Ulla Ruschhaupt


Zeitleiste

 

 

1949

7.10.1949: Gründung der DDR

In Artikel 7 der ersten Verfassung der DDR heißt es: "Mann und Frau sind gleichberechtigt... Alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegenstehen, sind aufgehoben.
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1949, Nr. 1, S.6.

   

1950

19.1.1950: Verordnung über die Regelung des Stipendienwesens an Hoch- und Fachschulen

Diese Verordnung setzt die vom 31.3.1949 über die Erhaltung und die Entwicklung der deutschen Wissenschaft und Kultur außer Kraft. Unterschieden werden zwei Berechtigungsgruppen. Der ersten gehören u.a.an Arbeiter, Bauern oder deren Kinder sowie Kinder von Personen, die hohe Auszeichnungen der DDR erhalten haben. Die Höhe des Stipendiums ist abhängig vom Einkommen der Eltern. Der zweiten Gruppe sind die übrigen Studierenden zugeordnet, ihnen "können" Semesterbeiträge gewährt werden.
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1950, Nr.4, S.17.
Mit der Verordnung vom 20.9.1951 wird die Gruppe der Stipendienberechtigten neu definiert. Stipendien werden nunmehr gezahlt an Arbeiter, Bauern, Angehörige der Intelligenz oder deren Kinder, des weiteren an sonstige Studierende mit besonderen fachlichen Leistungen.
Quellen: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 115.
 

22.3.1950: Verordnung über die Beschäftigungsverhältnisse der wissenschaftlichen Assistenten und wissenschaftlichen Hilfsassistenten an den Universitäten und Hochschulen

Quelle: DDR-Hochschulbestimmungen, Ministerium für Volksbildung, Unterabteilung Hochschulen und Wissenschaftliche Einrichtungen, Berlin, Ministerialblatt 1950, S. 27.

 

18.4.1950: Das Politbüro des Parteivorstandes der SED verabschiedet eine Entschließung zur Frauenfrage

Es wird die Erarbeitung eines Gesetzes zur neuen gesellschaftlichen Stellung der Frau vorgeschlagen. Die Aufmerksamkeit wird vor allem auf die Frauenförderung und -qualifizierung, die Erweiterung ihrer fachlichen und kulturellen Entwicklungsmöglichkeiten sowie auf den Bau von sozialen und Dienstleistungseinrichtungen gelenkt.
Quelle: Rolle der Frau in der Geschichte der DDR (1945-1981), Verlag für die Frau, Leipzig 1986, S.59.

 

20.-24.7.1950: II. Parteitag der SED

"Der Anteil der weiblichen Fachschüler soll auf 40 % erhöht werden. (Beifall) Wir haben also keine Zeit mehr, über die Gleichberechtigung der Frauen und Mädchen zu diskutieren, sondern jetzt wird sie durchgesetzt. (Heiterkeit. Stürmischer Beifall)" (Walter Ulbricht auf dem II. Parteitag der SED)
Zitat aus: Ulbricht, Walter (1951): Der Fünfjahrplan und die Perspektiven der Volkswirtschaft. In: Protokoll der Verhandlungen des II. Parteitages der SED, 20.-24. Juli 1950, Berlin, Band 1, S. 382.

 

27.9.1950: Das Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau wird verabschiedet

Es verankert die Gleichstellung von Mann und Frau in Ehe und Familie, bestimmt die Rolle der Frau in der Familie neu und legt die Rechte der allein- erziehenden Mutter sowie der nicht ehelich geborenen Kinder fest.
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1950, Berlin, Nr. 111, S. 1037.

 

 

   

1951

22.2.1951: Verordnung über die Neuorganisation des Hochschulwesens (II. Hochschulreform)

Die zentralistische Steuerung des Hochschulwesens der DDR als Bestandteil des gesellschaftlichen Systems mit seinen politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Zielsetzungen wird damit erstmalig umfassend formuliert. Für die Leitung und Koordinierung des gesamten Hochschulbereichs ist nunmehr das neu gegründete Staatssekretariat für das Hochschulwesen zuständig. Es gibt zukünftig DDR-weit für alle Studienrichtungen einheitliche Studienpläne heraus.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 23, S.123; und Durchführungsbestimmungen u.a.: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 31. v. 3.3.51, S. 175; Nr. 100 vom 15.8.51, S. 786; Nr. 103 vom 21.8.51, S. 801.
Als Pflichtfächer werden für alle Studierenden an den Hoch- und Fachschulen:
  • das gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium mit den Fächern Marxismus-Leninismus, Politische Ökonomie und dialektischer und historischer Materialismus
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 94 vom 4.8.51, S. 727
  • der Unterricht in russischer Sprache und Literatur und in deutscher Sprache und Literatur

