild: Die Spezifik lateinamerikanischer Feminismen im Kontext neoliberaler Regulierung. Beunruhigende Divergenzen – Produktive Ambivalenzen.. 356
  • Melanie Stitz und Ruth May: Über Silvia Federicis »Aufstand aus der Küche« … 369
  • Ursula Schröter: Abbruch eines Aufbruchs. Zur Frauenpolitik in der DDR … 376
  • Sylvia Schraut: Strategien und Blockaden frauenbewegter Traditionsstiftung … 387
  • Susi Zornig: Kapitalbildung mit Alice. Zum Kontext heutiger Frauengeschichtsschreibung … 398
  • Die dunkle Seite der Lichtgestalten – ein Merkposten für das Schreiben von Frauenbewegungsgeschichte (Ines Schwerdtner und Sabine Plonz) …405
  • Das Wandern ist der Frauen Lust? Frauengeschichte ausstellen (Ursula Schröter) … 407

Außerdem gibt es wie immer Rezensionen aus den Gebieten Philosophie, Kunst und Kultur, Pädagogik, Soziologie (zu Laurie Penny, Christian Schmelzer), Ökonomie (zu Bettina Haidinger) und Soziale Bewegungen (zu Nancy Fraser, Silvia Federici, Gabriele Dietze u.a.).

Neue Ausgabe LIBREAS zu Frauen und Bibliotheken

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Libreas25Die aktuelle Ausgabe der Online-Zeitschrift LIBREAS. Library Ideas # 25 ist diesmal dem Thema FRAUEN gewidmet. Unter den Leitgedanken “Bibliothekarin sein – Nutzerin sein. Frauen und Bibliotheken” hatte die Redaktion Artikel eingeworben. Zu lesen sind jetzt Artikel verschiedenster Inhalte:
So führt schon das Editorial in einem interessanten Zweiergespräch zwischen Heike Stadler und Karsten Schuldt ein in die Lücken der Berufsgeschichte, indem Nachrufe von Bibliothekarinnen danach untersucht wurden, welchen Inhalt sie über die Tätigkeiten von Bibliothekarinnen äußern oder die Frage, ob Bona Peiser nun die erste deutsche Bibliothekarin oder die erste Bibliothekarin Deutschlands war.
Noch ein Interview von Maria-Inti Metzendorf mit Antje Kellersohn, der Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg, regt an, über die Geschlechterrollen von Frauen und Männern und ihr Verhalten in Führungspositionen in Bibliotheken mitzudiskutieren, ebenso über den Aufruf für geschlechtersensible Bibliotheksangebote in Stadtbibliotheken von Katharina Leyrer.
Mehrere Artikel widmen sich konkret historischen Persönlichkeiten, die als Bibliothekarinnen gearbeitet haben, z.B. Anna Kvapilová (von Susanne Brandt) oder Jella Lepmann (von Anna Becchi) oder Wiborada (von Marion Voigt).
Ebenfalls einen historischen Einblick in die Berufsgeschichte von Bibliothekarinnen erlauben die Bewerbungen von Hilfsarbeiterinnen in der Königlichen Bibliothek/Preußische Staatsbibliothek von 1916 bis 1943, die Frauke Mahrt-Thomsen recherchierte.
In meinem eigenen Artikel zeige ich an Beispielen aus der aktuellen Gemeinsamen Normdatei, wie geschlechterstereotype Vorstellungen sich immer noch in den verwendeten Schlagworten niederschlagen und damit v.a. Frauen und ihre Belange diskriminieren, aber auch die Suche nach Literatur zu geschlechterrelevanten Themen erschweren.

 

Öffnungszeiten in der Semesterpause

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P1070256Eine Bibliothek, die ihre Nutzer_innen qualitätsvoll bedienen möchte (= Output), braucht den nötigen Input. Dafür eignet sich die Semesterpause. Wir müssen viele erfasste Titel verschlagworten, unser Archiv umräumen, weil uns viele neue Bücher und Materialien geschenkt wurden, Projekte bearbeiten, die Systematikschilder auswechseln etc.

Deshalb hat die Genderbibliothek in der Semesterpause vom 21.07. bis zum 10.10.2014
nur dienstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Bücher können abgegeben werden
• im Sekretariat (R 1.18) oder
• im PC-Pool (R 1.20)
oder in die ZtG-Briefkästen
• vor dem Sekretariat bzw.
• im Foyer gegenüber dem Treppenaufgang.

FFBIZ sucht Projektleiter_in für Buchprojekt zur Geschichte der Berliner Frauenbewegung

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logo_ffbizFFBIZ e.V., Berlin, 15.08.2014-31.12.2014
Bewerbungsschluss: 05.08.2014

Das FFBIZ-Archiv ist ein feministisches Dokumentations- und -informationszentrum mit Sammelschwerpunkt auf der zweiten Welle der internationalen Frauenbewegung. Hier gesammelte Dokumente der aktiven Gruppen sind Arbeitspapiere, Protokolle, Flugblätter, Plakate, Fotos, Buttons und Sticker und viele andere “Graue Materialien” sowie Schallplatten mit Songs von Demonstrationen und Frauenfesten. Außer Materialien aus und über Berlin und die Bundesrepublik wurden auch Frauenbewegungsdokumente aus nahezu allen Teilen der Welt gesammelt und erschlossen. Die Bestände des Archivs sind so seit der Gründung des FFBIZ kontinuierlich gewachsen. Wir stehen allen Menschen offen, die Interesse an unserem Bestand haben.