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 115 vom 20.9.51, S. 871.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 103 vom 24.8.51, S. 807

Die bestehende Semesterregelung wird mit Beginn des Studienjahres 1951/52 durch eine Einteilung des Studiums in ein 10-Monate Studienjahr mit dem 1. Vorlesungsabschnitt (Herbstsemester) und dem 2. Vorlesungsabschnitt (Sommersemester) ersetzt.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 57 vom 4.5.51, S. 415.

Die Universitätsleitung wird erweitert um die Prorektorate: Gesellschaftliches Grundstudium, Forschungsangelegenheiten, wissenschaftliche Asprirantur und Studentenangelegenheiten.

Quellen: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 62 vom 21.5.51, S. 491
 

15.11.1951: Verabschiedung der Ordnung der wissenschaftlichen Aspirantur an den Universitäten und Hochschulen der DDR (Aspirantenordnung)

Ziel ist die "systematische" Ausbildung von Hochschullehrern und Forschern. Die Kontingente und Fachgebiete der Aspirantur werden im Volkswirtschaftsplan festgelegt. Die allgemeine Leitung obliegt dem Staatssekretariat für Hochschulwesen der DDR.

Vorgesehen ist die planmäßige und außerplanmäßige Aspriantur zur Promotion oder Habilitation. Die außerplanmäßige Aspirantur ist eine wissenschaftliche Weiterbildung neben dem Beruf.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1951, Nr. 139, S. 1091 und S. 1094

 

 

   

1952

8.1.1952: Beschluß des Politbüros des ZK der SED zur Bildung von Frauenausschüssen in den Betrieben der Industrie und Landwirtschaft

Dieser Beschluß führt auch zur Bildung von entsprechenden Ausschüssen an allen medizinischen Einrichtungen sowie an den Universitäten und Hochschulen. Die Mitarbeit in den Ausschüssen ist zunächst nicht an die Mitgliedschaft in einer politischen Partei oder gewerkschaftlichen Organisation gebunden. Die Frauenausschüsse sind zuständig für alle Fragen, die die weiblichen Beschäftigten betreffen. Sie können Vorschläge zur Förderung und Qualifizierung von Frauen unterbreiten und eine entsprechende Kontrolle ausüben.

Quelle: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland. Band III. Berlin 1952, S.690/691.

 

"Den ersten Frauenausschuß in der DDR bilden am 29.1.1952 die Arbeiterinnen der Elbe-Werft Boizenburg. Ein Jahr später bestehen bereits 4185 Frauenausschüsse."

Zitat aus: Scholz, Hannelore (1997): Die DDR-Frau zwischen Mythos und Realität. Schwerin, S. 258.
 

2.5.1952: Beschluß der Regierung der DDR, daß in allen Betrieben staatliche Frauenförderungspläne als Bestandteil der Betriebskollektivverträge (BKV) zu erarbeiten und zu realisieren sind

vgl. Scholz, Hannelore (1997): Die DDR-Frau zwischen Mythos und Realität. Schwerin, S. 259.

 

 

   

1953

17.6.1953: Niederschlagung der Streiks und der Unruhen in Ostberlin durch das sowjetische Militär.

 

 

   

1955

3.2.1955: Verordnung über die Gewährung von Stipendien an Studierende der Universitäten und Hochschulen

Das Stipendienwesen wird neu geregelt. Von nun an gilt für die Stipendienvergabe insgesamt das Leistungsprinzip. In der Präambel heißt es: "Die Tore unserer Universitäten und Hochschulen sind den begabten Jugendlichen aus allen Schichten unserer Bevölkerung geöffnet. Durch Bereitstellung umfangreicher Mittel wird entsprechend den Grundsätzen der Arbeiter- und Bauern-Macht den begabten Studierenden durch Gewährung staatlicher Studienbeihilfen ein systematisches Studium ermöglicht." Die soziale Herkunft bleibt ein Auswahlkriterium, verliert aber an Bedeutung für die Gewährung von Stipendien. Die Höhe des Stipendiums ist weiterhin vom Einkommen der Eltern abhängig.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1955, Berlin, Teil I Nr. 11/55, S. 101.

 

   

1956

20.9.1956: Der Bundesvorstand des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) beschließt ein "Programm der Gewerkschaft zur weiteren Verbesserung und allseitigen Erleichterung des Lebens der werktätigen Frauen"

Quelle: Forschungsgemeinschaft "Geschichte des Kampfes der deutschen Arbeiterklasse um die Befreiung der Frau" an der Pädagogischen Hochschule "Clara Zetkin" (Hg.): Dokumente der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung zur Frauenfrage 1848-1974. Leipzig, 1975. Dokument 93, S. 206ff.

Herbst 1956: Der Aufstand in Polen wird mit Unterstützung des sowjetischen Militärs niedergeschlagen.

 

Herbst 1956: Der Aufstand in Ungarn wird mit Unterstützung des sowjetischen Militärs niedergeschlagen.

 

 

   

1957

3./4.6.1957: Konferenz des ZK der SED mit Vertreterinnen der Frauenausschüsse

Auf der Konferenz wird betont, daß unter sozialistischen Bedingungen Berufsarbeit und Mutterschaft vereinbar sind.

vgl. Scholz, Hannelore (1997): Die DDR-Frau zwischen Mythos und Realität. Schwerin, S. 267.

 

 

   

1958

10.-16.7.1958: V. Parteitag der SED in Berlin

Der Parteitag steht unter dem Motto "Den Sozialismus zum Sieg führen". Es werden die 10 Grundsätze sozialistischer Moral und Ethik verabschiedet.

Quelle: Protokoll der Verhandlungen des V. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. 10.-16. Juli 1958 in der Werner-Seelenbinder-Halle in Berlin. Band 2, Berlin 1959, S. 1618-1621.
Die 10 Grundsätze der sozialistischen Moral und Ethik abgedruckt in: Kessler, H.G. und J. Miermeister (Hg.) (1983): Vom "Großen Knast" ins "Paradies"? DDR-Bürger in der Bundesrepublik. Lebengeschichten. Reinbek, S. 31/32.
 

 

   

1959

20. 11.1959: Richtlinien des FDGB zur Ausarbeitung und für den Inhalt der Frauenförderungspläne im Siebenjahrplan

Quelle: Forschungsgemeinschaft "Geschichte des Kampfes der deutschen Arbeiterklasse um die Befreiung der Frau" an der Pädagogischen Hochschule "Clara Zetkin" (Hg.): Dokumente der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung zur Frauenfrage 1848-1974. Leipzig, 1975. Dokument 103, S. 231ff.

2.12 1959: Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR

In § 1(1) heißt es: "Die allgemeinbildende Schule für alle Kinder in der Deutschen Demokratischen Republik ist die zehnklassige polytechnische Oberschule, im folgenden Oberschule genannt. Für diese Schule besteht allgemeine Schulpflicht."

Die Oberschule hat eine Unterstufe (Klasse 1 bis 4) und eine Oberstufe (Klasse 5 bis 10).

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1959, Teil 1 Nr. 67, S. 859

 

   

1960

28.3.1960: Das Sekretariat des ZK der SED beschließt die Bildung eine Frauenkommission beim Sekretariat des ZK

vgl. Scholz, Hannelore (1997): Die DDR-Frau zwischen Mythos und Realität. Schwerin, S. 273.
 

12.9.1960: Bildung des Staatsrates der DDR

Der Staatsrat übernimmt die Funktion des Präsidenten der Republik. Die Verfassungen wird entsprechend geändert. Diese Änderung erfolgt nach dem Tode von Wilhelm Pieck, dem Präsidenten der DDR. Erster Vorsitzender des Staatsrates der DDR wird Walter Ulbricht.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1960, Teil 1 Nr. 53, S.505

 

   

1961

12.4.1961: Die Volkskammer der DDR beschließt das Gesetzbuch der Arbeit

Kapitel 11 behandelt die Förderung der werktätigen Frau. Es verpflichtet die Staatsorgane und die Betriebsleiter "alle Voraussetzungen zu schaffen, die es den Frauen ermöglichen, am Arbeitsprozeß teilzunehmen, ihre schöpferischen Fähigkeiten zu entwickeln und zugleich ihrer hohen gesellschaftlichen Aufgabe als Mutter gerecht zu werden".