Wir suchen zum schnellstmöglichen Zeitpunkt befristet für die Dauer bis zum 31.12.2014, ggf. mit der Option der Verlängerung, für die Konzeption eines Buchprojektes zur Geschichte der Frauenbewegung in Berlin eine/n

Projektleiter/in (m/w)
19,5 Stunden wöchentlich, Vergütung EG 13 TVL

Die Aufgaben umfassen:
– Konzepterstellung Buchprojekt bis zur Entscheidungsreife
– Projektmanagement für das Projekt inkl. Planung von Meilensteinen, Steuern der Ressourcen, Ergebniskontrolle
– Mitwirkung bei der Projektabrechnung nach geltendem Zuwendungsrecht
– Enge Zusammenarbeit mit Vorstand und Geschäftsführung inkl. Vorbereitung der Arbeitstreffen

Wir erwarten:
– Hochschulabschluss oder master Genderstudies, Geschichte oder vergleichbare Qualifikation
– Sehr gute Kenntnisse aus dem Bereich Frauen- und Geschlechtergeschichte
– Kenntnisse des anzuwendenden Zuwendungsrechts
– Konzeptionsfähigkeit
– Projektmanagementkompetenz/sehr gute organisatorische Fähigkeiten
– Leistungsbereitschaft
– Handlungskompetenz
– Sehr gute Kommunikationsfähigkeit
– Teamfähigkeit
– Gender- und Diversitykompetenz
– Sorgfältige und eigenständige Arbeitsweise

Wir freuen uns besonders über die Bewerbung von Migrantinnen und Migranten und von Menschen mit Behinderung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 05.08.2014 an das FFBIZ in Berlin ausschließlich online an das FFBIZ, Geschäftsführung Roman
Klarfeld unter bewerbung@ffbiz.de

————————————————————————
Eldenaer Straße 35bewerbung@ffbiz.de

Homepage <http://www.ffbiz.de/aktivitaeten/jobs.html>

URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/chancen/type=stellen&id=10310>

“Teaching Gender with Libraries and Archives” online!

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http___www.atgenderhttp___www.atgenderTeaching Gender with LibrariesAb sofort ist das Buch “Teaching Gender with Libraries and Archives” von der AtGender-Webseite aus online zu lesen.  Zur Erinnerung noch einmal die Angaben und das Inhaltsverzeichnis:
Jong, Sara de; Koevoets, Sanne (ed.):
Teaching Gender with Libraries and Archives : The Power of Information. Budapest ; New York : Central European University Press, 2013. – p. 179 (Teaching with gender : European women’s studies in international and interdisciplinary classrooms ; 10) ISBN: 978-615-5225-60-4

Inhalt:

  • Introduction
  • The library as knowledge broker
  • Parallels in the history of women’s/gender studies and its special libraries
  • Institutionalizing activist legacies
  • Searching for women in the archives : collecting private archives of women
  • Core feminist texts in Europe online : teaching with the FRAGEN database
  • Teaching gender-sensitive English as a foreign language through databases : local practices and beyond
  • (Re)searching gender in a library
  • Information as a tool for the empowerment of women
  • Reflections on Glasgow Women’s Library : the production of cultural memory, identity and citizenship
  • Beyond the bun lady : towards new feminist figurations of librarianship

 

 

Genderbibliothek am 05. und 06.06.2014 geschlossen

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P1050241Leider bleibt die Genderbibliothek am kommenden Donnerstag und Freitag geschlossen. Ich vertrete unsere Genderbibliothek beim 103. Bibliothekstag in Bremen. Dort werde ich beim Treffen der One Person-Libraries die Aufgaben und Besonderheiten der Genderbibliothek des ZtG vorstellen. Außerdem leite ich die AG Gender/Diversity, die zum dritten Mal bei einem Bibliothekstag einlädt und in der wir neue Projekte vorstellen und eigene Themen der Teilnehmenden diskutiert werden können.
Außerdem werde ich Bibliothek und Archiv des seit 1986 existierenden Vereins belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen besuchen.
Bücher können im Sekretariat oder PC-Pool des ZtG abgegeben werden.

Feministische Studien 1/2014

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Gerade eingetroffen in der Genderbibliothek ist die erste Ausgabe der Feministischen Studien 2014. Dieses Heft trägt Artikel zum Thema “Intimitäten – wie politisch ist das Vertraute?” zusammen. In der Einleitung fragen die Herausgeberinnen:
“Ist das Intime also die (neue) Antipode zum Öffentlichen? Oder zeigt sich nicht vielmehr beim zweiten oder dritten Hinsehen, dass Intimität die Unterscheidung von Privatheit und Öffentlichkeit durchkreuzt? Wie funktioniert Intimität? Wie stellt sie sich her? Und wie verändert sie sich unter neuen technologischen Möglichkeiten, Bedingungen und Anforderungen? Wie (un-)abhängig von Geschlecht und Begehren als intersektionale Positionen wird Intimität erfahrbar – und womöglich auch politisch?” (Meßner, A.-K.; Schmidbaur, M.; Villa, P.-I., S. 3)
Neben diesem Schwerpunkt gibt es u.a. Beiträge zu Donna Haraway, zum Onlineaktivismus, einen Literaturbericht über empirische Studien zur Familienbildung lesbischer Paare, Tagungsberichte (z. B. zur Abschlusskonferenz des DFG-Graduiertenkollegs “Geschlecht als Wissenskategorie” an der HU Berlin) und Rezensionen (z.B. über S. Böhm/F. Kämpfe: Anecken und Weiterdenken : aktuelle Beiträge zur Geschlechterforschung oder E. Appelt/B. Aulenbacher/A. Wetterer: Gesellschaft : feministische Krisendiagnosen).
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 32(2014)1