Quelle: Gesetzbuch der Arbeit der DDR vom 12.4.1961. In: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1961, Berlin, Teil 1 Nr. 5, S. 27.

 

13.8.1961: Bau der "Mauer"



16.12.1961: Verabschiedung des Kommuniqués des Politbüros des ZK der SED "Die Frau, der Frieden - der Sozialismus"

Im Kommuniqué wird die gesamte Öffentlichkeit aufgefordert, mitzuhelfen, die gesellschaftliche Rolle der Frauen weiter zu erhöhen - im Beruf, bei der Erziehung der Kinder und bei der Lenkung und Leitung des Staates. Das Kommuniqué ist in den folgenden Jahre eine Richtlinie für die weiteren Entscheidungen zur Förderung der Frau in der "sozialistischen Gesellschaft"

Quelle: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Berlin 1962, Band VIII, S. 504-509.

 

 

 

   

1962

19.4.1962: Beschluß über die Aufgaben der Staatsorgane zur Förderung der Frauen und Mädchen in Durchführung des Kommuniqués "Die Frau, der Frieden - der Sozialismus" des ZK der SED vom 23. Dezember 1961

Im Abschnitt III wird die Qualifizierung, Förderung und Entwicklung der Frauen für naturwissenschaftliche und technische Berufe hervorgehoben.
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1962, Berlin, Teil II Nr. 32, S. 295.
 

22.9.1962: Beschluß des Ministerrates der DDR zur Unterstützung der berufstätigen Mütter bei der Unterbringung ihrer Kinder in Kindereinrichtungen

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1962, Teil II Nr. 76, S. 683

 

 

   

1964

12.5.1964: Auf Beschluß des Ministerrates der DDR wird bei der Deutschen Akademie für Wissenschaften zu Berlin der wissenschaftliche Beirat " Die Frau in der sozialistischen Gesellschaft" gegründet

Zum Vorsitzenden des Beirats wird der Präsident der Akademie, Prof. Dr. Werner Hartke, zu stellv. Vorsitzenden werden Dr. Anita Grandke - zugleich Leiterin der gleichnamigen Forschungsgruppe - und Prof. Dr. Braunreuther berufen. Die Forschungsgruppe, 1968-1977 von Dr. Herta Kuhrig geleitet, wird 1978 in das Institut für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie integriert. Prof. Dr. Herta Kuhrig wird 1981 Vorsitzende des Wissenschaftlichen Rates "Die Frau in der sozialistischen Gesellschaft" der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Quelle: Archiv der Humboldt-Universität. Akte Rektorat 665, 1964-1965.

 

 

   

1965

25.2.1965: Die Volkskammer beschließt das Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem (ESB)

Das Gesetz erklärt die 10klassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule zum "grundlegenden Schultyp" (§ 13, Abs. 1) des einheitlichen sozialistischen Bildungssystems.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1965, Teil I Nr. 6, S. 83

20.12.1965: Die Volkskammer beschließt das "Familiengesetzbuch der DDR"

Es sichert die Unterstützung der Familie durch Staat und Gesellschaft. Das Gesetzeswerk geht von dem Grundsatz völliger Gleichberechtigung der Geschlechter aus.
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1966, Teil I Nr. 1, S. 1

 

   

1966

7.7.1966: Anordnung über die Aus- und Weiterbildung von Frauen in der DDR für technische Berufe und die Vorbereitung für den Einsatz in leitenden Tätigkeiten

Die Anordnung ermöglicht besonders Frauen mit Kindern eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung auch während der Arbeitszeit. Die Leiter der Staats- und Wirtschaftsorgane werden verpflichtet, die Grundsätze und Empfehlungen durchzusetzen und die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1966, Berlin. Sonderdruck Nr. 545.
 

20.10.1966: Beschluß der Ministerrates der DDR über die weitere Durchführung der Forschung zu Problemen der Entwicklung und Förderung von Frauen und Mädchen in der DDR

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1966, Berlin, Teil II Nr. 121, S, 777.

 

 

   

1967

Februar 1967: Verabschiedung der "Prinzipien zur weiteren Entwicklung der Lehre und Forschung an den Hochschulen der DDR". Willenserklärung der IV. Hochschulkonferenz an den VII. Parteitag der SED (Einleitung der III. Hochschulreform):

Veränderung der Leitungsstruktur an Universitäten (Gesellschaftlicher und Wissenschaftlicher Rat), Auflösung der Fakultäten, Gründung von Sektionen, Neugliederung des Studiums in Grund-, Fach- und Spezialstudium bzw. Forschungsstudium, Neudefininition der Aufgaben der Universitäten und Hochschulen im Rahmen der Entwicklung der Volkswirtschaft.

Quelle: Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR. Berlin 1967. Sonderdruck.

 

 

17./22.4.1967: VII. Parteitag der SED in Berlin

Proklamiert wird die verstärkte Einbeziehung der Frauen in mittlere und leitende Funktionen, in sozialistische Arbeitsgemeinschaften, in das "Neuererwesen" sowie die Anpassung der Frauenförderungspläne an Erfordernisse der "wissenschaftlich-technischen Revolution" und die weitere Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen. In der Folge erläßt der Ministerrat der DDR verschiedene Verordnungen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen und Familien.

Quelle: Protokoll der Verhandlungen des VII. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. 17.-22. April 1967 in der Werner-Seelenbinder-Halle zu Berlin. Berlin 1967, Band II, S. 28/29.

 


15.7.1967: Anordnung des Ministers für Hoch- und Fachschulwesen (MHF) über die Ausbildung von Frauen in Sonderklassen an Fachschulen


Frauen erhalten die Möglichkeit, sich zur Ingenieurin oder Ingenieur-Ökonomin im Direkt- oder Abendstudium weiterzubilden.
Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1967, Berlin, Teil II Nr. 72.

 

 

 

   

1968

29.2.1968: Anweisung 2/1968 des Ministeriums für das Hoch- und Fachschulwesen über die Einrichtung des Forschungsstudiums an Universitäten und Hochschulen der DDR

Das Forschungsstudium sah die Fortsetzung des Studiums nach Abschluß des Fachstudiums bis zur Promotion A - ohne Diplomabschluß - vor. Damit soll eine schnelle Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses erreicht werden. Diese Modalitäten wurden später geändert, um einen formalen Studienabschluß abzusichern.

Quelle: Verfügungen und Mitteilungen des Ministeriums für das Hoch- und Fachschulwesen. Berlin 1968, Nr. 1/2.

 

4.7.1968: Anordnung über die Gewährung von Stipendien an Direktstudenten an Universitäten, Hoch- und Fachschulen der DDR

Mit dieser Anordnung wird die Orientierung der Stipendienvergabe an der sozialen Herkunft aufgehoben. Die Stipendienordnung sieht vor: Ein Grundstipendium für alle Studierenden, das grundsätzlich abhängig ist vom Einkommen der Eltern (Ausnahmen bilden u.a. alleinstehende StudentInnen mit Kind), ein elternunabhängiges Stipendium für Forschungsstudenten; Auslandsstipendien; Sozialzuschläge für StudentInnen mit Familien, sowie ein elternunabhängiges Leistungsstipendium und Zusatzstipendium.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1968, Berlin, Teil II Nr. 72, S. 527.

 

21. 8.1968: Niederschlagung des "Prager Frühlings" durch sowjetische Truppen

 

16.9.1968: Anordnung zur Qualifizierung von wissenschaftlich ausgebildeten Frauen in einer Sonderaspirantur an Universitäten und Hochschulen der DDR

Die Sonderaspirantur wird zu den planmäßigen Aspiranturen gezählt und kann als Teil- oder Vollaspirantur durchgeführt werden. Das erklärte Ziel ist die Förderung werktätiger Frauen unter Berücksichtigung ihrer sozialen Bedingungen.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1968, Berlin, Teil II Nr. 101.

 

6.11.1968: Verordnung über die Berufung und die Stellung der Hochschullehrer an den wissenschaftlichen Hochschulen - Hochschullehrerberufungsverordnung (HBVO)

Danach sind nunmehr "hauptamtliche" Hochschullehrer: ordentliche Professoren, Hochschuldozenten und Professoren bzw. Dozenten mit künstlerischen Tätigkeiten (§ 8, Abs. 1).

Daneben gibt es die "nebenamtlichen Hochschullehrer. Die sind: Honorarprofessoren und Honorarassistenten. Sie sind nicht Angehörige einer Hochschule (§ 4, Abs.1 ).

Schließlich gibt es die "außerordentlichen" Professoren. Dies sind Hochschuldozenten oder wissenschaftliche Mitarbeiter einer Hochschule, denen ein entsprechender Titel verliehen wurde (§ 5).

Voraussetzung der Berufung zum Hochschullehrer ist die "facultas docendi" (Lehrbefähigung).

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1968, Teil II Nr. 127, S. 997.

6.11.1968: Verordnung über die wissenschaftlichen Mitarbeiter an den wissenschaftlichen Hochschulen - Mitarbeiterverordnung

Damit wurde die Assistenz rechtlich festgeschrieben mit den Beschäftigungsgruppen: (1) wissenschaftliche Assistenten mit befristetem Arbeitsverhältnis und Assistenzärzte bzw. Assistenzzahnärzte in der Fachausbildung; (2) wissenschaftliche Assistenten mit unbefristetem Arbeitsverhältnis und Assistenzärzte bzw. Assistenzzahnärzte mit Facharztanerkennung. Dazu gehören des weiteren Lehrer im Hochschuldienst, Lektoren, wissenschaftliche Oberassistenten und Oberärzte und wissenschaftliche Sekretäre.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1968, Berlin, Teil II Nr. 127, S. 1022.
 

6.11.1968: Verordnung über die akademischen Grade

Mit dieser Verordnung wird die Promotion und die Habilitation von den Promotionen A (Dr.) und B (Dr. sc.) abgelöst.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1968, Berlin, Teil II Nr. 127, S.1022.

 

 

   

1969

3.4.1969: Beschluß des Staatsrates der DDR zur Weiterführung der III. Hochschulreform und die Entwicklung des Hochschulwesens bis 1975

Darin werden die einzelnen Veränderungen des Hochschulwesens im Rahmen der III. Hochschulreform ausgeführt und begründet, und wird auf die Erfordernisse verwiesen, die Grundsätze des ökonomischen Systems des Sozialismus in der Planung und Leitung der Universitäten und Hochschulen anzuwenden.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1969, Berlin, Teil I Nr. 3, S. 5.

 

 

 

   

1970

15.5.1970: Anordnung (Nr. 1) zur Durchführung der Ausbildung von Frauen in Sonderklassen an den Hoch- und Fachschulen der DDR und
1.11.1970: Anordnung (Nr. 2) zur Durchführung der Ausbildung von Frauen in Sonderklassen an den Hoch- und Fachschulen der DDR
insgesamt: Frauensonderstudium


Diese Anordnungen heben die Regelungen zur Ausbildung von Frauen in Sonderklassen auf. In 1(1) heißt es: "Die Hoch- und Fachschulen der DDR nehmen Frauen, die sich beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaft bewährt haben und die durch die Versorgung der im Haushalt lebenden Kinder besondere familiäre Pflichten tragen, in Studienformen (nachstehend Sonderstudium genannt) auf, die ihre Arbeits- und Lebensbedingungen berücksichtigen und die erfolgreiche Durchführung des Hoch- oder Fachschulstudiums gewährleisten" (§ 1, Abs. 1). Diese Anordnung hebt die Regelung vom 15.7.1967 (Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1967, Teil II Nr. 72, S.506) zur Ausbildung von Frauen in Sonderklassen an den Fachhochschulen auf.

Zwischen dem delegierenden Betrieb und der jeweiligen Hochschule wird ein Rahmenvertrag und zwischen der Universität sowie dem delegierenden Betrieb, der jeweiligen Frau und der Bildungseinrichtung ein Studienvertrag abgeschlossen (siehe Anordnung vom 1.11.1970).

Damit wird das Sonderstudium, durch das Frauen unter günstigen Bedingungen besonders in technischen Fachrichtungen auf leitende Tätigkeiten vorbereitet werden, auch auf die Hochschulen ausgedehnt.


Quellen: Anordnung Nr. 1: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1970, Berlin, Teil II Nr. 54, S. 407 und Anordnung Nr. 2: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1970, Berlin, Teil II Nr. 92, S. 644.
 

1.6.1970: Anordnung über das Forschungsstudium

"Im Forschungsstudium sind durch zielstrebige Auswahl und frühzeitige Förderung die gesellschaftlich und fachlich besonders befähigten Studenten nach Abschluß der Hauptprüfung zu qualifizieren" (§ 1 Abs. 1). Das Forschungsstudium schließt mit dem akademischen Grad "Dr. eines Wissenschaftszweiges" (Promotion A) ab (§ 1 Abs. 4).

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1970, Teil II Nr. 54, S. 410.
 

17.6.1970: Richtlinie des Ministerrates der DDR und des Bundesvorstandes des FDGB zur Gestaltung der Betriebskollektivverträge im Perspektivplan 1971-1975

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1970, Teil II Nr. 58, S.431.

 

17.6.1970: Richtlinie des Ministerrates der DDR und des Bundesvorstandes de FDGB zur Gestaltung der Frauenförderungspläne im Perspektivplan 1971-1975.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1970, Teil II Nr. 58, S. 436.
   

1971

3.2.1971: Absolventenordnung

Verordnung über die Vorbereitung und Durchführung des Einsatzes der Hoch- und Fachschulabsolventen des Direktstudiums und die Förderung der Absolventen beim Übergang vom Studium zur beruflichen Tätigkeit.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1971, Berlin, Teil II Nr. 37, S. 297.
 
 

3.5.1971: Walter Ulbricht verliert sein Amt als 1. Sekretär des ZK der SED. Nachfolger wird Erich Honecker.

 

 

15.-19.6.1971: VIII. Parteitag der SED.

Wende zu einer auf Sozialpolitik ausgerichteten Parteipolitik.

Erich Honecker erklärt die Frauenfrage für gelöst:
"Es ist in der Tat eine der größten Errungenschaften des Sozialismus, die Gleichberechtigung der Frau in unserem Staat sowohl gesetzlich als auch im Leben weitgehend verwirklicht zu haben. Kein kapitalistisches Land der Erde kann dies von sich behaupten".

Zitat aus: Forschungsgemeinschaft "Geschichte des Kampfes der deutschen Arbeiterklasse um die Befreiung der Frau" an der Pädagogischen Hochschule "Clara Zetkin" (Hg.): Dokumente der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung zur Frauenfrage 1848-1974. Leipzig, 1975. Dokument 118, S. 286f.

 

 

   

1972

9.3.1972: Die Volkskammer der DDR beschließt das Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1972, Teil I Nr. 5, S.89 und Durchführungsbestimmung
Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1972, Teil II Nr. 12, S.149.

10.5.1972: Anordnung zur Förderung von Studentinnen mit Kind und werdenden Müttern, die sich im Studium befinden, an den Hoch- und Fachschulen

In 4, Abs. 1 heißt es "In allen Fällen der Behandlung von Problemen der Studentinnen mit Kind bzw. der werdenden Mütter, die sich im Studium befinden ist davon auszugehen, daß sowohl die Geburtenförderung als auch der planmäßige Studienabschluß ein gesellschaftliches Anliegen ist." Die Anordnung sieht die Möglichkeit vor, dass Studentinnen auf Wunsch mit der jeweiligen Sektion eine Fördervereinbarung abschließen können (§ 5, Abs. 1).

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1972, Berlin, Teil II Nr. 27, S. 320.

 

 

10.5.1972: Anordnung über die finanzielle Unterstützung von Studentinnen mit Kind an den Hoch- und Fachschulen

Danach erhalten Studentinnen im Direktstudium und Forschungsstudium einen monatlichen Zuschuß (Regelung außerhalb der gültigen Stipendienregelung)

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1972, Berlin, Teil II Nr. 27, S. 321.
 

 

22.9.1972: Anordnung über die wissenschaftliche Aspirantur (Aspirantenordnung)

Die Regelung zur Aspiratur werden geändert. In § 1, Abs. 1 heißt es: "Die wissenschaftliche Aspiratur ist eine Form der Qualifizierung für Kader mit Erfahrungen in der sozialistischen Praxis, die ihre besondere Befähigung für wissenschaftlich- schöpferische Arbeit beweisen und erfolgreich für die sozialistische Gesellschaft gewirkt haben. In Übereinstimmung mit den Prinzipien der sozialistischen Kaderpolitik sind in der Aspirantur besonders Arbeiter- und Bauernkader sowie Frauen zu qualifizieren."
Formen der wissenschaftlichen Aspirantur sind: "a) die planmäßige Aspirantur; sie schließt ein: die Frauen-Sonderaspirantur, die Teilaspirantur; sie schließt ein: die Fernaspirantur an ausländischen Hochschulen" (§ 3).
Damit ist die Aspirantur nur noch zur Promotion A vorgesehen. Die Aspirantur zur Promotion B (Habilitation) gibt es grundsätzlich nicht mehr, sie kann nur noch in Ausnahmefällen vergeben werden (§ 1 Abs. 2 u. 3).
In der Anordnung werden u. a. die Bedingungen und Förderungsverpflichtungen der delegierenden Betriebe für die Frauensonderaspirantur festgelegt.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1972, Berlin, Teil II Nr. 60, S.648.

 

 

 

   

1973

18.4.1973: Richtlinie des Ministerrates der DDR und des Bundesvorstandes des FDGB für die jährliche Ausarbeitung der Betriebskollektivverträge

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1973, Berlin, Teil I Nr. 24, S. 213.
 
 

12.11.1973 Anordnung über den Abschluß von Qualifizierungsverträgen

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1973, Berlin, Teil I Nr. 55, S. 542.

 

 

 

   

1975

19.6.1975: Die Volkskammer der DDR verabschiedet das Gesetz über die Bearbeitung der Eingaben der Bürger (Eingabengesetz).

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1975, Teil I Nr. 26, S.461

 

19.6.1975: Die Volkskammer der DDR verabschiedet das Zivilgesetzbuch der DDR.

Damit werden alle Rechtsvorschriften aus der Zeit vor dem 8. Mai 1945 außer Kraft gesetzt, so auch das Bürgerliche Gesetzbuch vom 18.4.1896.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Berlin, Jahrgang 1975, Teil I Nr. 27, S.465

 

 

   

1976

14.7.1976: Anordnung über die Verbesserung der Leistungen bei Mutterschaft von Studentinnen, Aspirantinnen bzw. Müttern im Lehrverhältnis

Regelt u.a. für Studentinnen und Aspirantinnen die Freistellung vom Studium bzw. von der Arbeit und Fortzahlung von Stipendien.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, jahrgang 1976, Berlin,Teil I Nr. 27, S. 369.

 

 

   

1977

16.6.1977: Die Volkskammer verabschiedet ein neues Arbeitsgesetzbuch

1 (2): "Das Arbeitsrecht gestaltet die verfassungsmäßig garantierten Grundrechte, wie das Recht auf Arbeit, auf Mitbestimmung und Mitgestaltung, auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit, auf Bildung, auf Freizeit und Erholung, ..., auf Teilnahme am kulturellen Leben, ..., für die Werktätigen weiter aus. Es fördert die verantwortungsbewußte Wahrnehmung der Grundrechte und der ehrenvollen Pflicht zur Leistung gesellschaftlich nützlicher Tätigkeit durch die Werktätigen."

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1977, Berlin, Teil I Nr. 18, S. 185.

 

 

 

   

1981

11.6.1981: Verordnung über die Gewährung von Stipendien an Direktstudenten der Universitäten, Hoch- und Fachschulen der DDR - Stipendienverordnung

Damit wird ein elternunabhängiges Stipendium für alle Studierenden eingeführt, das sich gliedert in Grundstipendium, Leistungsstipendium und Sonderstipendium.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1981, Berlin, Teil I Nr. 17, S. 229.

 

 

 

   

1985

16.7.1985: Verordnung über die Erhöhung der Unterstützung für Studenten und Lehrlinge mit Kindern

Die im Rahmen des Grundstipendiums zu zahlenden Zuschläge für ein Kind oder mehrere Kinder werden erhöht.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1985, Berlin, Teil I Nr. 21, S. 249.

 

 

 

   

1988

31.8.1988: Anordnung über Fördermaßnahmen bei der Qualifizierung von Frauen an Universitäten, Hoch- und Fachschulen - Frauensonderstudium

Mit der Anordnung werden die Bedingungen des Frauensonderstudiums im Fern- und Abendstudium und Direktstudium neu und umfassend geregelt.

Die Teilnahme setzt die Delegierung eines Betriebes voraus, die entsprechend in Qualifizierungsverträgen festgelegt wird. Bisherige Regelungen zum Frauensonderstudium und zur Freistellung sowie zur finanziellen Unterstützung verlieren ihre Gültigkeit.

Quelle: Gesetzblatt der DDR, Jahrgang 1988, Berlin, Teil I Nr. 20, S. 229.

 

 

   

1989

Januar 1989: Orientierung und Maßnahmen zur zielgerichteten Heranbildung leistungsfähiger Wissenschaftlerinnen und zu ihrem Einsatz in wissenschaftsleitenden Funktionen

Quelle: Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen. Berlin. 1989.
 

Fortsetzung für die zweite Hälfte 1989 siehe Wissenschaftpolitische Rahmenbedingungen nach 1989